Weniger Gäste und Übernachtungen in Rheinland-Pfalz

| Hotellerie Hotellerie

Nach einem vergleichsweise glimpflichen Tourismus-Jahr 2020 ist die Zahl der Besucher in Rheinland-Pfalz im vergangenen Jahr eingebrochen. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Untersuchung des Statistischen Landesamtes in Bad Ems hervor.

Von Januar bis September 2021 wurden in Rheinland-Pfalz 27 Prozent weniger Gäste und 20 Prozent weniger Übernachtungen gezählt als in den ersten drei Quartalen 2020. Damit sah es in Rheinland-Pfalz im ersten Corona-Jahr noch besser aus als in vielen anderen Bundesländern. In Deutschland lagen die Gästezahlen 2021 in den ersten neun Monaten um 20 Prozent und die Übernachtungszahlen um 11 Prozent unter dem Niveau von Januar bis September 2020.

Für die schwache Entwicklung im Frühsommer 2021 machten die Statistiker das Ausbleiben der Urlauberinnen und Urlauber aus den Niederlanden als einen wichtigen Grund aus. Niederländer spielen für den Tourismus in Rheinland-Pfalz traditionell eine große Rolle. Aber auch aus dem Inland seien weniger Gäste in die Region gekommen. Verschärft wurde die angespannte Situation Mitte Juli der Untersuchung zufolge durch die Flutkatastrophe im Nordwesten des Landes. Dabei wurde das Ahrtal besonders stark verwüstet, aber auch Teile der Regionen Eifel, Mosel-Saar und Rheintal waren betroffen.

Im Ahrtal wurden in den ersten neun Monaten 2021 nur halb so viele Übernachtungen registriert wie im Vorjahreszeitraum. Gegenüber dem Zeitraum im Vor-Corona-Jahr 2019 liegt das Minus sogar bei 70 Prozent. Die zweitstärksten Einbußen gab es in der Eifel, die in Teilen ebenfalls von der Flut betroffen war. Dort lagen die Übernachtungen in den ersten neun Monaten 2021 um 28 Prozent unter dem Vorjahresniveau und waren etwa um die Hälfte geringer als von Januar bis September 2019. Auch in der Region Mosel-Saar dürfte sich nach Einschätzung des Landesamtes unter anderem die Flutkatastrophe in den Übernachtungszahlen bemerkbar machen. Sie waren um 24 Prozent niedriger als in den ersten drei Quartalen 2020 und lagen um knapp 40 Prozent unter dem Vorkrisenniveau von 2019. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Steigenberger Icon Frankfurter Hof begeht sein einhundertfünfzigjähriges Bestehen mit speziellen kulinarischen Angeboten und historischen Bezügen. Das Grandhotel blickt dabei auf eine lange Tradition als Treffpunkt internationaler Gäste zurück.

Premier Inn hat in Eschborn bei Frankfurt sein 74. Hotel in Deutschland eröffnet. Das neue Haus ist nach Unternehmensangaben zugleich das erste Premier-Inn-Hotel in Deutschland, das in Modulbauweise errichtet wurde.

AlpenParks hat den Betrieb des Designhotels The Secret Sölden übernommen. Mit dem Standort im Ötztal erweitert die österreichische Hotelgruppe ihr Portfolio auf 20 Hotel- und Apartmentanlagen.

Bei den 44. Baden-Württembergischen Jugendmeisterschaften des Gastgewerbes in Calw haben sich 33 Auszubildende in fünf Ausbildungsberufen gemessen. Der DEHOGA Baden-Württemberg zeichnete die Landessieger aus und verwies zugleich auf stabile Ausbildungszahlen.

Leonardo Hotels startet mit der Eröffnung des Leonardo Smart Vienna Airport eine neue Marke. Das Gebäude in Holzbauweise umfasst 510 Zimmer und zielt auf funktionale Ansprüche von Reisenden am Flughafen Wien.

Ab 33 Grad stehen hitzegeplagten Mainzerinnen und Mainzern wieder klimatisierte Zimmer in einigen Hotels vergünstigt zur Verfügung. Die vor einem Jahr entstanden Aktion geht in die Verlängerung.

Anzeige

Folge 7 des HotelPartner-Podcasts „AUSGEBUCHT!“ beleuchtet das Thema Revenue Management mal abseits von Dynamic Pricing und Co. Gastgeber und CEO Oliver Meyer spricht mit Matthias Knappe, Head of Revenue Management bei den Cocoon Hotels darüber, warum Positionierung und Nachhaltigkeit genauso zum modernen Revenue Management gehören wie Pricing – und noch viel mehr.

Nach den im Februar 2026 bekannt gewordenen Vorwürfen gegen mehrere Küchenmitarbeiter hat das Interalpen-Hotel Tyrol seine Küchenleitung neu aufgestellt und ein umfassendes Präventionsprogramm mit externen Fachleuten eingeführt.

Brown Hotels steigt mit der Übernahme von sechs Hotels erstmals in den deutschen Markt ein. Nach bisherigem Stand berichtet bislang ausschließlich das israelische Branchenportal Passport News über die Transaktion, zu der auch das Berliner Excelsior Hotel gezählt wird. Auch Revo-Hotels sollen zu dem Deal gehören.

Das legendäre ICC in Berlin soll nach Jahren als «Lost Place» zum Hotspot für Kunst und Kreativwirtschaft werden. Der Senat empfiehlt die Vergabe an eine Gruppe, die ein neues Kongresshotel anbauen will.