Ben & Jerry’s verklagt Konzernmutter Unilever nach Israel-Boykott

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Ben & Jerry’s verklagt Konzernmutter Unilever, weil diese das israelische Markengeschäft an den dortigen Lizenznehmer verkauft hat. Der Grund: Ben & Jerry’s hatte angekündigt, seine Produkte nicht mehr in den jüdischen Siedlungen im Westjordanland und Teilen von Ostjerusalem verkaufen zu wollen. Das will Unilever umgehen.

Die amerikanische Eismarke Ben & Jerry’s ist für seinen politischen Aktivismus bekannt und sorgt immer wieder für Kontroversen. Trotzdem – oder gerade deswegen – wuchs die Zahl der Kunden in den letzten Jahren immer weiter an. Mit der Entscheidung, die Eisverkäufe in dem von Israel besetzten Westjordanland einzustellen, ging Ben & Jerry’s aber offenbar zu weit.

Wie WELT berichtet, drohte nicht nur die israelische Regierung mit Konsequenzen, auch Investoren und US-Politiker protestierten bei der Konzernmutter Unilever. Und das zeigte Wirkung, denn Unilever verkaufte das israelische Markengeschäft an den dortigen Lizenznehmer Zinger. Damit ist Ben & Jerry’s in Israel ein eigenes Unternehmen.

Die Eismarke will das nicht akzeptieren, denn der Verkauf sei ohne die Zustimmung des unabhängigen Beirats zustande gekommen. Mit diesem Beirat war Unilever im Jahr 2000 jedoch einverstanden, als der Konzern Ben & Jerry’s gekauft hatte. Der Beirat sollte sicherstellen, dass die Marke seine eigenen Entscheidungen über die soziale Mission des Unternehmens treffen kann. Ein US-Bezirksgericht soll nun klären, ob der Verkauf an den israelischen Lizenznehmer rechtens war.


 

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