Villa Florhof eröffnet als erstes Lalique Boutique Hotel in Zürich

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Mit der Villa Florhof hat am 1. August 2026 das erste Lalique Boutique Hotel in Zürich eröffnet. Nach Angaben der Lalique Group wurde dafür ein denkmalgeschütztes Stadthaus an der Florhofgasse nach umfassender Restaurierung als Boutiquehotel mit 13 individuell gestalteten Zimmern und Suiten eröffnet. Die Ursprünge des Gebäudes reichen den Angaben zufolge bis ins 15. Jahrhundert zurück. Der Hotelbetrieb startet rund zwei Wochen, nachdem die Betreiber und der ursprünglich als kulinarischer Leiter vorgesehene Christian Jürgens mitgeteilt hatten, ihre geplante Zusammenarbeit noch vor der Eröffnung einvernehmlich zu beenden.

Zum Hotel gehören laut Betreiber eine Bar & Brasserie mit Gartenterrasse, ein historischer Gewölbekeller, der als Weinkeller genutzt wird, die Salon Davidoff Cigar Lounge sowie ein Signature Restaurant, dessen Eröffnung für den Herbst 2026 vorgesehen sei. Das Haus liegt zwischen Zürcher Altstadt und Universitätsquartier.

Historisches Stadthaus wird nach denkmalgerechter Restaurierung als Hotel genutzt

Die Lalique Group teilt mit, das Gebäude sei in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege restauriert worden. Für Architektur und Interieur zeichne Green & Mingarelli Design verantwortlich. Ergänzt werde die Gestaltung durch eigens entwickelte Kristallpaneele, Glasarbeiten und Leuchten des Lalique Interior Design Studios, die speziell für das Hotel entworfen worden seien.

Nach Angaben des Unternehmens verstehe sich die Villa Florhof als Boutiquehotel mit persönlichem Charakter. Jedes der 13 Zimmer und Suiten sei individuell gestaltet und benannt worden. Die Hauptsuite trage den Namen Suite René Lalique. Der Hauptbahnhof liege rund zehn Gehminuten entfernt, der Flughafen Zürich sei mit der Bahn in etwa zwanzig Minuten erreichbar.

Gebäude blickt auf mehr als fünf Jahrhunderte Geschichte in Zürich zurück

Wie die Lalique Group berichtet, wurde die Villa Florhof 1447 erstmals urkundlich erwähnt. Seit der Mitte des 16. Jahrhunderts sei das Gebäude eng mit dem Zürcher Seidenhandel verbunden gewesen. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten die Eigentümer mehrfach, bevor die Liegenschaft 1908 offiziell als Hotel und Pension eröffnet worden sei. Seit 1973 stehen wesentliche Teile des Gebäudes unter Denkmalschutz. 2022 erwarben die Schweizer Unternehmer Silvio Denz und Peter Spuhler das Gebäude.

Nach Unternehmensangaben entwickelte sich das Haus im Laufe der Jahrzehnte zu einem Aufenthaltsort für Künstler, Schriftsteller und Kulturschaffende. In den Gästebüchern fänden sich unter anderem Günter Grass, Henri Cartier-Bresson, Eugène Ionesco, Michael Ende, Bruno Ganz und Christopher Lee.

Eröffnung folgt auf personelle Änderung im gastronomischen Führungsteam

Die Eröffnung erfolgt wenige Wochen nach einer personellen Veränderung im gastronomischen Bereich des Hauses. Die Villa Florhof und der ursprünglich als kulinarischer Leiter vorgesehene Christian Jürgens hatten am 20. Juli 2026 mitgeteilt, ihre geplante Zusammenarbeit noch vor der Eröffnung einvernehmlich zu beenden. Gründe für diese Entscheidung nannten die Betreiber nicht.

Die Brasserie wird nach Angaben des Hotels von John Schiffmann und Christian Hoffmann geführt. Das Signature Restaurant im ersten Obergeschoss soll wie geplant im Spätherbst 2026 eröffnen. Wer dort künftig die Küchenleitung übernehmen wird, hat das Hotel bislang nicht bekanntgegeben.

Mit der Eröffnung erweitert Lalique Hospitality nach eigenen Angaben seine Kollektion. Zu ihr gehören bereits die Villa René Lalique und das Château Hochberg im Elsass, das Château Lafaurie-Peyraguey in Bordeaux sowie das The Glenturret Lalique Restaurant in Schottland. Betreiber der Villa Florhof ist die Lalique Group. Die Gesamtleitung des Hauses liegt bei Tanja Wegmann. Eigentümer der Liegenschaft sind Silvio Denz und Peter Spuhler. Am Hotelbetrieb sei Peter Spuhler nach Angaben des Unternehmens jedoch nicht beteiligt.

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