Wyndham kauft Hotelmarke Vienna House

| Hotellerie Hotellerie

Die Wyndham Hotels & Resorts übernehmen die Hotelmarke Vienna House für 44 Millionen Euro von der Berliner HR-Group. Mit der Übernahme erweitert das Unternehmen sein Hotelangebot um rund 40 Hotels mit zusammen mehr als 6.000 Zimmern. Vienna House ist die 23. Marke von Wyndham Hotels & Resorts und ist derzeit in der DACH-Region und in Osteuropa präsent.

Der Deal wird möglich, da die Berliner HR Group (HRG) mit Sitz am gleichen Tag die österreichische Vienna House-Hotelgesellschaft und deren operative Betriebsgesellschaften übernommen hat. Des Weiteren wurde mit dem Zusammenschluss die zeitnahe Übernahme aller Vienna House Immobilien von Vienna House Capital und U City fixiert. HRG gibt als Ziel aus, Europas führender Owner-Operator mit Multi-Brand-Plattform zu werden. (Tageskarte berichtete)

Im Rahmen langfristiger Franchisevereinbarungen mit Wyndham werden die jetzt Vienna House-Hotels weiterhin von der HR Group betrieben und verbleiben in Besitz oder Pacht der europäischen Hotelbetreibergesellschaft. Wyndham beabsichtigt, die Marke Vienna House zukünftig mithilfe seines umfangreichen Marketing- und Franchise-Know-hows weiter auszubauen. Die HR Group konzentriert sich auf ihre Kernkompetenzen als Eigentümer und Betreiber von Hotelimmobilien in ganz Europa. Nach Abschluss der Transaktion wird Vienna House unter dem Markennamen „Vienna House by Wyndham“ geführt.

Durch die Übernahme der Marke kommen allein in Deutschland 28 Hotels hinzu, wobei sich das Deutschland-Portfolio von Wyndham auf 120 Franchise-Hotels und mehr als 19.000 Zimmer erweitert. Wyndham kann damit seine Marktposition in einem seiner größten europäischen Märkte festigen und gleichzeitig in die umliegenden Länder expandieren. In Europa verfügt Wyndham fortan über ein kombiniertes Hotelportfolio von mehr als 400 Hotels in mehr als 30 Ländern. Geschäfts- und Freizeitreisenden wird damit in der Region eine erweiterte Auswahl an Markenhotels geboten.

„Europa zeigt im Reisesektor weiterhin ein beschleunigtes Wachstum mit einer starken Nachfrage, die sich sowohl im Freizeit- als auch im Geschäftsreisebereich stetig erholt“, erklärt Geoff Ballotti, Präsident und Chief Executive Officer von Wyndham Hotels & Resorts. „Die gästeorientierte Kultur von Vienna House, der hohe Bekanntheitsgrad der Marke und die ehrgeizigen Pläne zur Markenentwicklung stimmen mit unseren Vertriebszielen überein. Damit ist Vienna House die perfekte Ergänzung, um unser internationales Wachstum fortzusetzen, und unsere Position und unser Engagement in der Region zu stärken.“

„In den vergangenen 30 Jahren hat sich die Marke Vienna House bei Reisenden in vielen europäischen Ländern einen Namen gemacht“, erklärt Dimitris Manikis, Wyndham Hotels & Resorts President für Europa, den Nahen Osten, Eurasien und Afrika (EMEA). „Die Übernahme der Marke Vienna House und die erweiterte Zusammenarbeit mit unserem bewährten Partner, der HR Group, sind ein wichtiger Schritt, um unsere Marktpräsenz weiter auszubauen und unsere Wachstumsziele für EMEA zu erreichen.“

Vienna House ist eine renommierte europäische Hotelmarke, die ein breites Publikum von Geschäfts- und Freizeitreisenden anspricht. Das Portfolio umfasst hochwertige Hotels, die sowohl als „Vienna House“ als auch als „Vienna House Easy“ Hotels geführt werden und sich in begehrten europäischen Zielen wie Berlin, München, Prag, Krakau und Bukarest befinden.

„Mit Wyndham Hotels & Resorts haben wir einen ausgezeichneten und gleichgesinnten Partner gefunden, der unsere Leidenschaft für hochwertige Unterkünfte teilt“, kommentiert Ruslan Husry, alleiniger Gesellschafter und Chief Executive Officer der HR Group. „Die Marke Vienna House hat in vielen europäischen Städten einen fantastischen Ruf. Die erweiterte und enge Zusammenarbeit mit Wyndham gibt uns die Stärke, die Größe und das Fachwissen, um die Marke nun schneller wachsen zu lassen. Wir wünschen uns, dass in Zukunft noch mehr Gäste die Marke erleben, während sie gleichzeitig von dem Wyndham Treueprogramm Wyndham Rewards profitieren.“


Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Ensana Fürstenhof in Bad Griesbach hat nach einer umfassenden Modernisierung wiedereröffnet. Das Hotel umfasst 148 Zimmer und eine 4.500 Quadratmeter große Spa-Landschaft. Ein medizinischer Bereich ist für Anfang 2027 geplant.

Das von Fairmont Hotels & Resorts geführte Plaza Hotel in New York soll ab Januar 2027 mindestens vier Jahre geschlossen bleiben. Geplant sind Reparatur- und Restaurierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Fassade. Das Plaza diente als Schauplatz mehrerer Filme.

Die Comer Group will das ehemalige Hilton-Hotel in Gravenbruch kaufen. Nach einem Bericht der Hessenschau ist der Vertrag unterschrieben, die behördliche Genehmigung steht jedoch aus. Der sanktionierte Geschäftsmann Ali Ansari darf von dem Verkauf nicht profitieren.

Kapital und Gästenachfrage sind vorhanden, doch Hoteltransaktionen müssen höhere Anforderungen erfüllen. Die vierte Ausgabe des „Expert Papers“ „Booking the Future“ von mrp hotels beleuchtet, worauf Investoren, Banken und Betreiber bei Finanzierung, Konzept und Wachstum achten.

Stayery expandiert nach München und übernimmt ein Apartmenthaus am Oberwiesenfeld mit 105 Einheiten. Die Eröffnung des konvertierten Bestandsgebäudes am Olympiapark ist für Anfang 2027 geplant.

Seetelhotels meldet einen Ransomware-Angriff auf interne IT-Systeme. Ein möglicher Datenabfluss wird untersucht; bei Buchungen und Anfragen kann es zu Verzögerungen kommen.

Die Radisson Hotel Group hat in Breslau ihr 20. Prize-by-Radisson-Hotel eröffnet. Das Haus im Sky Tower verfügt über 208 Zimmer und ist der zweite Standort der Marke in Polen.

Accor tritt mit dem geplanten ibis Styles Helsinki Helka erstmals in den finnischen Hotelmarkt ein. Das Haus mit 157 Zimmern soll Ende 2027 aus dem traditionsreichen Hotel Helka hervorgehen.

Das bisherige Mercure Tagungs- und Landhotel Krefeld soll ab Januar 2027 als eigenständiges Haus unter dem Dach einer neu gegründeten GmbH fortgeführt werden. Das bestehende Team soll bleiben; neue Tagungskonzepte sind in Arbeit.

Der Ulmer Gemeinderat hat nach einem Bericht der Südwest Presse mit knapper Mehrheit eine Bettensteuer beschlossen. Ab 2030 sollen Übernachtungsgäste drei Euro pro Nacht zahlen.