Tourismus-Boom in Schwerin dank Welterbe und Einheitsfeier

| Hotellerie Hotellerie

Die Anerkennung des Residenzensembles in Schwerin als Unesco-Weltkulturerbe und die dreitägige Feier zum Tag der Deutschen Einheit haben Mecklenburg-Vorpommerns Landeshauptstadt 2024 einen Tourismus-Boom verschafft. 

Die Zahl der Übernachtungen sei in den ersten zehn Monaten um 20,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf über 370.000 gestiegen, teilte das Stadtmarketing auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. 

Die Zahl der Tagesgäste hat demnach auch deutlich zugenommen. Anhand der Quartalszahlen für Museen, Gästeführungen und Besucher in der Tourist-Information lasse sich ein Anstieg um 12 bis 35 Prozent erkennen, hieß es. 

Dank des neuen Welterbe-Status gehen die Schweriner Touristiker von einer weiter steigenden Nachfrage von Städte- und Kulturtouristen aus - sowohl als Tages- als auch Übernachtungsgäste. 

«Weiterhin hoffen wir auf eine gesteigerte Nachfrage in der Nebensaison und eine Erhöhung des Anteils ausländischer Gäste, die Schwerin besuchen», erklärte die Geschäftsführerin des Stadtmarketings, Martina Müller.

Hotelkapazitäten reichen in der Saison nicht aus

In der Saison stoße die Bettenkapazität in Schwerin schon länger an ihre Grenzen. «Die Nachfrage in der Saison ist deutlich höher als das Angebot freier Kapazitäten.» Neue Hotel-Projekte seien geplant, allerdings seien konkrete Eröffnungen noch nicht bekannt. «Perspektivisch sollen es circa 450 bis 500 Betten werden», so Müller. Sie würden zügig für die weitere Entwicklung nötig.

Das Residenzensemble Schwerin wurde am 27. Juli 2024 als Unesco-Welterbestätte anerkannt. Es umfasst mehr als 30 Bauten und Anlagen im historischen Stadtzentrum. 

Neben dem Schloss, Staatstheater und Kirchen gehören dazu auch Militärgebäude, der Bahnhof, eine ehemalige Schule für höfische Beamte, ein Palais, Wohnhäuser und ein Krankenpferdestall. 

«Das Zusammenspiel der Baustile, Gebäude und Parks fügt sich in Schwerin zu einem harmonischen Gesamtkunstwerk, das die gesamte Infrastruktur des höfischen Lebens und die romantische Ästhetik des 19. Jahrhunderts widerspiegelt», hieß es von der Unesco. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Chocolate on the Pillow Group vollzieht den Markteintritt in Berlin. Mit einem Managementvertrag für ein Vier-Sterne-Superior-Hotel an der Fischerinsel setzt das Unternehmen auf eine Zusammenarbeit mit Immobilieneigentümern und eine Fokussierung auf investierbare Hotelprodukte.

COMO Hotels and Resorts eröffnet im Mai das COMO Cordeillan-Bages. In Kooperation mit der Familie Cazes entsteht in einem historischen Anwesen in Pauillac ein neues Luxusdomizil, das Design von Paola Navone mit exklusivem Zugang zur Welt der Bordeaux-Weine kombiniert.

Eine aktuelle Treugast-Analyse am Beispiel Ruhpolding untersucht die Auswirkungen von Hotelneueröffnungen auf Feriendestinationen. Die Ergebnisse belegen, wie kapazitätsstarke Leitbetriebe das Nachfragewachstum nachhaltig fördern und bestehende Angebotslücken schließen können.

Mit der Eröffnung von 27 neuen Hotels hat Marriott International im Jahr 2025 die Marke von 200 Häusern in der DACH-Region überschritten. Das Wachstum wird maßgeblich durch Konvertierungen in allen Segmenten getrieben.

Mit der Eröffnung des Adagio Access Nanterre baut Adagio die Kapazitäten im Großraum Paris weiter aus. Das neue Haus mit 132 Apartments in direkter Nähe zum Geschäftsviertel La Défense zielt primär auf Geschäftsreisende und Langzeitgäste ab.

Booking Holdings verzeichnet ein über den Erwartungen liegendes Wachstum bei den Bruttobuchungen und passt die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr nach oben an. Zudem investiert der Konzern verstärkt in Technologie und Marketing.

Die Accor-Gruppe schließt das Geschäftsjahr 2025 mit einem deutlichen Gewinnplus ab und übertrifft die eigenen Finanzziele. Während die Lifestyle-Sparte zweistellig wächst, normalisiert sich das Geschäft auf dem deutschen Markt nach einer Schwächephase wieder.

Die Hotelgruppe Dormero expandiert weiter auf dem österreichischen Markt und übernimmt das bisherige Amedia Hotel Wels. Das Haus am Welser Stadtplatz, das vielen noch unter dem Namen Kremsmünsterer Hof bekannt ist, war zuvor Teil der Amedia Hotel GmbH. Diese gehört zur Revo Hotelgruppe und befindet sich derzeit in einem Insolvenzverfahren.

Ein 20-jähriger Hacker hat das Online-Bezahlsystem von Reiseportalen ausgetrickst und Luxus-Suiten für nur einen Cent gemietet. Die Flucht in den Luxus endete für den jungen Spanier schließlich im Madrider Hotel Ritz – auch wegen seiner eigenen Mitteilsamkeit in den sozialen Medien.

Die Revitalisierung des traditionsreichen Dom-Hotels in Köln nimmt weiterhin mehr Zeit in Anspruch als zuletzt geplant. Inzwischen wird die baubehördliche Abnahme des Objekts am Roncalliplatz erst im zweiten Quartal 2026 erwartet. Ursprünglich war eine Eröffnung für Ende 2023 anvisiert worden war.