Teureres Parken statt Bettensteuer: Bad Kreuznach verzichtet auf Matratzenmaut

| Hotellerie Hotellerie

In Bad Kreuznach steigen ab Juli 2025 die Parkgebühren deutlich. Auch die Grundsteuer wird angehoben. Die ursprünglich geplante Bettensteuer für Hotels wurde hingegen nach massiver Kritik und Lobbyarbeit des DEHOGA gestrichen.

Die Grundsteuer B wurde vom Stadtrat mit Wirkung zum Jahresbeginn erhöht: Für Wohnimmobilien steigt der Hebesatz von 550 auf 650 Prozent, für Gewerbeimmobilien sogar auf 1.300 Prozent. Zusätzlich erhöhen sich die Parkgebühren im Stadtgebiet spürbar. Zwei Stunden Parken auf der Straße kosten künftig 4,10 Euro, im Parkhaus 3,50 Euro. Neue kostenpflichtige Flächen entstehen unter anderem auf der Pfingstwiese, am Bahnhof Bad Münster und im Kurgebiet. Für ein Tagesticket werden dort 5 Euro fällig. Insgesamt sollen so rund 2,7 Millionen Euro jährlich in die Stadtkasse fließen.

Die Bettensteuer, die etwa eine Million Euro pro Jahr eingebracht hätte, wurde mit 21 zu 17 Stimmen abgelehnt. Der DEHOGA hatte sich im Vorfeld intensiv gegen die Steuer eingesetzt und bei Gesprächen mit Stadt und ADD eine alternative Finanzierung durch höhere Parkgebühren angeregt.

Gereon Haumann, Präsident des DEHOGA Rheinland-Pfalz, zeigt sich erleichtert und begrüßt den Beschluss als „wegweisende Entscheidung in Richtung Zukunft.“ „Wir wollen alle touristischen Leistungsangebote der Stadt und der städtischen Gesellschaften auf den Prüfstand stellen, um die Attraktivität des Tourismusstandorts Bad Kreuznach auszubauen. Wir sind bereit, dafür die Ärmel hochzukrempeln und aktiv an einer nachhaltigen Entwicklung von Bad Kreuznach mitzuwirken“, so Haumann.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine aktuelle Umfrage der American Hotel & Lodging Association belegt, dass die Hotelnachfrage zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in vielen US-Städten deutlich unter den Erwartungen bleibt.

Leitungswasserschäden zählen zu den häufigsten Schadenursachen im Hotel und können erhebliche wirtschaftliche Folgen nach sich ziehen. Insbesondere gesperrte Zimmer und daraus resultierende Umsatzeinbußen führen zu Belastungen. Ein neuer Leitfaden zeigt die Risiken auf und sagt, wie sich Hoteliers absichern können.

Der Hotelverband hat seine AGB-Empfehlungen für Hotels an die aktuelle Rechtsprechung angepasst. Die Neufassungen sollen das Abmahnrisiko senken und die Rechtssicherheit im Umgang mit Gästen und Partnern erhöhen. Der Verband empfiehlt bisherige Versionen in allen Vertragsunterlagen, E-Mail-Vorlagen und auf Internetseiten gegen die aktuellen Fassungen auszutauschen.

Die HSMA hat die Bewerbungsfrist für den Social Media Award 2026 für Hotels im deutschsprachigen Raum eröffnet. Im Fokus des Wettbewerbs stehen strategische Ansätze und messbare Erfolge in der digitalen Kommunikation sowie im Employer Branding.

Die Radisson Hotel Group eröffnet in Danzig ihr erstes polnisches Haus der Marke Prize by Radisson. Das Hotel mit 125 Zimmern setzt auf ein funktionales Design im mittleren Preissegment und markiert den Beginn einer Expansion in polnischen Metropolen.

Wyndham meldet für das erste Quartal 2026 ein Wachstum der Systemgröße und der Pipeline auf Rekordniveau. Die laufende Insolvenz der Revo Hospitality Group belastet jedoch das operative Ergebnis durch Gebührenstundungen und führt zur Übernahme von zwei europäischen Hotels.

Whitbread erreicht mit Premier Inn erstmals einen Gewinn im Deutschlandgeschäft und kündigt einen umfassenden Umbau seines Gastronomieangebots an. Medien berichten zudem über einen geplanten Stellenabbau im Zuge der Neuausrichtung.

Bei einer Kontrolle in einem Hotel im Bezirk Landeck hat die Finanzpolizei mehrere nicht gemeldete Arbeitskräfte festgestellt. Die Behörden ermitteln zudem wegen möglicher Arbeitsausbeutung und Menschenhandels.

Zum Ende des ersten Quartals 2026 zeigt die globale Hotel-Pipeline laut CoStar-Daten ein Wachstum in fast allen Weltregionen. Lediglich auf dem amerikanischen Kontinent sind die Aktivitäten in sämtlichen Planungs- und Bauphasen rückläufig.

Hyatt verzeichnet im ersten Quartal ein deutliches Wachstum bei den Managementgebühren und den Zimmerkapazitäten. Trotz geopolitischer Herausforderungen und regionaler Einflüsse hebt der Konzern seine Prognosen für das Gesamtjahr teilweise an.