Übernachtungen und Gästeanzahl in Niedersachsen übertreffen Vor-Corona-Niveau

| Hotellerie Hotellerie

Das Land Niedersachsen verzeichnet 2025 neue Rekordwerte bei der Zahl der Gäste und den Übernachtungen. 15,8 Millionen Gäste und 46,9 Millionen Übernachtungen bedeuten das fünfte Wachstumsjahr in Folge, sowie eine vollständige Erholung seit dem bisherigen Allzeithoch im Jahr 2019, wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) laut vorläufigen Ergebnissen mitteilte. 

Mit einem Plus von 2,5 Prozent bei der Zahl der Gäste und 1,5 Prozent bei den Übernachtungen wurde erstmals das Vor-Corona-Niveau übertroffen. Gleichzeitig stiegen im Vergleich zu 2024 die Zahl der Gäste um 2,6 Prozent und die Übernachtungszahlen um 1,8 Prozent. Im Bundesländerranking belegt Niedersachsen weiterhin den vierten Platz.

Plus bei Camping sowie Ferienhäusern und -wohnungen 

Das Land verzeichnet demnach bei den Campingübernachtungen ein deutschlandweit überdurchschnittliches Plus von 5,5 Prozent im Vergleich zu 2024. Aber auch Ferienhäuser und -wohnungen weisen ein Plus von 2,4 Prozent bei Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr vor.

«Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen übertrifft die Tourismuswirtschaft in Niedersachsen inzwischen wieder die Rekordwerte von 2019 – das ist ein starkes und ermutigendes Signal für unsere überwiegend mittelständisch geprägte Branche», sagte Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne (SPD). Erfreulich sei, dass Niedersachsen mit seinen Destinationen breit aufgestellt sei und sowohl beim Camping als auch bei den Ferienwohnungen deutlich zugelegt habe.

Zuwächse in vielen Regionen

Zuwächse gibt es in vielen niedersächsischen Reisegebieten. In den Regionen an der Nordseeküste und auf den Ostfriesischen Inseln, in der Lüneburger Heide sowie in der Grafschaft Bentheim, im Emsland und im Osnabrücker Land gab es rund zwei Drittel aller Übernachtungen. Die Ostfriesischen Inseln punkten erneut mit der bundesweit längsten Aufenthaltsdauer von 6,0 Tagen, während die durchschnittliche Aufenthaltsdauer bundesweit weiterhin stagnierend ist.

Entgegen dem Bundestrend stiegen sowohl die Zahl der Gäste als auch Übernachtungen internationaler Gäste. Trotz eines Plus von 1,0 Prozent gegenüber 2024 liegen die Übernachtungen jedoch weiterhin 4,2 Prozent unter dem Niveau von 2019. Die wichtigsten Herkunftsländer sind unverändert die Niederlande, Dänemark und Polen. Die größten Zuwächse bei Übernachtungen gab es unter Gästen aus Spanien und Italien. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Meininger Hotels verzeichneten im Geschäftsjahr 2026 ein stabiles Umsatzwachstum von über 200 Millionen Euro. Mit geplanten Neueröffnungen und Investitionen in die digitale Infrastruktur strebt das Unternehmen bis 2030 den Ausbau auf 50 Standorte an.

Das Seehotel Niedernberg – Das Dorf am See hat sein Wellnessangebot erweitert und das neue Miranu Spa samt dem Spa Bistro Aikoi in Betrieb genommen. Für die Realisierung wurden acht Zimmer in sechs Behandlungsräume umgewandelt.

IHG Hotels und Resorts kehrt mit der Marke Crowne Plaza auf den österreichischen Markt zurück. Die Fertigstellung und Eröffnung des Hauses ist für das dritte Quartal 2026 geplant.

Der Vermögensverwalter PGIM erwartet für Europas Hotelmärkte trotz geopolitischer Risiken weiteres Umsatzwachstum. Als Gründe nennt das Unternehmen unter anderem eine stabile Inlandsnachfrage, hohe Auslastungen und ein begrenztes Angebot neuer Hotels.

Die Wiedereröffnung des Kölner Dom-Hotels verschiebt sich erneut. Nach Angaben des Eigentümers soll das traditionsreiche Luxushotel erst 2027 den Betrieb aufnehmen, wie der WDR berichtet.

Das Schweizer Bundesgericht hat der Stadt Zürich grünes Licht für eine strengere Regulierung von Kurzzeitvermietungen gegeben. Wohnungen, die kommerziell genutzt werden, zählen künftig nicht mehr zum Wohnanteil.

Accor und die GCH Hotel Group setzen ihre Expansionsstrategie in Deutschland fort und erweitern ihr gemeinsames Portfolio um drei weitere Hotelstandorte. Die neuen Projekte der Marken Greet und Handwritten Collection umfassen insgesamt rund 200 Zimmer.

Das Dorint Hotel Bonn hat eine umfassende Modernisierung abgeschlossen. Nach Unternehmensangaben wurden rund zehn Millionen Euro in Zimmer, Apartments, öffentliche Bereiche und den Konferenzbereich investiert.

Viele Betroffene des Stromausfalls in Berlin im Januar mussten ins Hotel umziehen. Die meisten haben ihre Übernachtungskosten inzwischen zurückbekommen. Die Kosten sind in 2.685 Fällen bereits ausgezahlt worden.

Der Steigenberger Icon Frankfurter Hof begeht sein einhundertfünfzigjähriges Bestehen mit speziellen kulinarischen Angeboten und historischen Bezügen. Das Grandhotel blickt dabei auf eine lange Tradition als Treffpunkt internationaler Gäste zurück.