Studie: Datenschutz-Mängel bei Online-Plattformen gravierend

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Viele bekannte Online-Plattformen erfüllen einer Studie zufolge die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) nur unzureichend. Die Untersuchung der Universität Göttingen wurde vom Bundesjustizministerium in Auftrag gegeben, wie das «Handelsblatt» (Donnerstag) berichtet. Justizstaatssekretär Gerd Billen sagte dazu der Zeitung: «Nicht ansatzweise alle Dienste haben die DSGVO umgesetzt, und dies schon gar nicht vollständig.» Vor allem bei sozialen Netzwerken und Messenger-Diensten gebe es «weiter eklatante Mängel». Die neuen, europäischen Datenschutzregeln der DSGVO sind seit Mai 2018 in Kraft.

Untersucht wurden 35 marktrelevante Online-Dienste, darunter Anbieter von sozialen Medien wie Facebook oder Twitter, Online-Shops wie Zalando, Buchungsportale wie Booking.com und Online-Präsenzen von Unternehmen wie Deutsche Bank, wie das «Handelsblatt» schreibt. 

Es sei zum Beispiel geprüft worden, inwieweit über die Verwendung von Daten für die Erstellung von Persönlichkeitsprofilen oder über die Auswertung des Nutzerverhaltens informiert worden sei. Beim Umgang mit sensiblen Daten hätten sich die «gravierendsten Mängel» gezeigt, heiße es in der Studie. «Nachlässig ist oft der Umgang mit den Daten, die eigentlich besonders zu schützen sind: sensible Informationen zur Herkunft, zur Gesundheit oder zu politischen Ansichten», sagte Billen. (dpa)


 

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