Steigende Kosten: Zweites Hotelprojekt von The Hearts Hotel liegt auf Eis

| Hotellerie Hotellerie

Nicht nur der Wohnungsbau gerät in Deutschland ins Stocken, auch Hoteliers stoßen bei neuen Bauprojekten momentan an ihre Grenzen. Gründe dafür sind die Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB), die steigende Inflation, Lieferengpässe bei Material sowie die Verfügbarkeiten von Handwerksbetrieben. So zieht nun auch das The Hearts Hotel in Braunlage die Notbremse und legt die Pläne für den Bau eines zweiten Hotels vorerst auf Eis.

„Für ein neues Hotelprojekt hatten wir bisher eine Investition oberhalb von zehn Millionen Euro kalkuliert. In der derzeitigen Situation müssten wir allerdings mit Mehrkosten von 30 bis 50 Prozent rechnen und wir wissen nicht ob das reicht", begründet Geschäftsführer Meik Lindberg seine Entscheidung.

„Das ist absolut nicht mehr wirtschaftlich, und über die Zimmerpreise bekommen wir das nicht finanziert.“ Zum Hintergrund: Am Nationalpark Harz gelegen, war ein zweites Lifestyle- und Design-Hotel geplant, welches in Abgrenzung zum The Hearts Hotel deutlich luxuriöser und für eine anspruchsvolle Zielgruppe konzipiert ist. Die Planungen waren bereits sehr fortgeschritten, und der erste Spatenstich sollte schon im nächsten Jahr erfolgen.

Meik Lindberg zeigt sich jedoch weiterhin zuversichtlich: „Wir rechnen damit, dass sich die Lage in den nächsten Jahren wieder beruhigt und die Baupreise und Zinsen sinken. Sobald sich die Kosten eingependelt haben, werden wir mit dem Bau unseres zweiten Hotels starten. Die fertigen Pläne für die Bebauungsplanung haben wir auf jeden Fall schon mal in der Schublade.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Atlantic Hotel Gruppe hat mit dem Atlantic Hotel Frankfurt im Sparda-Bank Tower ihr 21. Haus eröffnet. Das 4-Sterne-Superior-Hotel bietet mit 373 Zimmern und Suiten die höchste Zimmerkapazität innerhalb der Hotelgruppe. 

50 Best hat die erweiterte Hotel-Rangliste der Plätze 51 bis 100 für das Jahr 2026 veröffentlicht. Die Zusammenstellung umfasst insgesamt 23 verschiedene Regionen und 40 Städte. Aus Deutschland schaffte es jedoch kein Hotel auf die Liste.

Verkehrsbuero Hospitality aus Österreich hat die Betriebsführung des ibis Styles Bad Reichenhall übernommen und vollzieht damit seinen Markteintritt in Deutschland. Sämtliche Mitarbeiter werden vom neuen Betreiber übernommen.

Ein Joint Venture aus Reiß & Co. Gruppe und PEG Hamburg hat mit dem Bau eines neuen Premier Inn Hotels mit 296 Zimmern in der Hamburger Adenauerallee begonnen. Es wird bereits das achte Haus der Hotelmarke in der Hansestadt.

Die Lerch Genusswelten haben den Betrieb des Bayerischen Hofs und des Hotels Reutemann-Seegarten in Lindau übernommen. Alle bisherigen Mitarbeiter sollen in den Häusern bleiben, für den Wellnessbereich kündigt das Familienunternehmen Investitionen an.

Ein Geschäftsmann soll Gelder für Irans Machtapparat verschoben haben. Konten eines Hotel-Betreibers bei Frankfurt wurden eingefroren. Laut OVG können sie nicht vorzeitig freigegeben werden.

Die Honestis-Gruppe hat mit der DHO Deutsche Hotel Operations GmbH einen neuen White-Label-Betreiber für die D-A-CH-Region gegründet. Geschäftsführer und Mitgesellschafter ist Björn Weidner, erstes Hotel ist das Mercure Hotel Frankfurt Eschborn Helfmannpark.

Die Motel One Group übernimmt das Hyperion Hotel Salzburg und führt das denkmalgeschützte Palais Faber künftig unter der Marke The Cloud One Hotels weiter. Auch die Mitarbeiter werden übernommen.

Das Berliner Luxushotel Adlon kann nach einer Abstimmung der Gesellschafter vorerst nicht verkauft werden. Die zuständige Immobiliengesellschaft will ihre Pläne aber weiter verfolgen.

Ennismore und Central Pattana bringen die Marke 25hours im ersten Quartal 2029 nach Bangkok. Das Hotel mit 345 Zimmern entsteht am Siam Square. Nach dem Standort in Jakarta handelt es sich um das zweite Hotel der Marke in Asien.