Investor sichert Zukunft von BMC Hotelservice

| Industrie Industrie

Die BMC Hotelservice & Dienstleistung GmbH, ein Unternehmen, das sich auf Reinigungs- und Servicedienstleistungen für die Hotellerie spezialisiert hat, ist saniert worden. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens konnte der Geschäftsbetrieb durch den Einstieg eines strategischen Investors aus der Hotelbranche vollständig übernommen werden.

Erhalt aller Arbeitsplätze und Standorte

Ein zentrales Ergebnis der Sanierungslösung ist der Erhalt aller rund 50 Arbeitsplätze des Dienstleisters. Der neue Investor übernimmt zudem sämtliche laufenden Verträge sowie die Standorte in Freising, München, Ingolstadt, Augsburg und Nürnberg.

Insolvenzverwalter Marc-André Kuhne von dkr kuhne dr. raith rechtsanwälte äußerte sich positiv zur Übernahme: „Durch diese Übernahme wird die langfristige Zukunft des Unternehmens gesichert und die regionale Präsenz weiter gestärkt.“

Sanierungskonzept mit Preisneugestaltung

Die Insolvenzverwaltung nutzte das Verfahren zur Umsetzung eines Sanierungskonzepts, zu dem neben der Investorenlösung auch eine Neuverhandlung der Preisstrukturen mit verschiedenen Hotelgruppen gehörte. Ziel dieser Maßnahme war es, die gestiegenen Personalkosten, die auf die Erhöhung des Mindestlohn-Niveaus zurückzuführen sind, künftig angemessen in den Vergütungen abzubilden. Die betroffenen Auftraggeber hätten sich in den Gesprächen offen und konstruktiv gezeigt, was die Realisierung einer wirtschaftlich tragfähigen Fortführungslösung ermöglichte.

Rechtsanwalt Kuhne zeigte sich erfreut über den Abschluss: „Ich freue mich sehr über diesen schnellen und erfolgreichen Abschluss des Verfahrens. Besonders wichtig ist, dass alle Arbeitsplätze gesichert werden konnten und das Unternehmen nun auf einer stabilen Basis in die Zukunft startet.“

Hintergrund: Gestiegene Kosten führten zur Insolvenz

Die BMC Hotelservice & Dienstleistung GmbH hatte im Oktober 2025 beim Amtsgericht Landshut einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Als Ursachen für die wirtschaftliche Schieflage wurden gestiegene Personalkosten infolge der Mindestlohnerhöhungen sowie verzögerte Preisanpassungen gegenüber den Hotelkunden genannt. Während der vorläufigen Insolvenzverwaltung lief der Geschäftsbetrieb stabil weiter, die Löhne der Mitarbeiter waren durch das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit gesichert.

Mit der erfolgten Übernahme sind wesentliche Teile des Insolvenzverfahrens faktisch abgeschlossen. Der neue Inhaber plant, die bestehenden Strukturen auszubauen und das Unternehmen als Kompetenzzentrum für Hotelreinigung und Servicelösungen in Süddeutschland weiterzuentwickeln.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Pressemitteilung

Salto präsentiert wegweisende Zutritts- und Digitalisierungslösungen für den Einsatz im Hotel- und Gastgewerbe auf der ITB Berlin und der INTERNORGA in Hamburg.

Die Intergastra 2026 präsentiert mit dem Format Fokus Hotel eine Plattform für Innovationen im Hotelmanagement. Im Zentrum stehen Nachhaltigkeit, digitales Design und zukunftsfähige Apartment-Konzepte sowie der fachliche Austausch zwischen Hoteliers und Architekten.

Die 25. Nord Gastro & Hotel in Husum thematisiert die Chancen von KI und nachhaltigem Wirtschaften. Über 250 Aussteller präsentieren Innovationen für die Hospitality-Branche, ergänzt durch die erstmalige Verleihung der NordGast Awards und ein Fachprogramm.

Das Bonner Familienunternehmen Verpoorten blickt auf eine 150-jährige Geschichte zurück. Mit einer Jubiläumsedition, neuen Sorten und einer groß angelegten Kampagne feiert die Destillerie den Fortbestand der Marke in der sechsten Generation.

Der Fleischwarenkonzern Smithfield Foods kauft die traditionsreiche Marke Nathan’s Famous für 450 Millionen US-Dollar und sichert sich damit dauerhaft die Rechte an den weltbekannten Hotdogs mit dem Wettessen auf Coney Island.

Liköre bleiben mit großem Abstand das beliebteste Segment auf dem deutschen Spirituosenmarkt. Trotz eines allgemeinen Marktrückgangs behauptet die Warengruppe ihre Spitzenposition. Aktuelle Daten beleuchten die Konsumgewohnheiten und die rechtlichen Rahmenbedingungen der Branche.

Anfang Januar 2026 fand die zweite Ausgabe des EUROVINO Days an der Messe Karlsruhe statt. Das Talk- und Networking-Format bot den zahlreichen Anwesenden aus Weinerzeugung und -vermarktung sowie Handel, Gastronomie und Presse die Möglichkeit, im Rahmen einer Keynote und zwei anschließenden Talkrunden die Expertise hochrangiger und erfahrener Spezialistinnen und Spezialisten aus der Branche zu hören und Erkenntnisse daraus zu ziehen.

Im Dry January sind sie besonders gefragt, aber längst nicht nur dann: alkoholfreier Wein und Sekt. Die Kategorie alkoholfrei ist eine der am schnellsten wachsenden Gattungen im Getränkebereich. Über Trends, Verfahren und Geschmack.

Deutlich weniger Bock auf Bier. Dieser Marktentwicklung müssen sich viele Brauer stellen. Den Verbrauchern werden neue Produkte serviert, in einigen Fällen auch höhere Preise.

Als eine der ersten deutschen Großbrauereien legt Veltins Zahlen für 2025 vor. Von einer Biermarktkrise ist die Rede. Bei der Privatbrauerei im Hochsauerland ist die Stimmung aber gut.