Übernachtungszahlen in Rheinland-Pfalz steigen leicht

| Hotellerie Hotellerie

Das Gastgewerbe in Rheinland-Pfalz blickt auf ein Jahr mit steigender Nachfrage zurück. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, stieg die Zahl der Gäste im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent auf insgesamt 8,9 Millionen Personen. Die Anzahl der Übernachtungen legte um 1,2 Prozent auf 22,6 Millionen zu. Trotz dieser positiven Entwicklung wurde das Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019 noch nicht wieder erreicht. Die Gästezahlen lagen um drei Prozent und die Übernachtungen um 1,7 Prozent unter den Werten von vor sechs Jahren. Parallel dazu verringerte sich die Struktur der Anbieter leicht, da im Jahresdurchschnitt 2.836 Betriebe geöffnet hatten, was einem Rückgang von 1,9 Prozent entspricht.

Regionale Differenzen und Erholungsprozesse an der Ahr

Die Mehrheit der Tourismusregionen schloss das Jahr mit einer positiven Bilanz ab. Besonders deutlich fielen die Zunahmen laut den Statistikern in der Region Mosel-Saar aus, wo die Gästeankünfte um 4,8 Prozent und die Übernachtungen um 2,6 Prozent stiegen. Auch die Eifel, das Mittelrheintal sowie Rheinhessen registrierten Zuwächse. Demgegenüber entwickelte sich die Pfalz rückläufig mit einem Minus von 2,6 Prozent bei den Übernachtungen. Im Westerwald, im Hunsrück und im Naheland ergaben sich gemischte Tendenzen zwischen steigenden Gästeankünften und sinkenden Übernachtungsdauern.

Eine Sonderstellung nimmt das Ahrtal ein, das weiterhin die Folgen der Hochwasserkatastrophe spürt. Zwar stiegen die Übernachtungen dort im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent, doch liegt das Volumen noch immer 35 Prozent unter dem Niveau von 2019. Das Angebot an Betten in der Region war 2025 um 37 Prozent geringer als vor der Flut, bereitgestellt von 124 geöffneten Betrieben.

Dynamik der Betriebsarten und Herkunft der Gäste

Innerhalb der verschiedenen Beherbergungsformen zeigten sich erhebliche Unterschiede. Während Hotels als bedeutendste Betriebsart stabil auf dem Vorjahresniveau verharrten, verbuchten Campingplätze ein deutliches Plus von 13 Prozent bei den Übernachtungen. Zuwächse gab es zudem bei Vorsorgekliniken und Rehabilitationskliniken sowie Jugendherbergen. Rückläufige Zahlen meldeten hingegen Pensionen mit einem Minus von 4,4 Prozent und Gasthöfe, die einen Rückgang von 8,1 Prozent hinnehmen mussten.

Die tragende Säule des Tourismus blieb der Inlandsmarkt. Über vier Fünftel der Gäste hatten ihren Wohnsitz in Deutschland. Die Zahl der inländischen Übernachtungen stieg um zwei Prozent auf knapp 18 Millionen. Bei den Gästen aus dem Ausland sank die Zahl der Übernachtungen hingegen um 1,6 Prozent auf 4,8 Millionen. Der Dezember 2025 bestätigte den allgemeinen Aufwärtstrend mit einem Plus von 3,6 Prozent bei den Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Daten basieren auf der monatlichen Befragung von Betrieben mit mindestens zehn Betten oder Stellplätzen.


 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Mit der Eröffnung des Adagio Access Nanterre baut Adagio die Kapazitäten im Großraum Paris weiter aus. Das neue Haus mit 132 Apartments in direkter Nähe zum Geschäftsviertel La Défense zielt primär auf Geschäftsreisende und Langzeitgäste ab.

Booking Holdings verzeichnet ein über den Erwartungen liegendes Wachstum bei den Bruttobuchungen und passt die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr nach oben an. Zudem investiert der Konzern verstärkt in Technologie und Marketing.

Die Accor-Gruppe schließt das Geschäftsjahr 2025 mit einem deutlichen Gewinnplus ab und übertrifft die eigenen Finanzziele. Während die Lifestyle-Sparte zweistellig wächst, normalisiert sich das Geschäft auf dem deutschen Markt nach einer Schwächephase wieder.

Die Hotelgruppe Dormero expandiert weiter auf dem österreichischen Markt und übernimmt das bisherige Amedia Hotel Wels. Das Haus am Welser Stadtplatz, das vielen noch unter dem Namen Kremsmünsterer Hof bekannt ist, war zuvor Teil der Amedia Hotel GmbH. Diese gehört zur Revo Hotelgruppe und befindet sich derzeit in einem Insolvenzverfahren.

Ein 20-jähriger Hacker hat das Online-Bezahlsystem von Reiseportalen ausgetrickst und Luxus-Suiten für nur einen Cent gemietet. Die Flucht in den Luxus endete für den jungen Spanier schließlich im Madrider Hotel Ritz – auch wegen seiner eigenen Mitteilsamkeit in den sozialen Medien.

Die Revitalisierung des traditionsreichen Dom-Hotels in Köln nimmt weiterhin mehr Zeit in Anspruch als zuletzt geplant. Inzwischen wird die baubehördliche Abnahme des Objekts am Roncalliplatz erst im zweiten Quartal 2026 erwartet. Ursprünglich war eine Eröffnung für Ende 2023 anvisiert worden war.

Das Seehotel Niedernberg reagiert auf wachsende Gästezahlen und eröffnet in der renovierten Orangerie ein zweites Restaurant. Mit Fokus auf Menü-Gäste und verbesserter Akustik schafft das Haus zusätzliche Kapazitäten und mehr Flexibilität für den operativen Betrieb.

Airbnb richtet seine Wachstumsstrategie verstärkt auf die klassische Hotellerie aus. Wie das Unternehmen bekanntgab, soll die stärkere Integration von Boutique- und Individualhotels den adressierbaren Markt signifikant vergrößern.

Das Amtsgericht Charlottenburg hat die vorläufige Insolvenzverwaltung über die Amedia Hotel GmbH angeordnet und Lucas Flöther zum Verwalter bestellt. Geschäftsführer der Gesellschaft mit Geschäftsanschrift in Österreich, ist Robert Kennedy, der zudem als Managing Director Strategy der Revo Hospitality Group tätig ist.

Die Radisson Hotel Group erweitert ihre Präsenz in der österreichischen Hauptstadt. Gemeinsam mit der Odyssey Hotel Group wurde der Vertrag für das Radisson RED Vienna Danube Riverside unterzeichnet. Das Neubauprojekt soll im Jahr 2029 eröffnen und ist das zweite Haus dieser Marke in Wien.