Unternehmen halten an Präsenzveranstaltungen fest

| Hotellerie Hotellerie

Unternehmen und Agenturen setzen bei der Organisation ihrer geschäftlichen Veranstaltungen auch im Jahr 2026 auf klassische Tagungshotels. Das geht aus einer Befragung der BWH Hotels Central Europe hervor, für die das Unternehmen Angaben von 261Tagungsplanern, Hoteleinkäufern und Eventorganisatoren ausgewertet hat.

Demnach planen 60 Prozent der Befragten, ihre Tagungen und Seminare hauptsächlich in diesen Betrieben auszurichten. Thomas Zubac, Director MICE & Group Sales bei BWH Hotels Central Europe, verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass Unternehmen bei ihren Veranstaltungen Verlässlichkeit, professionelle Infrastruktur sowie effiziente Abläufe präferieren.

Präsenzveranstaltungen prägen das Geschäft 

Die persönliche Begegnung bildet nach den Erhebungen der Hotelgruppe den Schwerpunkt der Veranstaltungsplanung. Für das Jahr 2026 finden 79 Prozent aller Events in Präsenz statt. Hybride Formate erreichen einen Anteil von rund elf Prozent, während rein digitale Veranstaltungen auf acht Prozent beziffert werden.

Bei den Veranstaltungsformaten bilden Tagungen, Seminare und Workshops die am häufigsten gebuchten Kategorien. Die Rahmenbedingungen der Termine sind dabei mehrheitlich kompakt gestaltet. So werden 76 Prozent der Events mit maximal 50 Teilnehmern durchgeführt. Mehr als die Hälfte der Veranstaltungen erstreckt sich über einen bis zwei Tage mit einer Übernachtung, während es sich bei etwa einem Viertel um reine Tagesveranstaltungen handelt.

Unternehmen reduzieren Anzahl der Events

Hinsichtlich der finanziellen Rahmenbedingungen registriert BWH Hotels Central Europe ein gespaltenes Bild bei den befragten Akteuren. Bei 41 Prozent der Umfrageteilnehmer bleibe das Gesamtbudget im Vergleich unverändert. Gleichzeitig reduzieren 42 Prozent der Befragten die Gesamtzahl ihrer durchgeführten Veranstaltungen. Thomas Zubac führt aus, dass Unternehmen nicht pauschal am persönlichen Austausch sparen, sondern selektiver planen, Termine bündeln und verstärkt auf Effizienz sowie Kostenkontrolle achten.

Ein zentrales Kriterium bei der Veranstaltungsorganisation stellt die Kommunikationsgeschwindigkeit der Anbieter dar. Den Umfrageergebnissen zufolge erwarten 57 Prozent der Befragten eine Rückmeldung auf entsprechende Anfragen innerhalb von 24 Stunden. Für weitere 33 Prozent sei eine Antwortzeit von bis zu 48 Stunden ausreichend. Aniko Diederich, Team-Leitung MICE Desk bei BWH Hotels, erklärt, dass eine Rückmeldung innerhalb von 24 Stunden den Marktansprüchen entspreche und durch ergänzende Express-Anfragen Rückmeldungen innerhalb von 60 Minuten ermöglicht werden. Bei der Auswahl der Unterkünfte stehen neben den Faktoren Preis, Lage und Erreichbarkeit zunehmend auch Kriterien wie Nachhaltigkeit und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Fokus der Planer.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das US-Cybersicherheitsunternehmen ReliaQuest berichtet über eine Angriffskampagne auf WLAN-Gateways in Hotels und anderen Einrichtungen mit öffentlichem Internetzugang. Nach Angaben des Unternehmens sollen auf diese Weise Microsoft-365-Konten von Geschäftsreisenden kompromittiert werden.

Anzeige

Die anhaltenden Kostensteigerungen in quasi sämtlichen Bereichen treffen viele Hotels stark. Die KING’s Hotels München versuchen, diesen Mehrkosten mithilfe von Digitalisierung und Effizienzsteigerung zu begegnen. Wie das gelingt und welche Rolle Bewertungen und Blogs für sie spielen, berichtet CEO Hanna King in der 9. Folge von „AUSGEBUCHT!“, dem Podcast von HotelPartner-Gründer Oliver Meyer.

Die Vorbereitungen für das Großprojekt Bernstein-Resort laufen. Auf der Fläche wird belastete Erde abgefahren und Altmunition geräumt. Aber alles dauert länger, es wird teurer, und es gibt Widerstand.

Teaser: Four Seasons hat den Zeitplan für die Wiedereröffnung des Park Gstaad angepasst. Statt bis Ende 2026 soll das Hotel nun im Sommer 2027 eröffnen.

In Marseillan entsteht ein Resort- und Wohnprojekt am Wasser: Das Hotel der Luxury Collection und die Markenresidenzen entstehen auf einem rund 6 Hektar großen Grundstück direkt an der Lagune de Thau.

Für die Wiedereröffnung des Grand Hotel Sauerhof in Baden, südlich von Wien, ist ein weiterer Meilenstein erreicht. Nach der Einreichung der Genehmigungsunterlagen werden nun 111 Zimmer, ein umfangreicher Spa-Bereich sowie Gastronomie- und Wellnessangebote konkret geplant.

Novum Hospitality hat den Pachtvertrag für das Garner Hotel in Rüsselsheim fristlos beendet und den Betrieb aufgrund von Mängeln an der Trinkwasserinstallation dauerhaft eingestellt.

Die DERTOUR Group übernimmt zum 1. August 2026 die restlichen Anteile an der DSR Hotel Holding und wird alleinige Eigentümerin. Die Deutsche Seereederei zieht sich aus dem operativen Hotelgeschäft zurück und richtet ihren Fokus auf neue touristische Geschäftsmodelle.

Accor holt mit der Banque des Territoires einen öffentlichen Investor für die Restaurierung der historischen Zitadelle Vauban auf Belle-Île-en-Mer an Bord. Die denkmalgeschützte Anlage soll im Sommer 2027 als erstes französisches Hotel der Emblems Collection eröffnen.

Im Walliser Bergdorf Evolène entsteht mit Le Rucher d’Evolène ein über das Dorf verteiltes Hotelprojekt. Den Anfang macht am 21. August 2026 ein Boutiquehotel mit sieben Zimmern, weitere Gebäude und ein Berghotel sollen folgen.