Streit um Hotelsterne: Google muss 1,1 Millionen Euro zahlen

| Hotellerie Hotellerie

Im Prozess um irreführende Hotelbewertungen hat der Internetriese Google nun einem Vergleich zugestimmt und muss 1,1 Millionen Euro zahlen. Die französische Verbraucherschutzbehörde DGCCRF warf dem Konzern vor, irreführende Bewertungen für französische Hotels veröffentlicht zu haben.

Über Twitter teilten sie schließlich mit, dass Google Irland und Google Frankreich ihre Praktiken bereits korrigiert und einen strafrechtlichen Vergleich akzeptiert hätten.

Die Verbraucherschutzbehörde hatte bereits 2019 Untersuchungen gegen Google eingeleitet, nachdem es mehrfach zu Beschwerden von Hotels kam. Der Internetkonzern hatte Hotels nach einem eigenen, algorithmusbasierten System bewertet und nicht die offizielle Quelle „Atout France“ für die Vergabe von Sternen benutzt. Weil Google bei ihrer Bewertung ebenfalls eine Skala von einem bis fünf Sternen benutzt hatte, bestand die Gefahr, dass die Verbraucher in die Irre geführt werden würden. Mittlerweile hat Google sein System umgestellt und nutzt nur noch die offizielle Sternebewertung.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine externe Untersuchung hat die gegen Accor-Chef Sébastien Bazin erhobenen anonymen Vorwürfe nicht bestätigt. Der Verwaltungsrat des Hotelkonzerns hat das Verfahren daraufhin abgeschlossen.

Nach US-Sanktionen gegen den Eigentümer zweier Frankfurter Hilton-Hotels will Hilton laut Bloomberg die Managementverträge beenden. Bereits Anfang des Jahres hatte Booking.com die betroffenen Häuser aus seinem Angebot genommen.

Die The Chocolate on the Pillow Group (COTP) hat einen Miet- und Franchisevertrag für das im Bau befindliche Holiday Inn Express Kassel unterzeichnet. Damit sichert sich das Unternehmen das dritte Hotel aus der Insolvenz der Revo Hospitality Group.

Grand Metropolitan Hotels will das gemeinsame Joint Venture mit dem Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin (VZB) beenden. Gleichzeitig berichten Medien über weitreichende Maßnahmen eines Amsterdamer Gerichts im laufenden Streit zwischen beiden Gesellschaftern.

Für das insolvente Traditionshotel Bösehof in Bad Bederkesa zeichnet sich eine Lösung ab. Ein Ehepaar aus der Region soll das Haus übernehmen, während die Gläubiger noch im Juli über den Insolvenzplan entscheiden.

Der Convenience-Großhändler MCS hat im Highway Hotel Herbolzheim seinen ersten autonomen 24-Stunden-Shop eröffnet. Mit dem Standort erweitert das Unternehmen sein Konzept erstmals auf die Hotellerie.

Eine professionell gestaltete E-Mail zu einem angeblichen Bettwanzenbefall hat in einem Hotelunternehmen zunächst einen glaubwürdigen Eindruck hinterlassen. Erst ein nicht existierendes Zimmer entlarvte den Vorgang als Phishing-Versuch.

Die Accor-Gruppe erweitert im Jahr 2026 ihr weltweites Hotelportfolio um zahlreiche neue Standorte und Luxusprojekte. Der Fokus liegt dabei auf einer globalen Expansion in unterschiedlichen Marktsegmenten.

Eine Branchenstudie von XPORT hat knapp 20.000 deutsche Hotel-Websites automatisiert auf Barrierefreiheit untersucht. Nach Angaben des Unternehmens weisen mehr als 85 Prozent der analysierten Seiten erkennbare Verstöße gegen WCAG-Richtlinien auf.

Smartments wird zwei Serviced-Apartmenthäuser in Berlin und Bielefeld für M&G Real Estate betreiben. Mit den langfristigen Mietverträgen wächst das Portfolio des Unternehmens auf 16 Standorte mit 2.389 Apartments.