Steigende Kosten erhöhen Druck auf Hotelbetreiber und Investoren

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Aktives Asset Management gewinnt im aktuellen Marktumfeld für Hotelimmobilien an Bedeutung. Zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle „mrp hotels quarterly“, wie das Unternehmen mitteilt. Im Rahmen eines Online-Panels diskutierten Vertreter von mrp hotels, Erste Group, LLB Immo KAG, Lindner Hotel Group und Livory Capital über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Auswirkungen auf Betreiber und Investoren.

Nach Angaben von mrp hotels standen dabei steigende Kosten, geopolitische Unsicherheiten und Veränderungen im Nachfrageverhalten im Mittelpunkt. Diskutiert wurde unter anderem, wie Hotelimmobilien unter veränderten Marktbedingungen gesteuert werden können.

„Es reicht heute nicht mehr, ausschließlich auf die Pacht zu schauen. Asset Management bedeutet vielmehr, die Performance und strategische Ausrichtung eines Hotels kontinuierlich zu analysieren, Transparenz über die wirtschaftliche Entwicklung zu schaffen und bei Bedarf gezielte Impulse zu setzen“, sagte Martin Schaffer, Managing Partner bei mrp hotels.

Steigende Kosten und geopolitische Risiken prägen das Marktumfeld

Laut Mitteilung belasten steigende Energiepreise, geopolitische Spannungen und eine zurückhaltende Konsumstimmung weiterhin die Branche. Rainer Singer, Head of Major Markets & Credit Research bei der Erste Group, erklärte dazu: „Wir bewegen uns in einem sehr dynamischen Umfeld, in dem sich Rahmenbedingungen fast täglich ändern.“

Mit Blick auf die Geldpolitik sagte Singer: „Je länger die Krise dauert, desto wahrscheinlicher werden Zinsanhebungen.“

Nach Angaben von mrp hotels müssen Strategien deshalb laufend überprüft und kurzfristig angepasst werden.

Auslastung steigt um 2,3 Prozent im ersten Quartal 2026

Das von mrp hotels analysierte Portfolio umfasst nach Unternehmensangaben rund 20 Hotels in der DACH-Region. Die Zahlen für das erste Quartal 2026 zeigen laut Mitteilung eine stabile Nachfrage bei gleichzeitig zunehmendem Druck auf die Profitabilität.

Die Auslastung stieg um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die durchschnittliche Zimmerrate legte dagegen lediglich um 1,0 Prozent zu. Der RevPAR erhöhte sich um 3,4 Prozent. Hannah Struck, Senior Asset Manager & Consultant bei mrp hotels, sagte dazu: „Der Fokus lag klar auf Volumen statt auf Rate. Gäste sind deutlich preissensibler geworden.“

Der GOPPAR stieg laut Mitteilung um 3 Prozent. Gleichzeitig wirkten sich steigende Energie- und Personalkosten weiterhin belastend auf die Margen aus.

Struck erklärte: „Das Thema Profitabilität bleibt zentral – insbesondere die Kostenseite rückt in Anbetracht der aktuellen geopolitischen Lage und den steigenden Ölpreisen wieder stärker in den Fokus.“

Budgethotels und Serviced Apartments entwickeln sich stabil

Nach Angaben der Teilnehmer verändert sich die Nachfrage im Hotelmarkt. Reisen würden kurzfristiger geplant, regionale Ziele gewönnen an Bedeutung und internationale Verbindungen stünden teilweise unter Druck.

Henning Schneekloth-Plöger, Vice President Portfolio- & Asset Management bei der Lindner Hotel Group, sagte: „Wir sehen keinen klassischen Nachfragerückgang, sondern eher einen Volatilitätsbooster.“

Zugleich zeigten sich Unterschiede zwischen den Marktsegmenten. Michael Schoppe, Managing Director bei LLB Immo KAG, erklärte: „Das Budgetsegment funktioniert aktuell klar besser als die klassische Vier-Sterne-Hotellerie.“

Laut Mitteilung profitieren insbesondere Budget- und Economy-Hotels sowie Serviced Apartments von schlankeren Service-Strukturen. Die klassische Full-Service-Hotellerie stehe dagegen stärker unter Druck.

Eigentümer und Betreiber sollen enger zusammenarbeiten

Neben strategischen Aufgaben rückten operative Themen stärker in den Mittelpunkt des Asset Managements, teilte mrp hotels mit. Struck sagte dazu: „Hotels, die bereit sind, ihre Konzepte anzupassen und operativ flexibler zu werden, kommen deutlich besser durch das aktuelle Umfeld.“

Zudem gewinne die Zusammenarbeit zwischen Eigentümern und Betreibern an Bedeutung. Schoppe erklärte: „Ein strukturierter und offener Dialog zwischen Eigentümer und Betreiber ist heute unerlässlich.“

Christian Habermann, Fund Manager bei Livory Capital, verwies auf unterschiedliche Interessenlagen bei Investitionen, insbesondere im Bereich Energieeffizienz. „Gerade in der aktuellen Marktphase sehen wir häufig, dass wirtschaftlich sinnvolle Investitionen nicht umgesetzt werden, weil Eigentümer und Betreiber unterschiedliche Interessen verfolgen“, sagte Habermann.

Zum Abschluss erklärte Martin Schaffer laut Mitteilung: „In einem zunehmend volatilen Marktumfeld wird aktives Asset Management zum entscheidenden Werttreiber von Hotelimmobilien.“

Unter folgendem Link finden Sie die Aufzeichnung des Online-Panels: 
https://www.linkedin.com/events/7451929363509391360?viewAsMember=true   

Unter folgendem Link finden Sie die mrp hotels quarterly-Präsentation: 
https://mrp-hotels.com/mrp-hotels-quarterly-hotel-asset-management-perspektiven-prioritaeten-potenziale/   


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