Wyndham und Mogotel planen Hotel-Doppelprojekt in Berlin

| Hotellerie Hotellerie

Wyndham Hotels & Resorts und die Mogotel Hotel Group haben eine Franchise-Vereinbarung für zwei Neubauvorhaben im Berliner Bezirk Reinickendorf unterzeichnet. Das Projekt an der Rödernallee umfasst nach Angaben der Partner ein Hotel der Marke Ramada Encore sowie die deutschlandweit ersten Serviced Apartments unter dem Namen Ramada Residences. Die Eröffnung der beiden Beherbergungsbetriebe ist laut Mitteilung für das Jahr 2028 vorgesehen.

Details zur Zimmerkapazität und Ausstattung

Das geplante Ramada Encore by Wyndham Berlin wird über insgesamt 208 Zimmer verfügen und im mittleren Preissegment positioniert. Zur Ausstattung der Immobilie gehören laut Projektbeschreibung eine Lobby, eine Bar, ein Frühstücksrestaurant sowie ein Fitnessbereich. Zusätzlich sieht die Planung spezielle Flächen für Besprechungen und kleinere Veranstaltungen vor, um den Bedarf von Geschäftsreisenden zu decken.

Unmittelbar angrenzend entstehen die Ramada Residences by Wyndham Berlin, die 160 voll ausgestattete Einheiten für längere Aufenthalte umfassen. Das Konzept der Serviced Apartments sieht vor, dass die Gäste bei Bedarf auf die Einrichtungen und Dienstleistungen des benachbarten Hotels zugreifen können. Damit zielt das Vorhaben auf eine Kombination aus klassischem Hotelbetrieb und längerfristigen Wohnangeboten ab.

Strategische Ausrichtung und Standortwahl

Durch die Zusammenführung zweier unterschiedlicher Nutzungskonzepte an einem Standort sollen verschiedene Kundengruppen angesprochen werden. Dimitris Manikis, Präsident für die Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) bei Wyndham Hotels & Resorts, gibt an, dass das flexible Betreibermodell unterschiedliche Nachfragesegmente adressiere. Berlin sei für die Einführung der Marke Ramada Residences in Deutschland aufgrund der Verbindung von Wirtschaft und Kultur ein geeigneter Standort.

Die Wahl des Standorts in Reinickendorf steht im Zusammenhang mit der Entwicklung des Areals des ehemaligen Flughafens Tegel. Dieses Gelände wird derzeit in ein Stadtquartier mit einer Mischung aus Wohnen, Gewerbe und Infrastruktur transformiert. Das Hotelprojekt befindet sich in räumlicher Nähe zu dieser Konversionsfläche, wie aus den Unterlagen der Unternehmen hervorgeht.

Partnerschaft zwischen Wyndham und Mogotel

Mit dem Berliner Doppelprojekt vertiefen die beiden Unternehmen ihre bestehende Zusammenarbeit. Die Mogotel Hotel Group betreibt bereits drei Häuser unter Wyndham-Marken, darunter das Ramada by Wyndham Essen, das Wyndham Garden Munich Messe sowie ein Objekt in Breslau. Ivan Dokicans, Co-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied der Mogotel Hotel Group, bezeichnet Berlin als strategisch wichtigen Markt für das Mixed-Use-Konzept.

Die Kooperation nutzt die definierten Markenstandards von Wyndham, während Mogotel die operative Entwicklung und den Betrieb übernimmt. Nach Angaben der Beteiligten soll die Kombination aus Hotelzimmern und Apartments insbesondere Langzeitgäste ansprechen, die eine wohnungsähnliche Umgebung mit hotelnahen Services verbinden möchten.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Beherbergungsbetriebe in Deutschland haben im März 2026 mehr Übernachtungen verzeichnet als ein Jahr zuvor. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg vor allem die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland.

Die InterContinental Hotels Group (IHG) hat im ersten Quartal 2026 einen operativen Meilenstein erreicht und betreibt nun weltweit mehr als 7.000 Hotels. Die Marke wurde durch die Eröffnung von insgesamt 82 Hotels in den ersten drei Monaten überschritten.

Elf familien- und inhabergeführte Hotels aus der Oberpfalz haben die Kooperation „Wohlfühlhotels Bayerischer Jura“ gegründet. Die Initiative wurde bei einer Auftaktveranstaltung in Parsberg vorgestellt.

Die Stichting Hotel Claims Alliance hat nach eigenen Angaben mehrere gerichtliche Maßnahmen zur Beweissicherung im Zusammenhang mit der europaweiten Sammelklage gegen Booking.com eingeleitet. Unterstützt wird die Klage unter anderem vom Hotelverband Deutschland, der "Genug des Hinhaltens und Behinderns!" auf Social Media postete.

Trivago hat eine Kartellklage gegen Google vor dem Landgericht Hamburg eingereicht. Das Unternehmen wirft dem Suchmaschinenkonzern vor, den eigenen Hotelpreisvergleich in den allgemeinen Suchergebnissen bevorzugt zu behandeln und Wettbewerber wie Trivago dadurch zu benachteiligen.

​​​​​​​Marriott International hat nach eigenen Angaben eine Vereinbarung für den Betrieb des Hotelprojekts Seegut am Tegernsee in Bad Wiessee unterzeichnet. Das Resort soll künftig unter der Marke The Luxury Collection geführt werden. Die Eröffnung ist laut Mitteilung für das Jahr 2029 vorgesehen.

Das Sunneschlössli in Nesselwängle im Tiroler Tannheimer Tal bekommt neue Eigentümer. Nina und Matthias Kienzle übernehmen das Boutique-Apartmenthaus zum 1. Juli 2026. Das Ehepaar war nach eigenen Angaben seit 15 Jahren regelmäßig Gast des Hauses.

Nach der Insolvenz der Revo-Hospitality-Gruppe übernimmt die neu gegründete Ernst Leitz Hotel GmbH unter Führung der Familie Kaufmann das Ernst Leitz Hotel in Wetzlar. Die operative Leitung wird der Treugast Solutions Group übertragen.

Die Radisson Hotel Group baut ihr Portfolio in Deutschland und Österreich durch drei neue Standorte in Ahlbeck, Wien und Lustenau aus. In Kooperation mit der 1912 Hotels GmbH wächst die Präsenz der Gruppe in der DACH-Region damit auf insgesamt 90 Hotels.

Die Landlust Hotels bauen ihre Präsenz in Europa aus und integrieren fünf neue Partnerbetriebe in das Portfolio. Damit umfasst die Kollektion nun insgesamt 40 Häuser mit Schwerpunkten auf Regionalität und Naturverbundenheit.