Hallertau: Hopfenernte im weltweit größten Anbaugebiet beginnt

| Industrie Industrie

Trotz zu wenig Regens und zu hoher Temperaturen erwarten die deutschen Hopfenbauern in diesem Jahr noch eine durchschnittliche Ernte. An diesem Donnerstag (12.00 Uhr) ruft der Verband Deutscher Hopfenpflanzer den offiziellen Erntebeginn im weltweit größten Hopfenanbaugebiet Hallertau aus.

Je nach Sorte fangen dann die ersten Landwirte mit dem Pflücken an, wie Verbandspräsident Adi Schapfl der Deutschen Presse-Agentur sagte. Erste Ernteprognosen gibt es bereits: Für Hallertau rechnet der Verband mit knapp 40 000 Tonnen Hopfen. «Es sieht so aus, als würde es eine Durchschnittsernte», sagte Schapfl. «Das Wetter war eigentlich im Frühjahr zu kalt und dann im Juni, Juli zu heiß und trocken». Der August sei dagegen aber ideal gewesen. Dabei habe er im Juli noch befürchtet, dass es wegen des zuvor schlechten Wetters eine unterdurchschnittliche Ernte geben würde.

Keine Sorgen macht sich Schapfl um einen Krankheitserreger, der jüngst im Anbaugebiet entdeckt wurde und über den mehrere Medien berichtet hatten. «Erntemäßig ist das jetzt überhaupt kein Thema.» Man müsse vorsichtig sein, dass sich der Erreger nicht von Feld zu Feld übertrage, denn er könne den Pflanzen schaden. Im Bier merke man davon aber nichts.

In Hallertau liegen rund 17 000 Hektar Hopfenanbaufläche von deutschlandweit etwas mehr als 20 000 Hektar. Hallertau ist nicht nur bundesweit, sondern weltweit das wichtigsten Gebiet für die Frucht, aus der Bier gebraut wird.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Mit 4,5 Millionen Tonnen erreichte die deutsche Gemüseernte 2025 einen historischen Rekordwert. Vor allem Speisezwiebeln und der ökologische Anbau verzeichneten signifikante Zuwächse, während Nordrhein-Westfalen seine Position als wichtigstes Anbaubundesland behauptete.

Startschuss für ein millionenschweres Bauprojekt: In der Düsseldorfer Ulmenstraße entsteht bis 2027 ein neuer Metro Großmarkt. Der Standort setzt auf ein nachhaltiges Energiekonzept und soll die Versorgung der regionalen Gastronomie langfristig sichern.

Die Internorga 2026 in Hamburg präsentiert ihr Rahmenprogramm. Von Trendanalysen auf der Open Stage bis hin zu Fachkongressen über Nachhaltigkeit und Digitalisierung bietet die Messe Impulse und Lösungen für die Herausforderungen der Branche.

Die Finalisten für den Internorga Zukunftspreis 2026 wurden bekannt gegeben. Neun Unternehmen aus den Bereichen Food, Technik und Gastgewerbe konkurrieren im März in Hamburg um die Auszeichnung für besondere Innovationskraft und Nachhaltigkeit.

Mineralwasser mit Geschmack und stilles Wasser: Das sind 2025 Wachstumstreiber beim Gerolsteiner Brunnen gewesen. Vor allem Wasser ohne Kohlensäure habe überdurchschnittliche Zuwächse erzielt, teilte das Unternehmen mit.

Eigentlich machen niedrige Temperaturen Grünkohl bekömmlicher. In diesem Jahr haben ihm jedoch viele Schneefälle zugesetzt. Einige Bauern beenden die Erntesaison vorzeitig. Das Wintergemüse wird bis Ende März in geselliger Runde gegessen.

Das VDP-Weingut St. Antony kombiniert 2026 Weinverkostungen mit akustischen Erlebnissen. Mit der Silent Disco Weinprobe in Nierstein und einem technischen StudioTalk in Mainz-Gonsenheim werden neue Wege in der Weinvermittlung beschritten.

Die schottische Brauerei Brewdog hat die Beratungsgesellschaft AlixPartners beauftragt, um neue Investoren zu gewinnen oder einen vollständigen Verkauf vorzubereiten. Davon könnten die weltweit vier Brauereien, die rund 70 Bars sowie die bekannten Marken wie Punk IPA betroffen sein.

Der Schweizer Hersteller Franke Coffee Systems nutzt die Fachmesse Intergastra in Stuttgart für die Deutschlandpremiere seiner neuen A-Linie. Die Modellreihen A600 und A800 lösen die bisherige Generation ab und richten sich an Betriebe in der Gastronomie, Hotellerie und im Außer-Haus-Markt.

Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen eine stabile Produktion zuckerhaltiger Erfrischungsgetränke in Deutschland, während Light-Produkte Zuwächse verzeichnen.