Thüringens Übernachtungszahlen bleiben im ersten Halbjahr stabil

| Hotellerie Hotellerie

Der Tourismus in Thüringen ist bei den Übernachtungen im ersten Halbjahr 2026 nahezu auf dem Vorjahresniveau geblieben. Nach vorläufigen Ergebnissen des Thüringer Landesamtes für Statistik wurden insgesamt 4.566.902 Übernachtungen gezählt. Das seien 0,1 Prozent mehr gewesen als im ersten Halbjahr 2025. Die Zahl der Gästeankünfte sei dagegen um 0,8 Prozent auf 1.756.660 gesunken.

Bei den einzelnen Betriebsarten weist die Statistik unterschiedliche Entwicklungen aus. Die Hotellerie insgesamt habe 2.820.615 Übernachtungen erreicht, ein Plus von 0,2 Prozent. Hotels und Hotels garnis hätten ihre Übernachtungszahlen jeweils um 1,6 Prozent gesteigert. Gasthöfe und Pensionen hätten dagegen Rückgänge verzeichnet.

Hotels steigern Übernachtungen während Gasthöfe und Pensionen deutlich verlieren

In Hotels registrierte das Landesamt im ersten Halbjahr 2.045.477 Übernachtungen. Das seien 31.301 mehr gewesen als ein Jahr zuvor. Gleichzeitig habe sich die Zahl der Ankünfte um 7.259 auf 977.934 erhöht. Hotels garnis hätten mit 399.401 Übernachtungen ein Plus von 6.113 gegenüber dem Vorjahreszeitraum erreicht.

Bei Gasthöfen seien die Übernachtungen dagegen um 9,1 Prozent auf 190.098 zurückgegangen. Die Zahl der Ankünfte habe um 8,5 Prozent auf 93.575 abgenommen. Für Pensionen weist das Landesamt 185.639 Übernachtungen und damit ein Minus von 6,3 Prozent aus.

Auch bei weiteren Unterkunftsarten zeigt die Statistik unterschiedliche Entwicklungen. Ferienzimmer, Ferienwohnungen, Ferienhäuser und Feriendörfer hätten 242.166 Übernachtungen erreicht, 5,8 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2025. Jugendherbergen, Hostels und Hütten hätten dagegen 5,4 Prozent weniger Übernachtungen verzeichnet, bei Campingplätzen sei die Zahl um 7,3 Prozent gesunken.

Erfurt gewinnt Übernachtungen während Wartburg-Hainich einen Rückgang verzeichnet

Auch zwischen den Thüringer Reisegebieten zeigen die Daten Unterschiede. Für Erfurt weist das Landesamt 528.534 Übernachtungen aus, 4,9 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2025. In absoluten Zahlen entspricht dies einem Zuwachs von rund 25.000 Übernachtungen. Das Landesamt bezeichnet Erfurt damit als das Reisegebiet mit dem größten Zuwachs.

Im Thüringer Wald wurden 1.681.797 Übernachtungen registriert, 0,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Für Weimar weist die Statistik einen Rückgang um 2,3 Prozent auf 352.701 Übernachtungen aus. In der Welterberegion Wartburg-Hainich sank die Zahl um 3,2 Prozent auf 532.350 Übernachtungen.

Bei Gästen aus dem Ausland gingen sowohl Ankünfte als auch Übernachtungen zurück. Die Zahl der Ankünfte sei um 3,9 Prozent auf 96.257 gesunken, die der Übernachtungen um 2,3 Prozent auf 235.731. Für Gäste aus dem Inland weist das Landesamt 4.331.171 Übernachtungen aus, 0,2 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2025.

Die rund 65.000 Gästebetten, die im ersten Halbjahr in Thüringer Beherbergungsstätten mit zehn und mehr Betten angeboten wurden, seien im Durchschnitt zu 36,8 Prozent ausgelastet gewesen.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Schlosshotel Berlin führt ein neues Long-Stay-Konzept ein und erweitert sein Angebot hierfür um 15 sogenannte "Schloss Residences". Das Modell kombiniert klassische Übernachtungen mit flexibel buchbaren Servicedienstleistungen.

Pressemitteilung

Was rechtfertigt einen Zimmerpreis von mehreren tausend Franken pro Nacht? Viele würden spontan an spektakuläre Einrichtung, Sterne-Gastronomie oder den Blick auf den St. Moritzersee denken. Für Pia Baumann, Director Front of House im Luxus-Hotel Grace La Margna in St. Moritz, liegt die Antwort an einer ganz anderen Stelle: bei den Menschen.

Das Riva Hotel Konstanz erweitert sein Angebot zum 1. September um zwei neue Penthouse-Suiten mit Blick auf den Bodensee. Damit erhöht sich die Gesamtkapazität des Fünf-Sterne-Superior-Haus auf insgesamt 73 Zimmer und Suiten.

Das legendäre Hotel Adlon soll verkauft werden - doch dafür braucht es die Zustimmung der bisherigen Gesellschafter. Nun kommt aus deren Kreisen Kritik an dem Vorhaben.

Die Accor-Marke Mercure Hotels & Resorts eröffnet mit dem Mercure Gothenburg ihr erstes Hotel in Schweden. Zugleich ist es das zweite Accor-Hotel im Land. Das Haus wird von CIC Hospitality im Rahmen eines Franchisevertrags betrieben. 

Motel One folgt im Wiener Vio Plaza auf H2 und übernimmt das Haus mit 265 Zimmern im kommenden Jahr langfristig. Der Gebäudekomplex in Wien-Meidling kombiniert Hotelnutzung mit großflächigem Einzelhandel, Büroflächen und Wohnungen.

Das Seehotel Niedernberg führt seine neu eröffnete Wellnessanlage Miranu Spa ab August mit einer Doppelspitze aus Lisa Hört und dem ehemaligen Kampfjetpiloten Frank Rosnizeck. Die Anlage erweitert das bestehende Angebot unter anderem um sechs neue Behandlungsräume und mehrere Saunen.

Seminaris erprobt im SeeHotel Potsdam einen humanoiden Serviceroboter für die Kontrolle frisch gereinigter Hotelzimmer. Bis Ende 2026 sollen auch die sieben weiteren Häuser der Gruppe mindestens einen „Billie“ einsetzen.

Vor fast 120 Jahren gründete Lorenz Adlon das berühmte Adlon in Berlin – nun hadert sein Ururenkel mit der Namensgebung. Am liebsten würde er das Adlon und seinen Namen zurückkaufen, verriet Felix Adlon der Süddeutschen Zeitung.

Das Hotel Adlon soll verkauft werden.Für Unmut bei Gesellschaftern sorgt dabei vor allem die Erfolgsbeteiligung für die Immobiliengesellschaft Jagdfeld. Das Unternehmen erhält nach übereinstimmenden Angaben 20 Prozent des Kaufpreises, sollte dieser höher als 310 Millionen Euro ausfallen.