The Florentin eröffnet in Frankfurt

| Hotellerie Hotellerie

Die Althoff Collection erweitert ihr Portfolio im November um das The Florentin in Frankfurt. Das neue Haus soll internationale Designstandards setzen und verbindet eine historische Villa aus dem Jahr 1901 mit einer zeitgenössischen Architektur.

Zwei Designbüros prägten den Charakter des Hauses: Das Zürcher Studio „atelier zürich“ war für die Überführung der historischen Villa in die Gegenwart verantwortlich. Die Gestaltung der Gästezimmer und der übrigen öffentlichen Bereiche übernahm das in Singapur ansässige Büro „Unscripted Design“. Die Verbindung der beiden Designwelten erfolgt durch eine Lichtdramaturgie von „Licht Kunst Licht“, die Materialien und Atmosphären inszeniert.

Fokus auf Gastlichkeit und „Quiet Luxury“

Frank Marrenbach, CEO der Althoff Hotels, hob die Bedeutung des Hauses hervor: „Es ist uns Ehre und Freude zugleich mit The Florentin ein Haus zu eröffnen, dessen stilvolle Klasse den Gast in den absoluten Mittelpunkt stellt. Eine besondere Form der Eleganz, die den wahren Aufwand, den sie erfordert, wunderbar leicht und diskret zum Ausdruck bringt. Das gilt gleichermaßen für das Design wie für unsere Gastfreundschaft.“

General Manager Boris Messmer ergänzte, das Haus strebe eine Wirkung ohne vordergründige Lautstärke an: „Wir wollen ein Haus schaffen, das nicht laut sein muss, um Wirkung zu entfalten. The Florentin steht für Quiet Luxury, der bleibt – in der Architektur, im Design, in der Gastlichkeit.“
 

Die Design-Handschriften im Detail

Die von der Familie Beit von Speyer erbaute Villa aus dem Jahr 1901 bildet das architektonische Zentrum des Ensembles, das um erweiterte Gebäudeflügel und den The Garden Courtyard ergänzt wurde. „atelier zürich“ gestaltete die öffentlichen Räume in der Villa, darunter Lobby Lounge, Esszimmer, Bibliothek und Salons, sowie das Destination Restaurant und The Cigar Lounge. Ziel war es, die historische Substanz fortzuführen, indem Ruhe, Maß und Materialität in Balance gebracht werden. Sabine Herzog, Studio Director bei „atelier zürich“, erklärte: „Unser Ansatz war es, die Villa nicht zu überformen, sondern ihre Sprache weiterzuführen. Historische Substanz und neue Eingriffe sollten eine selbstverständliche Einheit bilden – getragen von echten Materialien, handwerklicher Präzision und klaren Proportionen.“

„Unscripted Design“ verantwortete die neun Signature Suiten der Villa sowie alle weiteren Gästezimmer und öffentlichen Zonen außerhalb der Villa. Ihre Choreografie fokussiert auf das Leitbild eines urbanen Refugiums: Die Ankunft beginnt bewusst gedämpft in einer Lobby, die als „schützender Kokon“ beschrieben wird. Von dort führt der Weg zum weit aufgespannten The Garden Courtyard, dem „schlagenden Herz“ des Ensembles mit seiner ikonischen amerikanischen Eiche. Alicia Worthington, Partner bei „Unscripted Design“, fasst zusammen: „Unsere Choreografie führt vom schützenden Kokon der Lobby in das Licht des Innenhofs – ein Weg, auf dem Quiet Luxury spürbar wird: Materialien mit Integrität, wohnliche Wärme statt Effekt und ein Rhythmus, der den Puls senkt.“

Materialität, Handwerk und Lichtführung

Das Design von The Florentin basiert auf einer hochwertigen, reduzierten Materialpalette. Es kommen charaktervolle Hölzer, wie Kastanie mit markanter Maserung, Stein sowie Bronze-Details zum Einsatz. Handwerkliche Präzision wird in Details wie Fugenbildern und Griffen sichtbar. Die Beleuchtung spielt eine Schlüsselrolle: „Licht Kunst Licht“ inszenierte eine Lichtdramaturgie, die Materialien belebt und Stimmungen formt. Martina Weiss, Director bei dem Lichtplanungsbüro, betonte: „Licht ist hier mehr als Funktion. Es ist die subtile Sprache, die Materialien zum Leben erweckt und Stimmungen formt. Unsere Intention war es, Ruhe zu inszenieren – nicht durch Dunkelheit, sondern durch fein abgestufte Helligkeit.“

Das Hotel verfügt über 147 Zimmer und Suiten, drei Restaurants und Bars, Eventflächen sowie einen Spa-Bereich.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Ennismore und Central Pattana bringen die Marke 25hours im ersten Quartal 2029 nach Bangkok. Das Hotel mit 345 Zimmern entsteht am Siam Square. Nach dem Standort in Jakarta handelt es sich um das zweite Hotel der Marke in Asien.

Airbnb testet bei ausgewählten Gastgebern „Direct Booking Links“ mit reduzierten Servicegebühren. PhocusWire berichtet von sechs beziehungsweise zehn statt 15,5 Prozent, wenn eine Buchung über einen vom Gastgeber verbreiteten Link zustande kommt.

Die Odyssey Hotel Group hat einen Betreibervertrag für das Mövenpick Hotel Münster mit 224 Zimmern und Suiten abgeschlossen. Das zuvor von Revo Hospitality betriebene Haus soll umfassend renoviert werden.

Ein Gast bewertet eine Unterkunft auf Booking.com mit einem von zehn Punkten, obwohl er dort nicht übernachtet hat. Das Landesgericht Bozen ordnete die Löschung der Rezension an und setzte für Verzögerungen eine Zahlung von 50 Euro pro Tag fest.

B&B Hotels eröffnet ein neues Hotel in Bad Oeynhausen. Das Unternehmen wird bis Ende 2028 im bis dahin umgebauten und modernisierten City Center Neo ein Haus mit rund 100 Zimmern in Betrieb nehmen.

Die Hotelgruppe Mangias Hotels und Resorts hat an der Südostküste Siziliens das Iconas Costa Ragusa Resort eröffnet. Dabei handelt es sich um das erste Anwesen der neu eingeführten Luxusmarke Iconas Collection.

Seekda hat einen Sicherheitsvorfall in seinen Systemen bestätigt. Der ORF berichtet über betrügerische Nachrichten an Hotelgäste, während die Österreichische Hotelvereinigung von ersten Meldungen seit Ende Juli berichtet und Hotels Informationen zum Umgang mit Datenverlusten bereitstellt.

Das erst Anfang Mai eröffnete Holiday Inn – the niu Quay im Harburger Binnenhafen soll nach Medienberichten rund 340 Geflüchtete aus der Ukraine aufnehmen. Politiker aus CDU, SPD und FDP kritisieren die geplante Nutzung und fordern Aufklärung über Beteiligung und Kosten.

Hitzewellen beeinflussen nach Beobachtungen von HotellerieSuisse das Buchungsverhalten. Während Gäste kurzfristiger Aufenthalte in den Bergen buchen, berichtet ein Basler Hotel von Stornierungen an besonders heißen Tagen und investiert in die Kühlung seines Gebäudes.

IHA-Chef Markus Luthe kritisiert Aussagen von Booking-Chef Glenn Fogel zu den früheren Preisparitätsklauseln. Anlass ist ein Handelsblatt-Interview vor dem Hintergrund einer in Amsterdam anhängigen Sammelklage von 10.783 Hotels.