Sunday PropTech vereinbart Übernahme von Fletcher Hotels

| Hotellerie Hotellerie

Die Investmentgesellschaft Sunday PropTech hat vereinbart, 100 Prozent der Anteile an Fletcher Hotels von Egeria und dem Fletcher-Management zu übernehmen. Das geht aus der Mitteilung zur Transaktion hervor. Der Vollzug stehe noch unter den üblichen Bedingungen. Einen Kaufpreis oder einen konkreten Abschlusstermin nennt die Mitteilung nicht.

Fletcher Hotels umfasst nach eigenen Angaben 170 Hotels in den Niederlanden, Belgien und Deutschland und beschäftigt rund 5.800 Mitarbeiter. Davon entfielen 130 Häuser auf die Marke Fletcher und 40 auf Fletcher-Partnerhotels. Das 1997 gegründete Unternehmen bezeichnet sich als größte Hotelgruppe der Niederlande.

Sunday PropTech wird von der indischen Unternehmensgruppe Prism, der Muttergesellschaft von OYO, unterstützt. Zum Markenportfolio von Prism gehören unter anderem Sunday Hotels und Belvilla. Sunday PropTech konzentriert sich nach eigenen Angaben auf Hotelinvestitionen, den Erwerb von Immobilien und deren Asset Management. 

Sunday PropTech will Fletcher durch weitere Investitionen entwickeln

Sunday PropTech und seine Partner beabsichtigten, Fletcher durch aktives Asset Management, Technologie- und Markenkompetenz sowie weitere Investitionen zu unterstützen. Ein Unternehmenssprecher erklärte, man wolle dafür mit dem Fletcher-Management zusammenarbeiten. Konkrete Investitionssummen oder einzelne Projekte werden nicht genannt. Auch eine Umbenennung von Fletcher-Hotels kündigt die Mitteilung nicht an.

Fletcher sei vor allem auf Urlaubsreisen ausgerichtet. Zum Portfolio gehörten Drei- und Vier-Sterne-Hotels an Küstenstandorten, im ländlichen Raum und in Städten. In den vergangenen zehn Jahren habe die Gruppe rund 60 ergänzende Übernahmen abgeschlossen und ihre internationale Präsenz erweitert.

Prism hat den Hotelbetrieb in Deutschland bereits deutlich ausgeweitet

Prism ist über Sunday Hotels und Belvilla bereits im deutschen Hotelmarkt vertreten. Aroundtown meldete am 20. April 2026 die Übergabe von fünf weiteren Hotels an Sunday Hotels als neuen Mieter und Betreiber. Die Häuser liegen in Sagard auf Rügen, Rheinsberg, Saarbrücken und Bielefeld. Nach Angaben des Immobilienunternehmens setzte die Anmietung eine bereits bestehende Zusammenarbeit fort. www.mynewsdesk.com

Am 22. Juli 2026 gab Sunday Hotels bekannt, 24 zuvor von der insolventen Revo Hospitality Group geführte Hotels und Resorts in sein deutsches Portfolio aufgenommen zu haben. Die Häuser würden im Rahmen von Managementverträgen betrieben, berichtete Hotel vor9 unter Berufung auf die Unternehmensmitteilung. www.hotelvor9.de

Hinzu kamen die acht Seminaris-Hotels, deren Betreiberwechsel Tageskarte am 29. September 2026 nach einer Anfrage bei Seminaris gemeldet hatte. Vier Häuser seien bereits zum 15. September an die Belvilla Deutschland GmbH übergegangen, die übrigen vier sollten zum 1. Oktober folgen. Seminaris bestätigte anschließend, dass Belvilla zum 1. Oktober die operative Verantwortung für alle acht Hotels übernommen habe. Die Häuser gehören zum Aroundtown-Portfolio und werden unter Namen geführt, die Seminaris und Sunday verbinden. www.tageskarte.io

Egeria verweist auf Investitionen in Immobilien und Technologie

Mark Wetzels von Egeria erklärte zum vereinbarten Fletcher-Verkauf, man habe gemeinsam mit dem Management in die Organisation, das Immobilienportfolio und die technologische Plattform investiert. Während der Beteiligung sei zudem die internationale Präsenz gewachsen. Die Investitionssummen werden nicht beziffert.

Rothschild & Co habe Fletcher bei der Transaktion beraten. Die 1997 gegründete Investmentgesellschaft Egeria konzentriert ihre Unternehmensbeteiligungen nach eigenen Angaben vor allem auf die Beneluxländer und die DACH-Region.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Imlauer investiert nach eigenen Angaben weitere 20 Millionen Euro in Schloss Pichlarn im steirischen Ennstal. Mit einem neuen Bereich für Erwachsene soll die gesamte Spa-Fläche auf rund 8.500 Quadratmeter wachsen.

Der Karmeliterhof in Boppard wird neues Mitglied bei Romantik Hotels & Restaurants. Das inhabergeführte Haus liegt in der Altstadt von Boppard im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal und verfügt über zehn Studios, Suiten und Apartments.

Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften 2026 in Mainz haben 51 Nachwuchskräfte aus dem Gastgewerbe um die Titel in drei Ausbildungsberufen gekämpft. Bayern gewann die Mannschaftswertung.

Scandic und Hilton wollen ihre Hotelentwicklung in Schweden, Norwegen, Dänemark und Finnland ausbauen. In Kopenhagen ist bereits ein Hilton-Hotel mit 284 Zimmern geplant, das 2029 eröffnen soll.

Union Investment hat den Mietvertrag für das Radisson Blu Hotel Manchester Airport bis Ende 2035 verlängert. Der Vertrag mit der Radisson Hotel Group enthält eine Option auf eine weitere Laufzeit von zehn Jahren bis Ende 2045.

Rechtsanwalt Peter Hense wirft den „derzeit reihenweise gehackten Dienstleistern“ vor, weder Behörden noch Vertragspartner oder Betroffene zu informieren. Das IT-Problem der Hotellerie sei vor allem ein Dienstleisterproblem, schreibt er. Die HSMA fordert mehr Transparenz und die Einhaltung gesetzlicher Informationspflichten.

Haus Maria Rast in Euskirchen soll unter Kloster Steinfeld und der Familie Scheidtweiler zu einem Seminar- und Hotelbetrieb ausgebaut werden. Langfristig sind nach einem Bericht des Wochenspiegels 50 bis 60 Doppelzimmer geplant. Ein Teil der Schönstätter Marienschwestern werde weiterhin am Standort leben.

Der Ensana Fürstenhof in Bad Griesbach hat nach einer umfassenden Modernisierung wiedereröffnet. Das Hotel umfasst 148 Zimmer und eine 4.500 Quadratmeter große Spa-Landschaft. Ein medizinischer Bereich ist für Anfang 2027 geplant.

Das von Fairmont Hotels & Resorts geführte Plaza Hotel in New York soll ab Januar 2027 mindestens vier Jahre geschlossen bleiben. Geplant sind Reparatur- und Restaurierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Fassade. Das Plaza diente als Schauplatz mehrerer Filme.

Die Comer Group will das ehemalige Hilton-Hotel in Gravenbruch kaufen. Nach einem Bericht der Hessenschau ist der Vertrag unterschrieben, die behördliche Genehmigung steht jedoch aus. Der sanktionierte Geschäftsmann Ali Ansari darf von dem Verkauf nicht profitieren.