Viele Hotels in Mecklenburg-Vorpommern öffnen erst im Juni obwohl sie früher dürfen

| Hotellerie Hotellerie

Von diesem Freitag an können Einwohner von Mecklenburg-Vorpommern im eigenen Land Urlaub machen - doch ihre Auswahl an Ferienhotels ist nicht üppig. Viele Anbieter öffnen erst im Juni, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag ergab. Hintergrund ist, dass die Landesregierung am 11. Mai als Öffnungstermin den 7. Juni für Einheimische und den 14. Juni für alle Urlauber genannt hatte. Nach einem überraschen starken Rückgang der Corona-Infektionszahlen zog die Regierung am Mittwoch die Termine auf den 28. Mai beziehungsweise 4. Juni vor.

In Heringsdorf auf Usedom starten die meisten Hotels am 4. Juni, wie eine Mitarbeiterin der Kurverwaltung sagte. Auch in Binz auf Rügen hieß es, der größere Teil der Hotels werde erst am 4. Juni öffnen. Die vorgezogene Urlaubsmöglichkeit für Einheimische ab dem 28. Mai sei zu kurzfristig gekommen, um die nötigen Vorbereitungen treffen zu können.

Das Hotel Neptun in Warnemünde bleibt sogar bei seinem Öffnungstermin 14. Juni. Das Grand Hotel Heiligendamm startet am 10. Juni und damit ebenfalls später als möglich. Ein Haus dieser Größe und dieses Standards benötige einen gewissen Vorlauf, um alle Reservierungssysteme und -kanäle und sowie das gesamte Resort mit seinem umfangreichen Angebot wieder zu öffnen, erklärte eine Sprecherin. Das Strandhotel Fischland in Dierhagen startet am 4. Juni, die beiden Hotels im Ferienkomplex Weiße Wiek im Ostseebad Boltenhagen am 7. Juni.

Die Urlaubsquartiere in Mecklenburg-Vorpommern sind für den Sommer bisher zu etwa zwei Drittel gebucht, wie der Geschäftsführer des Landestourismusverbandes, Tobias Woitendorf, sagte. Aufgrund der Unklarheit der vergangenen Tage und Wochen und des «gefühlten Hin und Her» bei den Öffnungsperspektiven habe die Branche auch Stornierungen hinnehmen müssen. Umso wichtiger sei es, jetzt Klarheit zu haben. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Österreichs Hotels erwarten für die Wintersaison stabile Übernachtungszahlen, aber rückläufige Betriebsergebnisse. Hohe Beschäftigungskosten, zurückhaltende Gästeausgaben und erschwerte Finanzierungen belasten die Betriebe.

Six Senses plant für 2027 vier Neueröffnungen in Mailand, Spanien, Tel Aviv und Saudi-Arabien. Vorgesehen sind Stadthotels, ein Resort auf einem historischen Anwesen und eine Anlage in einer Wüstenlandschaft.

Das Designer Motel glockna in Fusch an der Großglocknerstraße hat fünf Chalets und einen Infinitypool fertiggestellt. Die Eröffnung des Hotels mit Zimmern, Suiten, Spa und Restaurant ist für den 19. Dezember 2026 geplant.

Hotels unter einer Marke stellen inzwischen 45,5 Prozent der Hotelzimmer in Deutschland. Der DACH-Bericht von Horwath HTL dokumentiert steigende Markenanteile in allen drei Ländern und die Expansion durch Marken- und Betreiberwechsel.

Charlotte Pauls ist in den Bremer Familienbetrieb rund um das Hotel Munte eingetreten. Sie und ihr Cousin Luca vertreten die fünfte Generation der Unternehmerfamilie und sollen Mitte 2027 gemeinsam die Betriebsleitung übernehmen.

Premier Inn meldet zehn Hoteleröffnungen und 19 Prozent mehr Halbjahresumsatz in Deutschland. Zugleich steigt der bereinigte Vorsteuerverlust auf acht Millionen Pfund. Für das Gesamtjahr hält Whitbread am Gewinnziel für Deutschland fest.

Relais & Châteaux stellt seinen 580 Mitgliedern die Plattform MyImpact zur Verfügung. Sie erfasst CO₂-Bilanzen der Hotels und schätzt mögliche Emissionsminderungen; ab 2027 sollen betriebliche Praktiken auch in die Bewertung der Häuser einfließen.

May & Co. plant neben dem Kölner Dom ein Hotel mit rund 250 Zimmern. Die Untergeschosse des bestehenden Büro- und Geschäftshauses sollen erhalten bleiben; die Fertigstellung ist für Mitte 2030 vorgesehen.

Die So!Apart 2026 diskutiert das Verhältnis von Hotellerie und Apartmentsegment sowie Fragen zu Finanzierung und Buchungen über KI-Suche. Die Fachtagung findet am 18. und 19. November im Berliner Metropol statt.

 

Die Hotelstars Union sieht Fortschritte bei der Kennzeichnung der Hotelsterne in KI-Assistenten und auf Buchungsplattformen. Sterne sollten ausschließlich für offiziell klassifizierte Hotels verwendet und Bewertungen europaweit einheitlich dargestellt werden.