Wie aus einem H-Plus-Hotel innerhalb von sechs Monaten ein Moxy wurde

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SV Hotel hat Anfang Februar 2026 das Moxy Zurich eröffnet. Das Hotel mit 162 Zimmern im Zürcher Kreis 5 entstand aus dem ehemaligen H-Plus-Hotel. Wie Marco Meier, Managing Director SV Hotel, in einem im Juli 2026 veröffentlichten Gespräch erläuterte, sei das Projekt die erste Umwandlung eines bestehenden Hotels für das Unternehmen gewesen. Nach seinen Angaben standen nach dem Auszug des bisherigen Betreibers lediglich sechs Monate für Umbau und Neugestaltung zur Verfügung.

Nach Ausschreibung erhielt SV Hotel den Zuschlag für den Betrieb

Nach Angaben Meiers gehörte die Immobilie der UBS. Das frühere H-Plus-Hotel habe das Gebäude als Mieter betrieben. Nachdem der bestehende Betreibervertrag nicht verlängert worden sei, habe die Eigentümerin einen neuen Betreiber gesucht und hierzu eine Ausschreibung durchgeführt.

SV Hotel habe sich dabei mit dem Moxy-Konzept als Franchise-Marke von Marriott durchgesetzt. Für das Unternehmen sei das Projekt das 32. Hotel, zugleich aber die erste Umwandlung eines bestehenden Hauses gewesen. Bis dahin habe SV Hotel ausschließlich Neubauprojekte realisiert.

Umbau verwandelte das bestehende Hotel innerhalb von sechs Monaten

Den Vertrag habe SV Hotel Ende Juni unterzeichnet, erklärte Meier. Wegen einer einjährigen Kündigungsfrist habe der bisherige Betreiber das Hotel zunächst weitergeführt. Nach der Übergabe des Gebäudes habe dem Unternehmen lediglich ein halbes Jahr zur Verfügung gestanden, um das Hotel vollständig umzubauen und als Moxy zu eröffnen.

Das Anfang Februar 2026 eröffnete Hotel verfügt über 162 Zimmer auf fünf Etagen. Nach Angaben des Unternehmens gehören eine offene Lobby mit Bar, Lounge- und Arbeitsbereichen sowie ein rund um die Uhr geöffneter Fitnessbereich zur Ausstattung. Das Haus richtet sich demnach sowohl an Geschäftsreisende als auch an Städtereisende.

Als Vorteil eines bestehenden Hotels nannte Meier unter anderem, dass keine zusätzlichen Zimmer auf den Markt kämen und bereits Erfahrungswerte zum Standort vorlägen. Zudem habe Marriott zugelassen, einzelne vorhandene Elemente des Gebäudes weiter zu nutzen. Dadurch habe sich nach seinen Angaben flexibler mit den Baukosten arbeiten lassen.

Betreiber passte das Konzept an Standort und Umfeld an

Zur Entscheidung für die neue Ausrichtung erklärte Meier, er gehe davon aus, dass sich das Umfeld des Hotels seit Beginn des früheren Betreibervertrags verändert habe. Aus seiner Sicht passe das Moxy-Konzept besser zum Quartier sowie zur Lage in der Nähe des Letzigrund-Stadions.

Für die ersten Betriebsmonate zeichne sich nach seinen Angaben ein gemischtes Gästebild ab. Unter der Woche nutzten viele Geschäftsreisende das Hotel. An Wochenenden reisten verstärkt Freizeitreisende sowie Besucher von Veranstaltungen in Zürich an. Hinzu kämen Gäste, die gezielt Hotels der Marriott-Gruppe buchten.

Auslastung und Zimmerpreis gelten als wichtigste Erfolgsmaßstäbe

Ob die Umnutzung des Hauses erfolgreich sei, lasse sich nach Einschätzung Meiers vor allem anhand wirtschaftlicher Kennzahlen beurteilen. Als maßgeblich nannte er Auslastung, den durchschnittlichen Zimmerpreis (ADR) sowie die Entwicklung der Gästezufriedenheit. Ein Vergleich mit dem früheren Betreiber sei jedoch nur eingeschränkt möglich, da SV Hotel dessen Geschäftszahlen nicht kenne.

Grundsätzlich eigne sich eine grundlegende Neupositionierung aus seiner Sicht insbesondere dann, wenn ohnehin größere Investitionen oder eine umfassende Renovierung anstünden. Dann stelle sich die Frage, ob das bisherige Konzept fortgeführt oder das Hotel neu ausgerichtet werden solle.

Interview auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=ei1Z4I6hm3s

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