Weissenhaus-Resort setzt auf digitale Finanzierungsmodelle

| Hotellerie Hotellerie

Die Finexity Group übernimmt als leitender Anlageverwalter die langfristige strategische Finanzierungsbegleitung für das Weissenhaus Private Nature Luxury Resort an der Ostsee. Im Rahmen der Zusammenarbeit wird die Weiterentwicklung der Hotelanlage über den Kapitalmarkt gesteuert. Das Vorhaben läuft unter der Zielsetzung einer umfassenden Neuausrichtung des Standorts.

Strukturierung einer Millionen-Anleihe für den Ausbau

Aktuell erfolgt die Platzierung einer ersten tokenisierten Anleihe, die durch eine Grundschuld besichert ist. Das Volumen dieser Emission beläuft sich auf 1,5 Millionen Euro. Die Mittel sind primär für die Erweiterung der Zimmerkapazitäten sowie für die Erneuerung von Möbeln, Einbauten und der Ausstattung vorgesehen. Während sich dieses erste Angebot vorrangig an Privatanleger richtet, verzeichnet das Unternehmen bereits ein deutliches Interesse von institutionellen Geldgebern.

„Weissenhaus ist ein echtes Signature Asset“, sagt Paul Huelsmann, Vorstandsvorsitzender der Finexity Group. „Tokenisierung eröffnet gerade bei realwertbasierten Assets neue Möglichkeiten. Sie verbindet institutionelle Strukturierungsstandards mit effizienter Distribution, höherer Transparenz und einem modernen Investorenansatz. Dass Weissenhaus diesen Weg gemeinsam mit uns geht, ist ein starkes Signal für den Markt.“

Aufgrund der hohen Nachfrage ist bereits eine weitere Emission geplant. Diese nächste Anleihe soll ein Gesamtvolumen von bis zu 20 Millionen Euro umfassen. Dabei wird der Schwerpunkt verstärkt auf professionelle und semi-professionelle Anleger gelegt. Beteiligungen für private Investoren sind in diesem Rahmen nur selektiv und bei höheren Mindestbeträgen vorgesehen. Aus dieser geschäftlichen Verbindung erwartet Finexity Umsätze in einer Höhe im unteren siebenstelligen Euro-Bereich.

Neuausrichtung der operativen Managementstruktur

Parallel zur finanziellen Neugestaltung wurde die operative Struktur des Resorts seit dem Spätsommer 2025 angepasst. Ein neues Führungsteam mit internationaler Erfahrung sowie ein Fachbeirat unterstützen seither den Eigentümer Jan Henric Buettner. Ziel dieser personellen Erweiterung ist es, die Expertise in den Bereichen Hotelbetrieb und Investitionen zu vertiefen, um eine Grundlage für künftiges Wachstum zu schaffen.

Das historische Schlossgut, das eine Fläche von 75 Hektar umfasst, wurde über Jahre durch den Unternehmer Buettner wiederaufgebaut. „Weissenhaus ist als Lebenswerk gedacht und nicht als kurzfristiges Investment“, so Buettner. „Für die nächste Entwicklungsphase war es entscheidend, einen Partner zu finden, der diese Perspektive versteht und zugleich über fundierte Kapitalmarktexpertise verfügt. Finexity verbindet strategisches Verständnis und professionelle Strukturierung.“

Kapitalmarktzugang durch digitale Infrastruktur

Die Zusammenarbeit umfasst die gesamte Begleitung von der Erarbeitung der Unternehmensgeschichte bis hin zur Platzierung am Markt. Michael Ost, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Finexity Group, betont die Bedeutung eines strukturierten Vorgehens: „Gerade bei außergewöhnlichen Assets wie Weissenhaus reicht eine klassische Finanzierungsperspektive nicht aus. Entscheidend sind eine glaubwürdige Story, Transparenz und ein sauber strukturierter Kapitalmarktzugang. Unsere tokenisierte Infrastruktur ermöglicht genau das – rechtskonform, skalierbar und investorenorientiert.“

Durch die Nutzung einer digitalen Handelsplattform für tokenisierte Investitionen am Privatmarkt sollen institutionelle Standards mit einer effizienten Verteilung des Kapitals kombiniert werden. Dies ermöglicht es dem Resort, die geplanten Modernisierungen und Erweiterungen auf einer breiteren finanziellen Basis umzusetzen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

In einem richtungsweisenden Urteil hat das Landgericht Berlin II festgestellt, dass Booking.com gegenüber zahlreichen Hotels schadensersatzpflichtig ist. Grund für die Entscheidung ist die jahrelange Verwendung von unzulässigen Bestpreisklauseln. Das Gericht gab der Feststellungsklage von insgesamt 1.099 Klägern statt.

Das Landgericht Berlin hat deutschen Hotels in ihrem Kampf gegen die langjährige Verwendung von Bestpreisklauseln durch das in Amsterdam ansässige Online-Buchungsportal Recht gegeben, berichtet der Hotelverband Deutschland: Wie der Verband mitteilt, habe Booking.com gegen Kartellrecht verstoßen und müsse die Hoteliers für die entstandenen finanziellen Schäden kompensieren.

Wyndham Hotels & Resorts erweitert die eigene Präsenz im Mittelmeerraum und eröffnet mit dem Wyndham Corfu Acharavi das erste Haus der Marke auf der griechischen Insel Korfu.

Four Seasons expandiert nach Rio de Janeiro. Durch die Revitalisierung des bekannten Marina Palace im Viertel Leblon soll bis 2029 ein neues Luxushotel mit 120 Zimmern und Rooftop-Konzept direkt am Atlantik entstehen.

Das Seehotel Frankenhorst in Schwerin begeht im Dezember ein doppeltes Jubiläum. Das Vier-Sterne-Haus blickt auf eine 35-jährige Geschichte zurück und ist seit 30 Jahren als Partner der BWH Hotels Central Europe angeschlossen.

Das Althoff Seehotel Überfahrt hat mit der neuen Signature Suite den ersten Schritt einer umfassenden Modernisierung vollzogen. Die 220 Quadratmeter große Suite bildet den Auftakt für eine bauliche Transformation des Hauses, die bis zum Jahr 2026 fortgeführt wird.

Die Hannoveraner Familie Rüter übernimmt das seit 1698 bestehende Hotel Haase in Laatzen. Trotz des Eigentümerwechsels setzen die Beteiligten auf personelle Beständigkeit in der Führung.

Nach einer umfassenden Transformation öffnet das Berghotel Wald und Wiesn in Balderschwang seine Türen. Die ehemalige Skihütte setzt nach einer neunmonatigen Bauzeit auf ein ganzjähriges Konzept mit Wellness- und Tagungsschwerpunkt sowie eine moderne energetische Infrastruktur auf Basis von Geothermie.

Das Unternehmen Sicon Hospitality hat sein Portfolio an Serviced Apartments in Hamburg erweitert. Mit dem Betrieb „Hub Apartments St. Georg“ in der Stiftstraße verfügt die Gruppe nun über sechs Standorte in der Hansestadt. Mit den neuen 58 Einheiten bewirtschaftet das Unternehmen in Hamburg insgesamt 768 Apartments und Hotelzimmer.

Herfords größtes Hotel hat Insolvenz angemeldet. Hintergrund des Insolvenzantrags sind Liquiditätsschwierigkeiten, unter anderem wegen außerordentlichen, unerwartet hohen Energiekostennachzahlungen. Der Betrieb des Vier-Sterne-Hauses soll vorerst uneingeschränkt weiterlaufen.