Steigende Kosten: Zweites Hotelprojekt von The Hearts Hotel liegt auf Eis

| Hotellerie Hotellerie

Nicht nur der Wohnungsbau gerät in Deutschland ins Stocken, auch Hoteliers stoßen bei neuen Bauprojekten momentan an ihre Grenzen. Gründe dafür sind die Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB), die steigende Inflation, Lieferengpässe bei Material sowie die Verfügbarkeiten von Handwerksbetrieben. So zieht nun auch das The Hearts Hotel in Braunlage die Notbremse und legt die Pläne für den Bau eines zweiten Hotels vorerst auf Eis.

„Für ein neues Hotelprojekt hatten wir bisher eine Investition oberhalb von zehn Millionen Euro kalkuliert. In der derzeitigen Situation müssten wir allerdings mit Mehrkosten von 30 bis 50 Prozent rechnen und wir wissen nicht ob das reicht", begründet Geschäftsführer Meik Lindberg seine Entscheidung.

„Das ist absolut nicht mehr wirtschaftlich, und über die Zimmerpreise bekommen wir das nicht finanziert.“ Zum Hintergrund: Am Nationalpark Harz gelegen, war ein zweites Lifestyle- und Design-Hotel geplant, welches in Abgrenzung zum The Hearts Hotel deutlich luxuriöser und für eine anspruchsvolle Zielgruppe konzipiert ist. Die Planungen waren bereits sehr fortgeschritten, und der erste Spatenstich sollte schon im nächsten Jahr erfolgen.

Meik Lindberg zeigt sich jedoch weiterhin zuversichtlich: „Wir rechnen damit, dass sich die Lage in den nächsten Jahren wieder beruhigt und die Baupreise und Zinsen sinken. Sobald sich die Kosten eingependelt haben, werden wir mit dem Bau unseres zweiten Hotels starten. Die fertigen Pläne für die Bebauungsplanung haben wir auf jeden Fall schon mal in der Schublade.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Ensana Fürstenhof in Bad Griesbach hat nach einer umfassenden Modernisierung wiedereröffnet. Das Hotel umfasst 148 Zimmer und eine 4.500 Quadratmeter große Spa-Landschaft. Ein medizinischer Bereich ist für Anfang 2027 geplant.

Das von Fairmont Hotels & Resorts geführte Plaza Hotel in New York soll ab Januar 2027 mindestens vier Jahre geschlossen bleiben. Geplant sind Reparatur- und Restaurierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Fassade. Das Plaza diente als Schauplatz mehrerer Filme.

Die Comer Group will das ehemalige Hilton-Hotel in Gravenbruch kaufen. Nach einem Bericht der Hessenschau ist der Vertrag unterschrieben, die behördliche Genehmigung steht jedoch aus. Der sanktionierte Geschäftsmann Ali Ansari darf von dem Verkauf nicht profitieren.

Kapital und Gästenachfrage sind vorhanden, doch Hoteltransaktionen müssen höhere Anforderungen erfüllen. Die vierte Ausgabe des „Expert Papers“ „Booking the Future“ von mrp hotels beleuchtet, worauf Investoren, Banken und Betreiber bei Finanzierung, Konzept und Wachstum achten.

Stayery expandiert nach München und übernimmt ein Apartmenthaus am Oberwiesenfeld mit 105 Einheiten. Die Eröffnung des konvertierten Bestandsgebäudes am Olympiapark ist für Anfang 2027 geplant.

Seetelhotels meldet einen Ransomware-Angriff auf interne IT-Systeme. Ein möglicher Datenabfluss wird untersucht; bei Buchungen und Anfragen kann es zu Verzögerungen kommen.

Die Radisson Hotel Group hat in Breslau ihr 20. Prize-by-Radisson-Hotel eröffnet. Das Haus im Sky Tower verfügt über 208 Zimmer und ist der zweite Standort der Marke in Polen.

Accor tritt mit dem geplanten ibis Styles Helsinki Helka erstmals in den finnischen Hotelmarkt ein. Das Haus mit 157 Zimmern soll Ende 2027 aus dem traditionsreichen Hotel Helka hervorgehen.

Das bisherige Mercure Tagungs- und Landhotel Krefeld soll ab Januar 2027 als eigenständiges Haus unter dem Dach einer neu gegründeten GmbH fortgeführt werden. Das bestehende Team soll bleiben; neue Tagungskonzepte sind in Arbeit.

Der Ulmer Gemeinderat hat nach einem Bericht der Südwest Presse mit knapper Mehrheit eine Bettensteuer beschlossen. Ab 2030 sollen Übernachtungsgäste drei Euro pro Nacht zahlen.