US-Investoren fokussieren Europas Hotelmarkt

| Hotellerie Hotellerie

US-Investoren richten ihren Blick im Jahr 2026 verstärkt auf den europäischen Hotelmarkt. Das berichtet Autorin Isobel Lee im Branchenportal Hospitality Investor im Zusammenhang mit dem International Hospitality Investment Forum (IHIF) EMEA.

Laut Alex Robinson vom Datenanbieter STR erscheine Europa derzeit attraktiv, auch vor dem Hintergrund von Herausforderungen im US-Hotelmarkt. Zudem seien im vergangenen Jahr zahlreiche Hotelportfolios in Europa auf den Markt gekommen, ohne verkauft zu werden. Dies eröffne nach seinen Angaben neue Transaktionsmöglichkeiten.

Robinson verweist dem Bericht zufolge zudem auf die Insolvenz des Betreibers Revo in Deutschland. Nach Angaben des Amtsgerichts Charlottenburg sind rund 125 Hotels in Deutschland und Österreich betroffen.

Institutionelle Investoren sehen laut dem Bericht strukturelle Gründe für Engagements in Europa. Lauren Okada Young vom Investor Brookfield nennt unter anderem Angebotsbeschränkungen in vielen Städten sowie eine stabile Nachfrage nach Reisen. Brookfield hatte im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben das europäische Portfolio von Generator Hostels für 776 Millionen Euro übernommen.

Auch internationale Hotelbetreiber prüfen dem Bericht zufolge weitere Expansionsmöglichkeiten in Europa. Hilton verweist laut Aussage von Europa-Chef Simon Vincent auf eine stabile Nachfrage sowie unterschiedliche Nachfragequellen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die MHP Hotel AG plant die Eröffnung eines neuen Hotels der Autograph Collection in Düsseldorf. Das neue Hotel soll bis zum Jahr 2029 in einem historischen Gebäudeensemble an der Kasernenstraße nahe der Königsallee realisiert werden.

Ein Jahr nach dem Markteintritt in der Schweiz zieht das Mama Shelter Zurich eine erste Bilanz. Gefeiert wird das Jubiläum veranstaltet am 1. August mit einem Brunch und einer Abendveranstaltung auf der Dachterrasse.

Swissôtel hat den Modedesigner Peet Dullaert als ersten Preisträger des New Crafts Awards bekannt gegeben. Die neue Auszeichnung entsteht aus einer Partnerschaft zwischen Accor und der Fédération de la Haute Couture et de la Mode.

Im Investorenprozess der insolventen Revo Hospitality Group nennen die Sanierer erstmals mehrere Unternehmen, die Hotels aus dem Portfolio übernehmen sollen. Neben bereits bekannten Transaktionen werden unter anderem Prism, Israel Canada Hotels, Leonardo Hotels und B&B Hotels genannt. Ein weiterer Investor bleibt vorerst ungenannt.

Accor plant einen deutlichen Ausbau seines Hotelgeschäfts in China. Der Konzern will die Zahl seiner Häuser in den kommenden fünf bis sechs Jahren auf 1.600 erhöhen und setzt dabei auf neue Luxusprojekte sowie den Ausbau bestehender Partnerschaften.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt hat im ersten Halbjahr 2026 nach Angaben von Colliers ein Transaktionsvolumen von rund 625 Millionen Euro erreicht. Investoren richten ihren Blick dabei zunehmend auf die Qualität der Betreiber und die Ausgestaltung der Vertragsstrukturen.

Townscape hat die Baugenehmigung für ein Serviced-Apartment-Projekt in Berlin-Kreuzberg erhalten. Die numa group steht bereits als Mieter fest. Geplant sind 114 Serviced Apartments sowie Gewerbe- und Co-Working-Flächen. Die Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2027 vorgesehen.

Die geplante Übernahme der britisch-niederländischen Hotelgruppe PPHE Hotel Group durch die israelische Fattal Hotel Group ist gescheitert. Grund ist der Widerstand des größten PPHE-Aktionärs Euro Plaza Holdings. Das teilte PPHE im Rahmen seines laufenden strategischen Prüfprozesses mit.

Die Hotelmarke Ruby expandiert mit der Eröffnung des Ruby Frida nach Stockholm. Das neue Haus im Stadtteil Kungsholmen setzt auf ein von den 1960er Jahren inspiriertes Designkonzept.

Deutschlands Beherbergungsbetriebe haben im Mai 2026 insgesamt 49,2 Millionen Übernachtungen verbucht. Der Zuwachs von 3,8 Prozent wurde von Gästen aus dem Inland getragen, während die Auslandsnachfrage leicht zurückging.