Vorwurf Preisabsprachen - STR-Mutter CoStar und große Hotelsmarken verklagt

| Hotellerie Hotellerie

Der US-Informationsanbieter CoStar sowie mehrere Hotelunternehmen wie Hilton, Hyatt und Marriott müssen sich in den USA mit einer Klage auseinandersetzen. Der Vorwurf: illegale Preisabsprachen, um die Zimmerpreise künstlich hoch zu halten. Wie unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, reichten sieben Einwohner von Kalifornien, Florida, Illinois und anderen Bundesstaaten am Dienstag beim Bundesgericht in Seattle Klage ein und forderten Schadensersatz nach US-Kartellrecht. Weitere Beklagte sind InterContinental Hotels, Loews und die US-Tochtergesellschaft von Accor. 

Den Berichten zufolge wird CoStar vorgeworfen, dass die Tochtergesellschaft STR wettbewerbsrelevante Informationen an fünf ihrer zahlenden Kunden weitergegeben haben soll. So soll es ihnen ermöglicht worden sein, ihre Hotelpreise künstlich zu erhöhen. Die Daten informierten die Hotelbetreiber demnach unter anderem über Zimmerpreise und Auslastung. In der Klage wurde behauptet, die Hotels hätten diese Daten dazu genutzt, um ihre Zimmerpreise um durchschnittlich vier Prozent zu erhöhen. 

„Teddy Roosevelt hat die Kartellgesetze erlassen, um die Titanen der Industrie daran zu hindern, in verrauchten Räumen Preisabsprachen zu treffen“, sagte der Hauptanwalt der Kläger, Steve Berman, laut Reuters und nannte das Verhalten der Angeklagten das „moderne Äquivalent“. Die Anschuldigungen basieren teilweise auf Zeugenaussagen, darunter eines Software-Ingenieurs bei STR und eines Direktors für Revenue Management bei Marriott.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Für 165 Hotels der insolventen REVO Hospitality Group sind Investorenlösungen gefunden worden. Der überwiegende Teil der rund 5.450 Hotelarbeitsplätze soll erhalten bleiben. Dagegen werden die Arbeitsverhältnisse von 450 Mitarbeitern der Unternehmenszentrale nicht fortgeführt.

Bei den Akzent Hotels haben in den vergangenen Monaten fünf Häuser innerhalb des Netzwerks einen Generationswechsel vollzogen. Die neuen Betriebsleiter rekrutierten sich dabei aus der Gruppe der sogenannten Jungen Akzentler.

Das Davoser Fünf-Sterne-Hotel Seehof stellt seinen Sommerbetrieb zum 14. Juni 2026 ein. Die Betreiberin Revo Hospitality Group verweist auf Synergien mit dem ebenfalls in Davos betriebenen Grandhotel Belvédère.

Die Motel One Group hat zum 1. Juni 2026 zwei bislang von der Revo Hospitality Group betriebene Hotels in Kiel übernommen. Für die Immobilien wurde ein neuer Mietvertrag über 25 Jahre abgeschlossen.

Die Bülow AG hat den Verkaufsprozess für den Porsche Design Tower Stuttgart gestartet. Das 2023 fertiggestellte Gebäude umfasst Hotel- und Büroflächen mit insgesamt rund 16.500 Quadratmetern Mietfläche.

Das Flensburger Boutiquehotel Petuh begeht sein fünfjähriges Bestehen. Nach einer umfassenden Sanierung infolge einer Sturmflut im Jahr 2023 setzt das Haus weiter auf eine Ausrichtung für Erwachsene, die Abstand vom Alltag suchen.

Das ehemalige Grandhotel Hessischer Hof in Frankfurt am Main hat zum 1. Juni 2026 als Taj Hessischer Hof Frankfurt wieder eröffnet. Betreiber ist die Indian Hotels Company Limited. Das Hotel war seit Ende 2020 geschlossen. Mit der Wiedereröffnung bringt die indische Hotelmarke Taj ihr Angebot erstmals auf das europäische Festland.

Das Hotel Golebiewski in Pobierowo eröffnet Ende Juni mit 500 Zimmern und umfangreichen Freizeitangeboten. Das Projekt gilt als größtes Hotel an der polnischen Ostseeküste und strebt eine Kapazität von über 1.200 Zimmern an.

SV Deutschland übernimmt ab September die exklusive Verantwortung für den Hospitality-Betrieb im neuen Präventionszentrum Previer in der Hamburger HafenCity. Das Leistungsspektrum umfasst die Verpflegung sowie den Betrieb von 234 Zimmern.

Anzeige

Das Restaurant ist montags halb leer. Die Lobby steht tagsüber weitgehend ungenutzt. Zehn Zimmer bleiben unter der Woche regelmäßig frei. Solche Situationen kennen die meisten Hoteliers. Lange Zeit lautete die zentrale Frage: Wie bekommen wir diese Kapazitäten verkauft? Heute stellen sich viele Häuser eine zweite Frage: Wie können wir sie nutzen?