Bitburger Braugruppe verzeichnet Umsatzminus im Corona-Krisenjahr

| Industrie Industrie

Geschlossene Kneipen, abgesagte Veranstaltungen: Die Corona-Pandemie hat der Bitburger Braugruppe im Krisenjahr 2020 herbe Einbußen beschert. Insgesamt sei der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent auf 696 Millionen Euro zurückgegangen, sagte der Sprecher der Geschäftsführung der Bitburger Braugruppe, Axel Dahm.

Während die Geschäfte im Bereich Gastronomie und Events um 51 Prozent eingebrochen seien, sei es im Handel richtig gut gelaufen: Die Marke Benediktiner zum Beispiel habe dort ein Umsatzplus von 40 Prozent erzielt, Bitburger von 6 Prozent. «Wenn Corona nicht gekommen wäre, hätten wir ein tolles Jahr gehabt», sagte Dahm.

Aber: Die gute Ergebnisse im Handelsgeschäft hätten die gravierenden Verluste im Gastro- und Außer-Haus-Markt nicht annähernd ausgleichen können. Vor allem die Marke Bitburger mit ihrem hohen Gastro-Anteil, aber auch König Pilsener seien in dem «Ausnahmejahr» in diesem Segment hart getroffen worden.

«Wir hoffen, dass wir so schnell wie möglich in Richtung von Öffnung kommen», sagte Dahm mit Blick auf Lockerungen. «Insbesondere in der Außengastronomie ist es aus meiner Sicht auch angezeigt».» Er gehe davon aus, dass die Menschen Angebote in Biergärten, Gastronomie und bei Veranstaltungen dann verstärkt und intensiv nutzen, wenn es wieder möglich ist.

Bei Großveranstaltungen wie Kongressen und Messen müsse man sich aber wohl «auf Dauer auf eine neue Welt einstellen». Es könne sein, dass auch künftig mehr virtuell als früher stattfinde, sagte er.

Für 2021 sehe sich die Gruppe «gut gerüstet». Man habe sich strategisch neu ausgerichtet und strukturell vorbereitet. Bis Ende November 2020 seien in der Braugruppe 130 Stellen sozialverträglich abgebaut worden. Die Gruppe zählt rund 1600 Mitarbeiter.

Zur Braugruppe gehören neben Bitburger auch König, Königsbacher, Köstritzer, Licher und Nette. Anfang 2021 hatte sich die Gruppe von der Wernesgrüner Brauerei in Sachsen getrennt. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Mehr als 2,5 Millionen Euro an Spenden bei Aktion «Flutwein» für Ahr-Winzer

Mit einer so großen Resonanz habe er nicht gerechnet, sagt Winzer Peter Kriechel zum Erfolg der Hilfsaktion mit Wein aus den Schlammfluten. Bislang wurden mehr als 2,5 Millionen Euro an Spenden gesammelt.

Pepsico trennt sich von Fruchtsaftmarken

Der US-Getränke- und Snackhersteller Pepsico will sich von einem Teil seines Fruchtsaftgeschäftes trennen. In Nordamerika sollen ausgewählte Marken wie Tropicana, Naked und andere an den Finanzinvestor PAI Partners veräußert werden.

Nur wenige Gewinner: Brauer weiter auf Corona-Durststrecke

Schlechte Zeiten für deutsche Bierbrauer: Die Gastronomie läuft nur schleppend an, und die Delta-Variante hält die Furcht vor dem Corona-Virus wach. Doch es gibt auch Gewinner.

Bierabsatz im 1. Halbjahr gesunken

Der Bierabsatz ist im 1. Halbjahr 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,7 Prozent beziehungsweise 113,4 Millionen Liter gesunken. Bei den Biermischungen hingegen ein Anstieg zu verzeichnen.

Gastro-Re-Start beschert Metro bessere Geschäfte

Beim Handelskonzern Metro laufen die Geschäfte wieder besser. Grund dafür sei die Rücknahme von Corona-Auflagen für die Gastronomie, teilte das Unternehmen am Dienstagabend in Düsseldorf mit. Der Quartalsumsatz stieg um 15 Prozent.

Weingut Gutzler gewinnt LagenCup Rot 2021

​Beim diesjährigen LagenCup Rot 2021, mit ausschließlich roten Lagenweinen aus Deutschland, wurden rund 350 Spitzengewächse verkostet. Das Weingut Gutzler aus Gundheim im Wonnegau, ein kleiner Ort im Süden Rheinhessens, hat den Wettbewerb gewonnen.

Nassmüllentsorgung: Neues Angebot von Winterhalter

Wer in der Großküche arbeitet, kennt die Probleme rund um den Nassmüll: Randvolle und schwere Grüne Tonnen, deren Kühlkosten man sich sparen könnte. Das Personal hätte Besseres zu tun und ist durch die unangenehmen Gerüche zusätzlich belastet. Winterhalter bietet eine Lösung.

 

Veltins spendet 100.000 Euro für Aktion "NRW hilft"

Die Brauerei Veltins spendet zur Bewältigung der Hochwasserkatastrophe 100.000 Euro für die Aktion "NRW hilft". Damit unterstützt die sauerländische Privatbrauerei die gemeinsame Spendenaktion von Landesregierung und Hilfsorganisationen.

Bitburger Braugruppe stellt 100.000 Euro für Opfer der Flutkatastrophe bereit

Die Bitburger Braugruppe hat 100.000 Euro als Soforthilfe für die von der Flutkatastrophe betroffenen Menschen und ihre Familien zur Verfügung gestellt. Weiterhin unterstützt das Familienunternehmen aus der Eifel in Abstimmung mit den Leitstellen die Aufräum- und Wiederaufbauarbeiten aktiv mit Fachkräften,

Italien exportiert Prosecco auf Rekordniveau

Italien hat in den ersten vier Monaten dieses Jahres nach Verbandsangaben so viel Prosecco exportiert wie noch nie. Mehr als 120 Millionen Flaschen (je 0,75 Liter) lieferten die Unternehmen in dieser Zeit aus, teilte der italienische Landwirtschaftsverband Coldiretti am Samstag mit.