Selina eröffnet 2019 zwei Hotels in Berlin

| Hotellerie Hotellerie

Die Selina Hotels, eine Hotelmarke aus Südamerika mit reichlich Wagniskapital in den Taschen, eröffnen in diesem Jahr zwei ihrer Millennial-Hotels in Berlin. Das erste Selina-Hotel wird mit 100 Zimmern bereits diesen Sommer am Olivaer Platz in Kudamm-Nähe eröffnen. Ein weiteres Hotel an der Torstraße in Mitte folgt bis Dezember mit ebenfalls 100 Zimmern.

Die Gestaltung der beiden Locations erfolgt in Zusammenarbeit mit lokalen Architekten, Designern, Handwerkern und Künstlern, um ihnen eine ganz individuelle Note zu geben. Die Eröffnungen sind für den Spätsommer und den Winter 2019 geplant.

Selinas Business & Development Manager Magnus Busch: „Klassische Hotelkonzepte sprechen junge, moderne Reisende nicht mehr an. Sie suchen nach alternativen Destinationen, wo sie sich wohlfühlen. Selina hat ein alternatives Konzept für die Generation der Digital Natives und Millennials entwickelt, das sich von den gängigen Angeboten unterscheidet.“

Für ihre Expansion hat sich die Millennial-Lifestyle-Hotelmarke Selina  in einer Finanzierungsrunde gerade100 Millionen Dollar. Damit beläuft sich die Gesamtfinanzierung des Unternehmens auf 225 Millionen Dollar. Selina will noch in 2019 ein Hotel in Berlin eröffnen. Unter der Leitung von Access Industries, mit Beteiligung von Grupo Wiese und den bestehenden Investoren Colony Latam Partners, positioniere diese Finanzierungsrunde Selina als das nächste Milliarden-Dollar-Unternehmen im Bereich Hospitality, schreibt Selina selbstbewusst in einer Presseaussendung.
 

Die Hotelmarke Selina wurde 2015 gegründet und hat sich rasch auf der ganzen Welt verbreitet. Derzeit betreibt Selina Hotels an 46 Standorte in 13 Ländern. Durch die Kombination von Privat- und Gemeinschaftsunterkünften mit Coworking-Einrichtungen, Gastronomieangeboten, Wellness, Einzelhandel und lokalen Erlebnissen will die Design- und Technologiemarke bis 2023 über 130.000 Betten und mehr als 400 Objekte verfügen. Zu den größten Gelgebern von Selina gehört Adam Neumann, Gründer von WeWork

In Europa sollen in den nächsten fünf Jahren 40.000 neue Betten entstehen. In Deutschland haben folgende Regionen für die Eröffnung 2019 und 2020 eine hohe Priorität für Selina: Berlin, Leipzig, Dresden, Hamburg, Frankfurt, München und der Schwarzwald. 

Selina Hotels will bekannte Preisstrukturen und verzichtet auf Sternekategorien

Einer der größten Trends der Millennial-Generation sei die freie Kombination von Leben, Arbeit und Reisen, schreibt das Unternehmen. Diese Generation fühle sich unwohl in starren Lebens- und Arbeitsumfeldern. Sie lebe 24/7 mit Laptop und Smartphone. Wo immer sie sich niederlässt, wolle sie online gehen können, um privat oder für die Arbeit einsatzbereit zu sein. Zwar böten heutzutage praktisch alle Hotels WLAN, aber die Idee, allein auf dem Zimmer oder in einer Hotellobby zu sitzen, sei nicht besonders reizvoll für diese Generation. Selina biete dieser Zielgruppe ein neues Hotelkonzept, um sich zuhause zu fühlen und Gemeinschaft zu erleben – überall auf der Welt, sagt Selina.

Selina will sich nicht als klassisches Budget- oder Luxushotel kategorisieren lassen. Digitale Nomaden könnten in allen Alters- sowie Budgetgruppen vertreten sein und ihre Bedürfnisse nach Komfort variieren, so Selina. Ein starres Konzept würde bei ihnen wenig Anklang finden. Stattdessen würden individuelle Unterbringungen je nach den persönlichen Mitteln und Bedürfnissen der Reisenden angeboten: Sei es im Mehrpersonen-, im Einzelzimmer oder der Luxussuite. Komfort und Style eines Boutique-Hotels, mit Atmosphäre und Flair eines Festivals und „Experiences“ mit Sport, Wellness, Restaurant, Bar und Co-Work.

Selina-Hotels sind individuell und lokal gestaltet

Selina Hotels ist bei der Suche nach Standorten völlig offen. Es können zum Beispiel ältere Boutique-Hotels am Ende ihres Lebenszyklus für die Marke in Frage kommen, aber auch ehemalige Industriestandorte in angesagten Umgebungen. Objekte können erworben oder gemietet werden. In 90 bis 120 Tagen entsteht ein völlig individuelles Selina Hotel. Kein Selina auf der ganzen Welt ist wie das andere.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Ex-prizeotel-Chef Connor Ryterski startet mit einem Hamburger Family Office die Hotelmarke Kumo. Zwei Neubauten in Hamburg und Köln sollen ab 2029 eröffnen.

Das Waldorf Astoria Rabat Salé hat das Restaurant Aldabaran im 33. Stock des Mohammed VI Tower eröffnet. Alain Ducasse verantwortet damit sein erstes Restaurant in Marokko.

Nach bundesweiten Durchsuchungen in Hotels und Reinigungsfirmen sitzen zehn Beschuldigte in Untersuchungshaft. Oberstaatsanwältin Christine Höfele zufolge sollen Beschäftigte wie einst Sklaven für den Profit der mutmaßlichen Täter in Abhängigkeit gehalten worden sein.

Jochen Swoboda, CEO der Gesellschaft, erklärt, Seminaris werde in seiner bisherigen Form nicht weiterbestehen, und weist eine wirtschaftliche Schieflage als Grund für den Betreiberwechsel zurück. Aroundtown hatte die Fortführung der acht Hotels unter der Marke Seminaris angekündigt; vier Häuser wurden am 1. Oktober bei Belvilla by OYO unter Sunday-Namen angeboten.

B&B Hotels führt das deutsche Hotelmarkenranking von PKF mit 240 Häusern an. Garner verzeichnet mit 23 zusätzlichen Hotels den größten jährlichen Zuwachs; Premier Inn erhöht seine Zimmerkapazität zwischen 2022 und 2026 um 102 Prozent. Komplettes Ranking bei Tageskarte.

Hilton plant das erste deutsche Hotel der Marke Tempo by Hilton am Flughafen München. Das Haus mit 199 Zimmern soll 2029 zusammen mit der Munich Arena eröffnen; als Betreiber ist die Flughafentochter Allresto vorgesehen.

Novum Hospitality hat den Betrieb des Holiday Inn Express Munich Airport – Erding übernommen. Das Hotel verfügt über 114 Zimmer und ist das zweite ehemalige Revo-Hotel, das in den Betrieb der Hamburger Gruppe übergeht.

Eine neue h2c-Studie untersucht den Einsatz Künstlicher Intelligenz in Hotelketten weltweit. Trotz einer hohen Verbreitung fehlen vielen Unternehmen noch Strategien, Kompetenzen und technische Voraussetzungen für einen breiteren Einsatz.

The Hoxton eröffnet im Sommer 2027 ein zweites Hotel in Deutschland. Das Haus entsteht am Alten Wall in der Hamburger Innenstadt und wird 188 Zimmer auf zehn Stockwerken umfassen.

CA Immo hat das IntercityHotel Frankfurt Hauptbahnhof Süd an ein Fondsvehikel von Art-Invest Real Estate verkauft. Damit trennt sich das Immobilienunternehmen von seinem letzten ausschließlich als Hotel genutzten Gebäude.