Stuttgart: Ruby Hotels plant Neueröffnung im Stadtkaufhaus Gerber

| Hotellerie Hotellerie

Lange Zeit war unklar, wie man mit dem Leerstand in Stadtkaufhaus Gerber umgehen soll. Jetzt ist klar: Das Obergeschoss des Stadtkaufhauses Gerber soll umgebaut und künftig als Hotel genutzt werden. Bis 2023 will die Hotelkette Ruby Hotels dort rund 150 Hotelzimmer und etwa 1.700 qm Coworkingfläche entstehen lassen. Damit will das Stadtkaufhaus Gerber optimal für die Zukunft gerüstet sein.

Der Vertrag sei bereits unterzeichnet, wie Klaus Betz, Leiter Immobilien der Württembergischen Lebensversicherung, der das Objekt gehört, und Partick Struck, CEO von Ruby Hotels gegenüber der Immobilien Zeitung bestätigten. Zuvor sei eine Machbarkeitsstudie sowie eine eingehende Marktanalyse vorausgegangen. 

Grund für die Umstrukturierung der Nutzungsflächen ist vor allem der große Wettbewerb im Einzelhandel und der wachsende Konkurrenzdruck durch den E-Commerce. Reine Food- und Retailflächen lohnen sich offenbar nicht, denn das 2014 eröffnete Stadtkaufhaus in Stuttgart hatte bereits schon mehrfach versucht, sich neu in den Bereichen Einzelhandel und Gastronomie aufzustellen. Mit dem neuen Hotelvorhaben soll nun ein weiterer Attraktivitätsgewinn für das Gerber erzielt werden.

„Dass wir Ruby Hotels gewinnen konnten, ist für das Gerber eine wichtige Weichenstellung und die konsequente Abrundung des Gesamtkonzepts“, betont Klaus Betz gegenüber der Zeitung. Zusammen mit dem Hotel und den Coworkingflächen habe man mit mehr als sechs Nutzungsarten auf einer Dichte konzentriert, die dem Leitbild der „Stadt der kurzen Wege“ gerecht werde.

Auch Lars Jähnichen, der als Geschäftsführer von IPH Centermanagement für das Management des Objektes zuständig ist, sieht in Quartieren wie dem Gerber, die Zukunft der Städte. Dennoch soll der Angebotsschwerpunkt auch weiterhin auf der Nahversorgung und deren Mix aus Vollsortiment, Discount und Drogerie liegen. 

Für das geplante Hotelvorhaben sollen rund 6.000 qm Einzelhandelsfläche umgebaut und auf etwa 18.000 qm verkleinert. Die Gastronomieflächen werden für einen Frühstücksraum und die Hotelbar um knapp 300 qm auf dann insgesamt 1.800 qm ausgeweitet. Die Umbauarbeiten sollen im Herbst 2020 beginnen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Ensana Fürstenhof in Bad Griesbach hat nach einer umfassenden Modernisierung wiedereröffnet. Das Hotel umfasst 148 Zimmer und eine 4.500 Quadratmeter große Spa-Landschaft. Ein medizinischer Bereich ist für Anfang 2027 geplant.

Das von Fairmont Hotels & Resorts geführte Plaza Hotel in New York soll ab Januar 2027 mindestens vier Jahre geschlossen bleiben. Geplant sind Reparatur- und Restaurierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Fassade. Das Plaza diente als Schauplatz mehrerer Filme.

Die Comer Group will das ehemalige Hilton-Hotel in Gravenbruch kaufen. Nach einem Bericht der Hessenschau ist der Vertrag unterschrieben, die behördliche Genehmigung steht jedoch aus. Der sanktionierte Geschäftsmann Ali Ansari darf von dem Verkauf nicht profitieren.

Kapital und Gästenachfrage sind vorhanden, doch Hoteltransaktionen müssen höhere Anforderungen erfüllen. Die vierte Ausgabe des „Expert Papers“ „Booking the Future“ von mrp hotels beleuchtet, worauf Investoren, Banken und Betreiber bei Finanzierung, Konzept und Wachstum achten.

Stayery expandiert nach München und übernimmt ein Apartmenthaus am Oberwiesenfeld mit 105 Einheiten. Die Eröffnung des konvertierten Bestandsgebäudes am Olympiapark ist für Anfang 2027 geplant.

Seetelhotels meldet einen Ransomware-Angriff auf interne IT-Systeme. Ein möglicher Datenabfluss wird untersucht; bei Buchungen und Anfragen kann es zu Verzögerungen kommen.

Die Radisson Hotel Group hat in Breslau ihr 20. Prize-by-Radisson-Hotel eröffnet. Das Haus im Sky Tower verfügt über 208 Zimmer und ist der zweite Standort der Marke in Polen.

Accor tritt mit dem geplanten ibis Styles Helsinki Helka erstmals in den finnischen Hotelmarkt ein. Das Haus mit 157 Zimmern soll Ende 2027 aus dem traditionsreichen Hotel Helka hervorgehen.

Das bisherige Mercure Tagungs- und Landhotel Krefeld soll ab Januar 2027 als eigenständiges Haus unter dem Dach einer neu gegründeten GmbH fortgeführt werden. Das bestehende Team soll bleiben; neue Tagungskonzepte sind in Arbeit.

Der Ulmer Gemeinderat hat nach einem Bericht der Südwest Presse mit knapper Mehrheit eine Bettensteuer beschlossen. Ab 2030 sollen Übernachtungsgäste drei Euro pro Nacht zahlen.