Wien dominiert österreichischen Hoteltransaktionsmarkt im Jahr 2025

| Hotellerie Hotellerie

Der österreichische Hotelimmobilienmarkt verzeichnete für das Jahr 2025 eine deutliche Erholung. Nach einer Analyse des Spezialisten Christie & Co stieg das gesamte Transaktionsvolumen auf rund 480 Millionen Euro, was einem Zuwachs von 43 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Entwicklung wird maßgeblich durch die Rückkehr ausländischer Kapitalgeber und eine starke Konzentration auf den Standort Wien getragen.

Internationale Investoren kehren zurück

Ein wesentliches Merkmal des Marktgeschehens im Jahr 2025 ist der Umschwung bei der Herkunft der Investoren. Während 2024 noch inländische Käufer mit einem Anteil von 71 Prozent dominierten, entfielen im Jahr 2025 etwa 77 Prozent des Volumens auf ausländische Investoren. Besonders aktiv zeigten sich dabei Akteure aus Deutschland und der Schweiz, auf die rund 60 Prozent des ausländischen Transaktionsvolumens entfielen. Als Gründe für dieses Engagement gelten stabilere Finanzierungsbedingungen sowie eine robuste operative Leistung der Hotels, insbesondere in der Bundeshauptstadt.

Fokus auf die Bundeshauptstadt und das Premiumsegment

Die regionale Verteilung des Kapitals bleibt stark konzentriert: Etwa 81 Prozent des gesamten Transaktionswertes wurden in Wien generiert. Maßgeblich hierfür waren vor allem zwei Verkäufe im Luxussegment, das Vienna Marriott Hotel und das The Ritz-Carlton, Vienna, die jeweils ein Volumen von über 100 Millionen Euro aufwiesen. Weitere relevante Abschlüsse umfassten das 25hours Wien sowie Objekte außerhalb der Hauptstadt wie das Meininger Salzburg und das Motel One Linz-Hauptplatz.

Hinsichtlich der Hotelkategorien entfiel mehr als die Hälfte des Kapitals auf die Bereiche Upper-Upscale und Luxus. Gemessen an der Anzahl der Deals bildeten hingegen die Segmente Upscale und Upper-Upscale mit rund 50 Prozent den Schwerpunkt.

Entwicklung der Renditen und Marktdynamik

Die Spitzenrenditen für gut positionierte Kernimmobilien (Core-Assets) bewegten sich 2025 zwischen 5,0 Prozent und 5,5 Prozent und lagen damit leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Diese moderate Kompression wird auf die vorsichtige Rückkehr institutioneller Investoren und die Stabilisierung am Finanzierungsmarkt zurückgeführt.

Ausblick auf das Jahr 2026

Für das laufende Jahr wird eine Fortsetzung des hohen Transaktionsniveaus erwartet. In Wien befinden sich bereits namhafte Immobilien in aktiven Verkaufsphasen. „Mit Blick auf 2026 erwarten wir ein äußerst aktives Transaktionsjahr, insbesondere in Wien“, sagt Elena Berwanger, Beraterin für Investment und Vermietung bei Christie & Co. „Mehrere großvolumige, markenstarke Hotels wie das Andaz, das Grand Hotel und das Park Hyatt befinden sich bereits in laufenden Prozessen und zum Teil unmittelbar vor Abschluss. Das unterstreicht die starke Nachfrage im Premiumsegment und die anhaltende Attraktivität des Wiener Marktes für internationale Investoren“.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Laut einem Accor-Bericht priorisieren Gäste die Gesundheit vor der Erschwinglichkeit bei der Speisenauswahl. Der Konzern reagiert mit einer Quote für pflanzliche Gerichte und einer Neuausrichtung seiner Nachhaltigkeitsstrategie.

Das aja Grömitz hat sämtliche 222 Zimmer sowie das Restaurant modernisiert. Die Maßnahmen wurden innerhalb von fünf Wochen im laufenden Betrieb durchgeführt und umfassen ein neues Gestaltungskonzept in Zusammenarbeit mit Hamburger Innenarchitekten.

Das Hotel Bella Vista in Trafoi soll laut Mitteilung am 22. Mai 2026 nach einem umfassenden Umbau wiedereröffnen. Das Haus in Südtirol wurde nach Angaben des Unternehmens architektonisch neu ausgerichtet. Verantwortlich für das Konzept ist der Architekt Matteo Thun, der einen neuen Gebäudeteil mit 24 Suiten entworfen hat.

Eine Studie von Amadeus zeigt: Deutsche Reisende sind bereit, für Ruhe, Sauberkeit und Zusatzleistungen im Hotel mehr zu zahlen. Gleichzeitig verändern sich Erwartungen an Erholung, Technologie und Nachhaltigkeit.

BWH Hotels Central Europe nimmt ein weiteres Haus in sein Portfolio auf. In der Skat-Stadt Altenburg wird ein modernisiertes Hotel unter der Marke Best Western betrieben.

Ringhotels hat seine Jahreshauptversammlung in Höxter mit einem humanoiden Roboter eröffnet. Im Mittelpunkt standen laut Mitteilung zudem Themen wie Künstliche Intelligenz, Cybersicherheit und personelle Veränderungen im Beirat.

In der Hauptstadt sind für die nächsten Monate und Jahre mindestens 116 neue Hotels mit insgesamt mehr als 8.100 Betten geplant. Die Grünen im Senat fordern jetzt einen Entwicklungsplan für Hotels und eine stärkere Steuerung neuer Projekte

Das Hotel Upstalsboom Kühlungsborn feierte sein 15-jähriges Bestehen mit einem moderierten Podiumstalk und einem gemeinsamen Abendessen für Mitarbeiter und Gäste. Die Veranstaltung ist Teil des 50-jährigen Jubiläums der Hotelgruppe.

The Ascott Limited eröffnet im Herbst 2026 das lyf Piccadilly Manchester mit 280 Zimmern. Das neue Haus setzt auf großflächige Gemeinschaftsbereiche und bietet Veranstaltungskapazitäten für bis zu 800 Personen im Zentrum der englischen Stadt.

BWH Hotels Central Europe nimmt das Best Western Hotel Altenburger Land ins Portfolio auf. Das von der Habitels Hospitality Management & Service GmbH betriebene Haus setzt auf ein Designkonzept rund um die lokale Spielkartentradition.