TripAdvisor warnt vor Hotel, das einen Urlauber ins Gefängnis brachte

| Hotellerie Hotellerie

Ein US-Amerikanischer Tourist gab einem Hotel in Thailand eine schlechte Bewertung auf TripAdvisor. Dafür musste er zwei Tage ins Gefängnis. Die Reiseplattform schaltete sich nun in den Fall ein und hinterließ einen Warnhinweis auf der Seite des Hotels.

„Dieses Hotel oder Personen, die mit diesem Hotel in Verbindung stehen, erstatteten Strafanzeige gegen einen TripAdvisor-Benutzer in Bezug auf den Reisenden, der Online-Berichte schrieb und veröffentlichte. Der Rezensent verbrachte infolgedessen Zeit im Gefängnis“, heißt es in der Warnung auf der Webseite des Hotels Sea View Resort auf der Insel Koh Chang.
 

Wie die New York Times berichtet, sei der Streit zwischen dem Hotel und dem Touristen um eine Gebühr für einen Korkenzieher ausgebrochen. In Folge dessen habe der US-Reisende das Personal auf TripAdvisor für seine unfreundliche Art kritisiert. Er wurde daraufhin festgenommen und nach den strengen thailändischen Anti-Diffamierungsgesetzen angeklagt.

TripAdvisor schaltete sich ein und übernahm sogar die Anwaltskosten des Touristen. Nachdem dieser sich öffentlich bei dem Hotel entschuldigte, wurde er aus der Haft entlassen und konnte mittlerweile wieder in die USA einreisen. Außerdem musste die Reiseplattform versichern, dass sie das Hotel nicht mit einer „roten Plakette“ kennzeichnen würden.

TripAdvisor stimmte der Vereinbarung zu, nur um schließlich einen anderen Warnhinweis anzubringen. „Jeder Reisende hat ein fundamentales Recht, seine Erfahrungen und Meinungen mit anderen Reisenden zu teilen“, begründete Bradfort Young, Vizepräsident und stellvertretender Leiter der Rechtsabteilung die Entscheidung des Unternehmens. „Dies ist der Erste uns bekannte Fall, in dem ein Mitglied von TripAdvisor aufgrund einer Überprüfung, die er auf unserer Website veröffentlicht hat, eine Zeit lang im Gefängnis saß.“

Das Hotel erklärte unterdessen laut New York Times, dass man „zutiefst enttäuscht“ sei. Zudem sei die Warnmeldung von TripAdvisor „äußerst irreführend“ und es fehle an vollständigen Informationen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Ensana Fürstenhof in Bad Griesbach hat nach einer umfassenden Modernisierung wiedereröffnet. Das Hotel umfasst 148 Zimmer und eine 4.500 Quadratmeter große Spa-Landschaft. Ein medizinischer Bereich ist für Anfang 2027 geplant.

Das von Fairmont Hotels & Resorts geführte Plaza Hotel in New York soll ab Januar 2027 mindestens vier Jahre geschlossen bleiben. Geplant sind Reparatur- und Restaurierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Fassade. Das Plaza diente als Schauplatz mehrerer Filme.

Die Comer Group will das ehemalige Hilton-Hotel in Gravenbruch kaufen. Nach einem Bericht der Hessenschau ist der Vertrag unterschrieben, die behördliche Genehmigung steht jedoch aus. Der sanktionierte Geschäftsmann Ali Ansari darf von dem Verkauf nicht profitieren.

Kapital und Gästenachfrage sind vorhanden, doch Hoteltransaktionen müssen höhere Anforderungen erfüllen. Die vierte Ausgabe des „Expert Papers“ „Booking the Future“ von mrp hotels beleuchtet, worauf Investoren, Banken und Betreiber bei Finanzierung, Konzept und Wachstum achten.

Stayery expandiert nach München und übernimmt ein Apartmenthaus am Oberwiesenfeld mit 105 Einheiten. Die Eröffnung des konvertierten Bestandsgebäudes am Olympiapark ist für Anfang 2027 geplant.

Seetelhotels meldet einen Ransomware-Angriff auf interne IT-Systeme. Ein möglicher Datenabfluss wird untersucht; bei Buchungen und Anfragen kann es zu Verzögerungen kommen.

Die Radisson Hotel Group hat in Breslau ihr 20. Prize-by-Radisson-Hotel eröffnet. Das Haus im Sky Tower verfügt über 208 Zimmer und ist der zweite Standort der Marke in Polen.

Accor tritt mit dem geplanten ibis Styles Helsinki Helka erstmals in den finnischen Hotelmarkt ein. Das Haus mit 157 Zimmern soll Ende 2027 aus dem traditionsreichen Hotel Helka hervorgehen.

Das bisherige Mercure Tagungs- und Landhotel Krefeld soll ab Januar 2027 als eigenständiges Haus unter dem Dach einer neu gegründeten GmbH fortgeführt werden. Das bestehende Team soll bleiben; neue Tagungskonzepte sind in Arbeit.

Der Ulmer Gemeinderat hat nach einem Bericht der Südwest Presse mit knapper Mehrheit eine Bettensteuer beschlossen. Ab 2030 sollen Übernachtungsgäste drei Euro pro Nacht zahlen.