VIR und TrustYou-Studie: Beliebteste Wintersportorte der Alpen

| Hotellerie Hotellerie

Grünten, Fanningberg und Motta Naluns Scuol sind die Publikumslieblinge in den Alpen: Das ist das Hauptergebnis einer Analyse, die der Verband Internet Reisevertrieb e.V. (VIR) in Zusammenarbeit mit dem Bewertungsspezialisten TrustYou erhoben hat. Sie haben die Alpen-Skiorte des deutschsprachigen Raumes im Hinblick auf die Hotelbewertungen untersucht und jeweils eine Top fünf Liste der Regionen in drei Ländern erstellt, die bei den Gästen am besten abschneiden. Mit Werten von deutlich über 90 fiel der jeweilige Score der Bestplatzierten in Deutschland überaus gut aus – fast auf die gleichen Werte kamen die beliebtesten Orte in Österreich. Nur in der Schweiz lagen die Scores der Top fünf geringfügig niedriger.

Rettenberg mit dem Skigebiet Grünten sichert sich ersten Platz in deutschen Alpen

Am stärksten überzeugen kann hierzulande der Ort Rettenberg mit dem Skigebiet Grünten in der Gesamtwertung. Auf den Folgerängen landen die Skigebiete rund um Brauneck mit der Ortschaft Lenggries, Mittenwald mit der Skiregion Kranzberg sowie Oberammergau mit seinen vier Skigebieten. Betrachtet man das Thema „Food“ bei den Top fünf isoliert, so sichert sich Grünten auch hier den besten Platz. Gleiches gilt für Servicequalität und Wellnessangebot mit dem Maximalwert von 100 Punkten. Die Hotels im Wintersportgebiet Oberammergau punkteten dagegen in der Sparte Preis-Leistung.

Deutschland: Top 5 (aus 30 Skiorten) mit Bewertungsnote

  1. Rettenberg (Grünten) 95.932 
  2. Oberstaufen (Hochgrat und andere) 94.983
  3. Lenggries (Brauneck) 93.654
  4. Mittenwald (Kranzberg )93.435
  5. Oberammergau (AktivArena am Kolben und andere) 93.18

Mariapfarr mit Skigebiet Fanningberg setzt sich in Österreich an die Spitze

Im Nachbarland Österreich schneiden die Hotels in Mariapfarr im Skigebiet Fanningberg am besten ab. Dahinter liegen die Orte Waidring mit dem Skigebiet Steinplatte sowie St. Margarethen mit Katschberg-Aineck. Platz vier und fünf gehen an Andelsbuch sowie Flachauwinkl-Kleinarl. Nimmt man auch hier die Unterkategorien unter die Lupe, so erzielt die Nummer eins in der Gesamtwertung auch das beste Ergebnis in puncto Kulinarik sowie Service. Beim Thema Preis-Leistung sind der Sieger sowie Flachauwinkl-Kleinarl gleichauf mit einem Score von 100. Bei der Zufriedenheit des Wellness-Angebots setzt sich Flachauwinkl-Kleinarl an die Spitze.

Österreich: Top 5 (aus 112 Skiorten) mit Bewertungsnote

  1. Mariapfarr (Fanningberg) 95.262
  2. Waidring (Steinplatte) 94.323
  3. St. Margarethen (Katschberg-Aineck) 94.174
  4. Andelsbuch & Bezau (Andelsbuch) 93.905
  5. Kleinarl (Flachauwinkl–Kleinarl) 93.82

Motta Naluns Scuol macht das Rennen in der Schweiz:

Den vordersten Platz in der Schweiz kann sich Motta Naluns Scuol mit der Ortschaft Scuol sichern. Rang zwei geht an Samnaun und die die Silvretta Arena. Auf Platz drei bis fünf landen die Orte der Aletsch Arena, Flumserberg und Matterhorn Ski Paradise mit dem Ort Zermatt.

Schweiz: Top 5 (aus 29 Skiorten) mit Bewertungsnote

  1. Scuol (Motta Naluns Scuol) 92.612
  2. Samnaun (Silvretta Arena) 92.313
  3. Riederalp/Bettmeralp/Fiescheralp (Aletsch Arena) 92.054
  4. Flumserberg/Unterterzen (Flumserberg) 90.985
  5. Zermatt (Matterhorn Ski Paradise) 90.38

Neben den übergeordneten Hotelbewertungen in den untersuchten Orten haben sich der VIR und TrustYou in der Schweiz ebenfalls einzelne Kategorien näher angesehen. Auch beim Thema „Food“ hat der Gesamtsieger die Nase vorn und landet auf dem ersten Rang. Wenn es um die Bewertung der Service-Qualität geht, ist die Silvretta Arena Samnaun mit 97,91 Punkten nahe an der Perfektion. Einen ähnlichen Wert erreicht auch die Aletsch Arena. Betrachtet man die Kategorie „Value“ – also das Preis-Leistungsverhältnis – so setzt sich die Silvretta Arena an die Spitze der Auswertung. Darüber hinaus kann das Ski-Gebiet den Siegertitel in der Sparte Wellness für sich verbuchen.

Zur Untersuchung: Analysiert wurden Hotelbewertungen in Alpenorten im Raum Deutschland, Österreich sowie in der Schweiz. Voraussetzung war eine Mindestanzahl von 500 Hotel-Gästebewertungen. Der untersuchte Zeitraum umfasste die Zeitspanne von Oktober 2018 bis April 2019.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Insolvenz der Revo Hospitality Group hat die deutsche Hotellerie in Mark und Bein erschüttert. Dirk Iserlohe, Aufsichtsratsvorsitzender der Dorint-Hotelgruppe, hat sich in zwei öffentlichen Statements zu Wort gemeldet. Doch beim Vergleich seiner Analysen zeigt sich ein bemerkenswerter kommunikativer Spagat zwischen interner Manöverkritik und politischem Lobbyismus.

Die Chocolate on the Pillow Group vollzieht den Markteintritt in Berlin. Mit einem Managementvertrag für ein Vier-Sterne-Superior-Hotel an der Fischerinsel setzt das Unternehmen auf eine Zusammenarbeit mit Immobilieneigentümern und eine Fokussierung auf investierbare Hotelprodukte.

COMO Hotels and Resorts eröffnet im Mai das COMO Cordeillan-Bages. In Kooperation mit der Familie Cazes entsteht in einem historischen Anwesen in Pauillac ein neues Luxusdomizil, das Design von Paola Navone mit exklusivem Zugang zur Welt der Bordeaux-Weine kombiniert.

Eine aktuelle Treugast-Analyse am Beispiel Ruhpolding untersucht die Auswirkungen von Hotelneueröffnungen auf Feriendestinationen. Die Ergebnisse belegen, wie kapazitätsstarke Leitbetriebe das Nachfragewachstum nachhaltig fördern und bestehende Angebotslücken schließen können.

Mit der Eröffnung von 27 neuen Hotels hat Marriott International im Jahr 2025 die Marke von 200 Häusern in der DACH-Region überschritten. Das Wachstum wird maßgeblich durch Konvertierungen in allen Segmenten getrieben.

Mit der Eröffnung des Adagio Access Nanterre baut Adagio die Kapazitäten im Großraum Paris weiter aus. Das neue Haus mit 132 Apartments in direkter Nähe zum Geschäftsviertel La Défense zielt primär auf Geschäftsreisende und Langzeitgäste ab.

Booking Holdings verzeichnet ein über den Erwartungen liegendes Wachstum bei den Bruttobuchungen und passt die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr nach oben an. Zudem investiert der Konzern verstärkt in Technologie und Marketing.

Die Accor-Gruppe schließt das Geschäftsjahr 2025 mit einem deutlichen Gewinnplus ab und übertrifft die eigenen Finanzziele. Während die Lifestyle-Sparte zweistellig wächst, normalisiert sich das Geschäft auf dem deutschen Markt nach einer Schwächephase wieder.

Die Hotelgruppe Dormero expandiert weiter auf dem österreichischen Markt und übernimmt das bisherige Amedia Hotel Wels. Das Haus am Welser Stadtplatz, das vielen noch unter dem Namen Kremsmünsterer Hof bekannt ist, war zuvor Teil der Amedia Hotel GmbH. Diese gehört zur Revo Hotelgruppe und befindet sich derzeit in einem Insolvenzverfahren.

Ein 20-jähriger Hacker hat das Online-Bezahlsystem von Reiseportalen ausgetrickst und Luxus-Suiten für nur einen Cent gemietet. Die Flucht in den Luxus endete für den jungen Spanier schließlich im Madrider Hotel Ritz – auch wegen seiner eigenen Mitteilsamkeit in den sozialen Medien.