Zehn Hotels von Novum Hospitality beherbergen Geflüchtete

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In zehn Hamburger Hotels von Novum Hospitality sind Geflüchtete untergebracht. Nach einer Recherche des Hamburger Abendblatts seien sieben der Häuser derzeit nicht für reguläre Gäste buchbar; in drei weiteren gebe es auch Zimmer für reguläre Gäste. Auf die zehn Häuser entfallen nach Auskunft der Hamburger Sozialbehörde bis zu 1.427 Plätze. Insgesamt hat die Stadt demnach derzeit 4.496 Hotelplätze für Geflüchtete angemietet.

Zu den nicht für reguläre Gäste buchbaren Häusern gehört laut Hamburger Abendblatt das Holiday Inn – the niu Quay im Harburger Binnenhafen. Das Hotel war erst im Frühjahr 2026 eröffnet worden. Novum Hospitality hatte es bei der Eröffnung als erstes Projekt bezeichnet, bei dem die Gruppe zugleich Eigentümer und Betreiber sei. Das Haus gehört zur Markenkooperation von Novum Hospitality und IHG Hotels & Resorts.

Sozialbehörde plant Räumung des Harburger Hotels bis Juni 2027

Tageskarte berichtete Ende August über die geplante Unterbringung Geflüchteter aus der Ukraine im Holiday Inn – the niu Quay. Seit dem 1. September 2026 ziehen nach Angaben des NDR nur noch Geflüchtete aus der Ukraine in das Hotel ein. Bis zum Jahresende solle es mit 340 Menschen voll belegt bleiben, erklärte die Hamburger Sozialbehörde Mitte September. Ab Januar 2027 solle die Belegung monatlich um 50 Menschen sinken. Bis Ende Juni 2027 solle das Hotel vollständig geräumt sein. Danach entscheide der Betreiber über die weitere Nutzung.

Bei der Eröffnung hatte Novum Hospitality für das Haus 166 Zimmer, darunter 20 Apartments für Langzeitaufenthalte, genannt. Der NDR berichtete dagegen von 150 Zimmern und 20 Apartments. Bereits der Tageskarte-Bericht vom 31. August wies auf diese unterschiedlichen Angaben hin.

Staatsrätin räumt Fehler bei der Kommunikation mit Harburg ein

Die Entscheidung über die Unterbringung hatte in Harburg Kritik ausgelöst. Wie Tageskarte Ende August berichtete, beanstandeten Vertreter von CDU, SPD und FDP insbesondere die fehlende Beteiligung des Bezirks. Staatsrätin Funda Gür nahm diese Kritik Mitte September in einer Sitzung des Bezirksausschusses an. Die Kommunikation sei nicht gut gelungen, räumte sie laut NDR ein. Künftige Hotelanmietungen wolle die Sozialbehörde vorab mit dem zuständigen Bezirk besprechen.

Auch Arne Nilsson, Geschäftsführer von Fördern & Wohnen, äußerte sich in der Sitzung. Sein Unternehmen habe bereits mehr als 100 andere Hotels vorübergehend für die Unterbringung genutzt. Eine vergleichbare Konfliktsituation habe man dabei nicht erlebt und im Fall des Harburger Hotels nicht vorhergesehen.

Gür bezifferte die Kosten über alle von der Stadt angemieteten Hotels hinweg auf durchschnittlich 82 Euro pro Person und Tag. Darin seien Verpflegung, Reinigung und Betriebskosten enthalten. Die reinen Übernachtungskosten lägen eher bei rund 60 Euro pro Person und Nacht. Die Angaben beziehen sich auf den Durchschnitt der Hotelunterbringungen; Konditionen für das Holiday Inn – the niu Quay nannte Gür dabei nicht.

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