Yachthafenresidenz Hohe Düne: Unternehmer erneut wegen Steuerhinterziehung vor Gericht

| Hotellerie Hotellerie

Im Revisionsprozess gegen den Hotel-Unternehmer Harald Lökkevik werden am Montag am Landgericht Schwerin die Plädoyers erwartet. Der 58 Jahre alte Besitzer der Yachthafen-Residenz Hohe Düne in Rostock ist angeklagt, zwischen 2007 und 2009 für die Beschäftigung von rund 90 polnischen Arbeitskräften weder Sozialabgaben noch Lohnsteuer abgeführt zu haben. Wegen dieses Vorwurfs war er 2015 vom Landgericht Rostock zu einer Bewährungsstrafe und einer Geldstrafe von 180 000 Euro verurteilt worden.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte 2017 das Urteil teilweise aufgehoben. Die Höhe der Strafe sei zweifelhaft, da das Rostocker Landgericht die hinterzogenen Beiträge und Steuern falsch berechnet habe, urteilte der BGH.

Mitangeklagt sind ein deutscher und ein polnischer Angestellter des Unternehmers, die in Polen Arbeitskräfte für die Jachthafen-Residenz angeworben hatten. Beide waren in der Vorinstanz wegen Beihilfe zu kurzzeitigen Bewährungsstrafen verurteilt worden.

In zwei weiteren Prozessen war Lökkevik 2015 und 2020 vom Vorwurf freigesprochen worden, sich beim Bau des Hotelkomplexes in Rostock-Warnemünde durch falsche Angaben gegenüber den Behörden rund 50 Millionen Euro an Subventionen erschlichen zu haben. Das jüngste Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da die Staatsanwaltschaft beim BGH Revision beantragte. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Marriott International baut seine Präsenz in Osteuropa und der Kaukasus-Region durch eine neue Vereinbarung mit regionalen Partnern gezielt aus. Insgesamt sind drei neue Hotel- und Wohnimmobilienprojekte in Aserbaidschan und Georgien vorgesehen.

Mercure führt weltweit die digitalen „Mercure Local Maps“ ein, um Gästen durch kuratierte Empfehlungen von Hotelteams authentische lokale Erlebnisse in über einhundert Destinationen zu bieten.

Die Radisson Hotel Group hat zum 1. August 2026 das Management des Park Inn by Radisson Berlin Alexanderplatz übernommen. Das Hotel wurde bereits zuvor unter der Marke Park Inn by Radisson im Rahmen eines Franchisevertrags geführt.

Das Central in Sölden hat sein Zimmerangebot um die neu gestalteten Juniorsuiten Nederkogl erweitert. Die Einheiten verfügen über eine Größe von 50 Quadratmetern und sind konsequent auf den 3.163 Meter hohen Hausberg ausgerichtet.

Wie können Hotels trotz massiv gestiegener Kosten nachhaltig profitabel wirtschaften? Für Urs Grimm, Co-Founder und Managing Partner bei UNISONO Hospitality, führt an einer grundlegenden Veränderung der Betriebsmodelle in Verbindung mit Prozess-Automatisierung kein Weg vorbei.

Die britische Verbraucherorganisation Which? hat die Downing Street 10 testweise als Ferienwohnung bei Booking.com eingestellt. Booking.com erklärt, der Test sei nicht repräsentativ für die Plattform.

Der Hotelverband Deutschland empfiehlt Hoteliers, zur Absicherung von Buchungen eine Kreditkarte beim Buchungsvorgang oder spätestens beim Check-in hinterlegen zu lassen. Bei der vorherigen Information des Gastes, einem blockierten Betrag und der Verweigerung einer Kreditkarte sind nach einem dpa-Bericht mehrere Punkte zu beachten.

Die Atlantic Hotel Gruppe hat mit dem Atlantic Hotel Frankfurt im Sparda-Bank Tower ihr 21. Haus eröffnet. Das 4-Sterne-Superior-Hotel bietet mit 373 Zimmern und Suiten die höchste Zimmerkapazität innerhalb der Hotelgruppe. 

50 Best hat die erweiterte Hotel-Rangliste der Plätze 51 bis 100 für das Jahr 2026 veröffentlicht. Die Zusammenstellung umfasst insgesamt 23 verschiedene Regionen und 40 Städte. Aus Deutschland schaffte es jedoch kein Hotel auf die Liste.

Verkehrsbuero Hospitality aus Österreich hat die Betriebsführung des ibis Styles Bad Reichenhall übernommen und vollzieht damit seinen Markteintritt in Deutschland. Sämtliche Mitarbeiter werden vom neuen Betreiber übernommen.