Flensburger Brauerei will Preise stabil halten

| Industrie Industrie

Bei gestiegener Inflation und hohen Kosten für Energie will die Flensburger Brauerei mit stabilen Bierpreisen die Absatzdelle des vergangenen Jahres wettmachen. Die Zeiten mehrjähriger Preisstabilität beim Bier seien aber wahrscheinlich vorbei, sagte der Geschäftsführer für Marketing und Vertrieb, Andreas Tembrockhaus, am Dienstag. Zuletzt hatte die Flensburger Brauerei ihre Preise im vergangenen Jahr erhöht.

Nach einem Plus von 3,8 Prozent beim Absatz im Jahr 2020 verkaufte die Brauerei nach Angaben von Tembrockhaus im vergangenen Jahr zehn Prozent weniger Getränke. «Das ist jetzt nichts mehr zum Jubeln.» Neben einem technischen Effekt wegen der Preiserhöhung im Vorjahr hätten 2021 das Wetter und Corona den Absatz gebremst. Die Flensburger Brauerei habe über die vergangenen zwei Jahre aber etwas besser als der Gesamtmarkt abgeschnitten.

Corona habe die Menschen vorsichtig gemacht und das sei schlecht für den Bierabsatz. Dieser lag bei rund 600 000 Hektolitern im Inland und etwa 30 000 Hektolitern im Export. Ein Hektoliter sind 100 Liter.

«Sie sehen mich trotzdem relativ fröhlich, weil wir glauben, dass das ein zeitlich begrenzter Schaden für das letzte Jahr war und wir gucken sehr zuversichtlich wieder nach vorne», sagte der Geschäftsführer. Für das laufende Jahr peilt Tembrockhaus einen Absatz von 660 000 Hektolitern im Inland und 33 000 Hektolitern im Export an.

Zahlen zum wirtschaftlichen Erfolg gibt das Unternehmen traditionell nicht bekannt. Tembrockhaus sagte lediglich, das Ergebnis sei trotz des Mengenrückgangs 2021 stabil geblieben. Das sei gelungen, weil man etwa wegen ausgefallener Veranstaltungen auch Kosten gespart habe.

Für den während der Corona-Krise um etwa die Hälfte eingebrochenen Fassbiermarkt ist Tembrockhaus nur verhalten zuversichtlich. Der Absatz von zuletzt 30 000 Hektoliter soll wieder auf 50 000 Hektoliter wachsen. Die guten Zeiten kommen aber nicht zurück, ist der Manager sicher. Aus der Gastronomie sei Personal abgewandert und etliche Häuser seien geschlossen worden. Die Flensburger Brauerei habe im Fassbiergeschäft aber noch die Möglichkeit, das Vertriebsgebiet auszuweiten. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Feinschmecker hat die besten dunklen Schokoladen des Jahres 2025 ausgezeichnet. Im Rahmen einer Blindverkostung wurden 45 Tafeln mit einem Kakaoanteil um die 70 Prozent untersucht, darunter etablierte Marken und internationale Bean-to-Bar-Manufakturen.

Anzeige

Am 29. und 30. Oktober 2025 wird das MOC München erneut zum Hotspot für Gastgeber mit Haltung und Handschrift. Die Independent Hotel Show Munich (IH Munich) ist der einzige Branchentreff im deutschsprachigen Raum, der sich konsequent auf die unabhängige Luxus- und Boutique-Hotellerie fokussiert – mit starkem Blick auf die Alpenregion.

Auf dem Brauereigelände von Maisel & Friends in Bayreuth hat die neue „Braukunstwelt“ eröffnet und erweitert damit das Angebot von Maisel’s Bier-Erlebniswelt. Die Attraktion richtet sich mit ihrem Konzept explizit an ein Fachpublikum aus Hotellerie und Gastronomie, aber auch an Bierkenner und interessierte Neulinge.

Das neue FCSI Magazin geht den zentralen Branchenthemen auf den Grund: Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Innovation stehen im Fokus. Experteninterviews, praxisnahe Berichte und Analysen zeigen, wie Hotellerie und Gastronomie mit neuen Technologien und nachhaltigen Konzepten zukunftsorientiert reagieren.

Das Deutsche Weininstitut und die Fachzeitschrift WEIN + MARKT haben herausragende Weinfachhändler für ihre Leistungen ausgezeichnet. Der Fachhandelspreis würdigt die besten Betriebe in den Kategorien Beratung, Sortimentsgestaltung und Kundenpflege.

Nach einem schwierigen Weinjahr 2024 nähern sich die Winzer bei der diesjährigen Ernte wieder den üblichen Werten. Doch nicht alle Gebiete profitieren gleichermaßen.

Die Independent Hotel Show Munich präsentiert vom 29. und 30. Oktober 2025 im MOC München ein deutlich erweitertes Seminarprogramm. Die Messe, die sich an das Fachpublikum aus Hotellerie, Design und Hospitality richtet, verzeichnet dieses Jahr nicht nur ein räumliches, sondern auch ein inhaltliches Wachstum.

Die Namensrechte für das bekannte Getränk sind kompliziert und haben schon die Justiz beschäftigt. Jetzt hat sich die Münchner Brauerei mit dem Augsburger Konkurrenten und Namenserfinder geeinigt.

Pressemitteilung

​​​​​​​Wenn sich die Mitglieder des FCSI Deutschland-Österreich treffen, stehen die drei Leitsätze des internationalen Planer- und Beraterverbands immer im Fokus: Nach dem Motto „we share – we support – we inspire” geht es stets um Kommunikation, Kooperation und Kollaboration von Experten verschiedener Disziplinen zum Wohle der gesamten Hospitality-Branche.

Das Deutsche Weininstitut hat den Deutschen Fußball-Bund erneut bei der Zusammenstellung des Weinsortiments für die kommende Saison unterstützt. Die Auswahl soll den VIP-Gästen bei einer Reihe von DFB-Veranstaltungen zur Verfügung stehen.