Weitere Abrissarbeiten nach Hotel-Einsturz in Kröv geplant

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Für die Suche nach der Ursache des Hotel-Einsturzes im Mosel-Ort Kröv soll das Gebäude weiter abgerissen werden. Am Montag soll es weitere Abrissarbeiten geben, sagte ein Polizeisprecher. Das habe eine Besprechung mit dem für die Ursachensuche zuständigen Gutachter am Vormittag ergeben. Außerdem werde das Schuttmaterial weiter gesichtet. «Das wird noch eine ganze Weile in Anspruch nehmen.»

Zur Ursache lasse sich weiterhin keine Aussage treffen, sagte der Polizeisprecher. Dafür müsse das Gutachten abgewartet werden. In dem Hotel war am späten Dienstagabend vergangene Woche ein komplettes Stockwerk in sich zusammengebrochen. Zwei Menschen starben: eine 64-jährige Frau und der 59 Jahre alte Hotelbetreiber. Sieben weitere Menschen waren über Stunden in den Trümmern gefangen. 

Verletzter Niederländer verlegt

Ein bei dem Unglück verletzter Niederländer ist am Montag zur weiteren Behandlung in sein Heimatland gebracht worden. Das teilte seine Frau in den sozialen Medien mit. Der 26 Jahre alte Vater gehört zu den sieben Verletzten, die nach dem Unglück aus den Trümmern gerettet wurden. Seine Frau und deren zweijähriger Sohn wurden ebenfalls nach Stunden gerettet, sie wurden nur leicht verletzt. Die Frau rief in den sozialen Medien dazu auf, für ihren Mann zu beten.

Der 26-jährige Niederländer wurde zuvor in einem Trierer Krankenhaus auf der Intensivstation behandelt. Am Sonntagmorgen lag er laut Polizei noch im künstlichen Koma. Angehörige der niederländischen Familie hatten am Sonntag beim Gottesdienst in Kröv gesprochen und den Rettungskräften gedankt. «Wir vertrauen, dass er ganz gesund wird. Die Ärzte sind gut», sagt der Vater des Verletzten, Auke Hoefnagel, in einer Ansprache am Ende des Gottesdienstes.

Videobotschaft mit Dank an Retter

Die junge Mutter dankte den Rettungskräften in einer auf sozialen Medien veröffentlichten Videobotschaft. «Es ist nicht in Worten auszudrücken, wie dankbar wir sind», sagte sie auf deutsch. Sie sei froh gewesen, als sie das «freundliche Teddybären-Gesicht des ersten Rettungshelfers» gesehen habe. Gott habe ihr einen Schutzengel geschickt. «Wir sind völlig unverletzt rausgekommen», sagte sie über sich und ihren zweijährigen Sohn. Wie als Beweis zeigte sie den Rock in die Kamera, den sie in der Unglücksnacht getragen habe. Dieser sei völlig unbeschädigt geblieben.

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