Heimtextil 2022 wegen Corona abgesagt

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Vor dem Hintergrund der sich in den letzten vierzehn Tagen verschärfenden Pandemielage in Deutschland und der damit verbundenen Restriktionen wird die Heimtextil in der zweiten Januarwoche abgesagt. Die Messe Frankfurt prüft, ob und in welcher Form ein neues Angebot im Sommer 2022 parallel zum Messeduo Techtextil/Texprocess gestaltet wird. Später stattfindende Veranstaltungen wie Ambiente, Christmasworld, Creativeworld, Paperworld und die Frankfurt Fashion Week finden zum jetzigen Zeitpunkt statt.

"Aufgrund der nicht vorhersehbaren enormen Dynamik in der Entwicklung des Pandemiegeschehens, der wechselseitigen und kumulativen Wirkweise der relevanten Faktoren und der extremen Zuspitzung und Verschlechterung der Pandemielage in Deutschland innerhalb kürzester Zeit, sowie der in der Ministerpräsidentenkonferenz vom 02.12.2021 getroffenen Beschlüsse, ist der Termin der Heimtextil unmittelbar zu Jahresbeginn, in der zweiten Januarwoche, nicht zu halten. Die Heimtextil als international führende Messe für Wohn- und Objekttextilien wird abgesagt. Die Messe Frankfurt eruiert im engen Austausch mit allen Branchenpartnern, ob und in welchem Rahmen die Heimtextil parallel zur Techtextil und Texprocess vom 21. bis 24. Juni 2022 durchgeführt werden kann", so heißt es in einer Pressemitteilung des Veranstalters Messe Frankfurt, die soeben veröffentlicht wurde.

"Die Heimtextil als internationale Fachmesse bildet seit jeher den Auftakt für das Messefrühjahr und ist die erste internationale Großmesse in Deutschland direkt nach Weihnachten und Neujahr mit Ausstellern und Besuchern aus über 135 Ländern. Die in kürzester Zeit exponentiell angestiegenen Infektionszahlen und damit einhergehende Vielzahl an Entwicklungen und Beschlüssen, die klar außerhalb der Einflusssphäre des Veranstalters liegen, führen zu einer signifikanten Verschlechterung der Rahmenbedingungen und notwendigen Voraussetzungen für die Durchführung der Heimtextil als Großmesse von internationaler Relevanz zu diesem frühen Zeitpunkt", heißt es von Seiten der Messe weiter. Zu diesen Entwicklungen zählten insbesondere die Einstufung Deutschlands als Hochrisikogebiet und die damit verknüpften Reisewarnungen und internationalen sowie interkontinentalen Reiserestriktionen in Indien, Japan, den Vereinigten Staaten und Großbritannien, die Quarantänepflicht sowie 2G-Vorgaben ohne Anerkennung der WHO-Impfstoffliste in Deutschland. Ebenso ins Gewicht fallen auch die weiter stetig steigenden Infektionszahlen und der damit einhergehende eindringliche Appell, unter anderem des Robert-Koch-Instituts, Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren und alle größeren Veranstaltungen abzusagen. Darauf reagierten kaut der Messe Frankfurt ein Großteil der ausstellenden und besuchenden Unternehmen der Heimtextil aktuell mit Reise- und Messebesuchsverboten aus Gründen der Fürsorgepflicht gegenüber ihren Mitarbeitenden zum Schutz vor gesundheitlichen Risiken. Die globale Reisebereitschaft sinkt kurzfristig massiv. 

Die Planung und Durchführung der weiteren Frühjahrsmessen Ambiente, Christmasworld, Creativeworld und Paperworld ist davon nicht betroffen. Die Messen finden aufgrund ihres späteren Termins im Jahr, Ende Januar bzw. Mitte Februar, zum jetzigen Zeitpunkt statt. Im Vergleich zur Heimtextil als internationalste Messe am Standort Frankfurt hat die Frankfurt Fashion Week gegenwärtig eine deutlich geringere internationale Ausprägung und kann daher aus heutiger Sicht ebenfalls durchgeführt werden. Im engen Austausch mit den betreffenden Behörden und den Branchenpartnern werde die extrem volatile Lage allerdings kontinuierlich überprüft und bewertet.


 

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