Six Senses eröffnet erstes Haus in London

| Hotellerie Hotellerie

Mit dem Six Senses London hat die zum Portfolio von IHG Hotels & Resorts gehörende Marke ihr erstes Haus im Vereinigten Königreich eröffnet. Der Standort befindet sich im ehemaligen Kaufhaus The Whiteley an der Queensway und markiert einen weiteren Schritt in der Expansion des urbanen Portfolios der Kette, die nach Standorten in Rom und Kyoto nun auch in der Londoner Metropole präsent ist.

Revitalisierung einer historischen Destination in West London

Das neue Hotel nimmt etwa ein Viertel der gemischt genutzten Immobilie The Whiteley ein, die in unmittelbarer Nähe zum Hyde Park und Notting Hill liegt. Das Projekt ist das Resultat einer Zusammenarbeit zwischen IHG, CC Land Holdings Ltd., Valouran und der Gruppo Statuto. Die Architektur und das Innendesign, verantwortet von AvroKO und EPR Architects, orientieren sich am Art-déco-Erbe des Gebäudes. Um die biologische Vielfalt im städtischen Raum zu fördern, wurden begrünte Dächer und saisonale Bepflanzungen integriert.

Dickie Wong, stellvertretender Vorsitzender von CC Land Holdings Ltd., betont die strategische Bedeutung des Projekts: „Die Eröffnung ist das Ergebnis mehrjähriger Arbeit und ein wichtiger Schritt in der Neupositionierung von The Whiteley als Wohn- und Hospitality-Destination. Das Gebäude hat eine starke historische und lokale Bedeutung. Wir erwarten, dass das Projekt langfristig einen positiven Beitrag für die Nachbarschaft und West London leistet.“

Fokus auf Regeneration und modern-britische Gastronomie

Das Beherbergungsangebot umfasst 109 Zimmer und Suiten, von denen ein Großteil über private Terrassen verfügt. Zusätzlich gehören 14 Residenzen zum Komplex. Kulinarisch setzt das Haus auf das Konzept Whiteley’s Kitchen, Bar and Café, das modern-britische Speisen serviert und als Treffpunkt für die lokale Nachbarschaft fungieren soll.

Ein wesentlicher Bestandteil des Hauses ist der weitläufige Wellnessbereich. Auf einer Fläche von 2.300 Quadratmetern bietet das Spa Einrichtungen wie den ersten Magnesium-Pool in einem Londoner Hotel, ein 20 Meter langes Innenschwimmbecken sowie spezialisierte Zonen für Kryotherapie und Floaten. Ergänzt wird dies durch eine Klinik für Langlebigkeit, ein Fitnesszentrum und eine Erholungslounge, die auf Leistungsoptimierung ausgerichtet ist.

Urbanes Wohlbefinden und exklusive Gemeinschaftskonzepte

Mit der Eröffnung führt die Marke zudem das weltweit erste Six Senses Place ein. Dabei handelt es sich um ein Konzept für Privatmitglieder, das den gemeinschaftlichen Austausch mit technologiegestützten Gesundheitsangeboten verknüpft. Neil Palmer, Chief Operating Officer von Six Senses, erläutert die Ausrichtung: „Dieser Schritt passt zur Ausrichtung von Six Senses auf die Bedürfnisse moderner Luxusreisender. Mit Standorten in Städten wie Rom, Kyoto und jetzt London schaffen wir Rückzugsorte für kürzere Aufenthalte und den urbanen Alltag. Das Ziel ist, Gästen Räume zu bieten, die Wohlbefinden im täglichen Leben unterstützen.“

Globale Wachstumsstrategie von IHG Hotels & Resorts

Seit der Übernahme von Six Senses durch IHG im Jahr 2019 wurde die internationale Präsenz stetig ausgebaut. Aktuell umfasst das Portfolio 27 geöffnete Häuser in 20 Ländern. Weitere Projekte in Regionen wie Portugal, Japan und Thailand befinden sich in der Planung. General Manager Nick Yarnell, der zuvor unter anderem das Six Senses Douro Valley leitete, sieht das Londoner Haus als verbindendes Element: „Six Senses London soll sich selbstverständlich und unkompliziert anfühlen – für Gäste, die kurz bleiben, ebenso wie für längere Aufenthalte. In allen Bereichen – von Restaurant und Bar bis zu Spa und Zimmern – geht es um Verbindung: mit dem Haus, der Umgebung und der Community.“


Zurück

Vielleicht auch interessant

IHG Hotels & Resorts übernimmt elf europäische Standorte der Marke Pentahotels und wandelt diese bis 2027 in eigene Marken um. Das Projekt umfasst über 1.800 Zimmer in Deutschland, Belgien und Frankreich.

Accor erweitert die Präsenz in der Schweiz durch die Vertragsunterzeichnung für das Hotel Aeschi Interlaken. Das Haus im Berner Oberland soll nach einer Renovierung im Sommer 2026 als Teil der Handwritten Collection eröffnen.

Am 1. Mai 2026 eröffnet in Tornow das neue Beherbergungskonzept Greenview mit sechs Design-Chalets aus Holz. Das von den Brüdern Christian und Marko Schneider initiierte Projekt im Ruppiner Seenland setzt auf naturnahe Erholung und moderne Architektur.

Das Jumeirah Burj Al Arab in Dubai steht vor seiner ersten großen Restaurierung seit 1999. Unter der Leitung von Tristan Auer ist ein 18-monatiges Programm geplant, um das markante Gebäude zu modernisieren.

Teaser: Scandic eröffnet im August 2026 ein weiteres Hotel in Berlin. Das Scandic Charlottenburg umfasst 214 Zimmer und ist der dritte Standort der Gruppe in der Hauptstadt. In dem Gebäude war vormals das Abba-Hotel unter gebracht.

Der Serviced-Apartment-Markt in Deutschland erlebt einen Strukturwandel: Erstmals dominieren Freizeitgäste das Segment, während sinkende Tagesraten und steigende Betriebskosten die Betreiber fordern. Dennoch bleibt der Expansionsdrang hoch.

Die Hotelstars Union wächst mit der Slowakei auf 22 Mitglieder an und fordert von Buchungsportalen wie Booking.com eine transparentere Darstellung von Hotelsternen, um die Irreführung von Verbrauchern zu stoppen.

Pressemitteilung

Das Qualifizierungsprogramm „Food Service Assistance“ von Deutscher Hotelakademie und Chickpeace wurde doppelt ausgezeichnet: mit dem eLearning AWARD 2026 und als Fernstudienprojekt des Jahres. Es richtet sich an geflüchtete Frauen und kombiniert digitale Lernformate mit praxisnaher Ausbildung – als Antwort auf Fachkräftemangel und fehlende Bildungszugänge in der Gastronomie.

Der Immobilienkonzern Aroundtown hat fünf Hotelimmobilien aus seinem Portfolio an einen neuen Betreiber übergeben. Künftig werden die Häuser unter der Marke Sunday Hotels, die zur Unternehmensgruppe Prism (ehemals OYO) gehört, geführt, wie das Unternehmen mitteilt.

Laut einem Accor-Bericht priorisieren Gäste die Gesundheit vor der Erschwinglichkeit bei der Speisenauswahl. Der Konzern reagiert mit einer Quote für pflanzliche Gerichte und einer Neuausrichtung seiner Nachhaltigkeitsstrategie.