Matcha-Duell im Schokoladenregal: Lindt kontert Ritter Sport und setzt auf den nächsten Hype

| Industrie Industrie

Der Trend-Geschmack Matcha-Erdbeere führt zu einem direkten Wettbewerb der Schokoladenhersteller. Nachdem die Ritter Sport bereits im September 2025 mit einer limitierten Edition in den Markt gestartet ist, präsentiert nun auch Lindt & Sprüngli seine Interpretation. Lindts neue "Tokyo Style Chocolade Matcha Strawberry" zielt auf das Premiumsegment und setzt auf eine extreme Limitierung, was die Erwartungshaltung auf einen neuen Hype schürt.

Zwei Strategien, ein Geschmackstrend

Sowohl Lindt als auch Ritter Sport haben den Trend des Jahres, die Kombination aus Matcha-Grüntee und fruchtiger Erdbeere, aufgegriffen. Die Unternehmen verfolgen bei der Umsetzung jedoch deutlich unterschiedliche Strategien hinsichtlich Positionierung, Limitierung und Preis.

Lindt positioniert seine Neuheit als Fortsetzung der erfolgreichen "Style"-Reihe. Die "Tokyo Style Chocolade" kommt am 8. November 2025 in ausgewählte Lindt Shops und verwendet zeremoniellen "Chamei Minami" Matcha sowie eine Füllung mit Genmai-Röstreis in weißer Chocolade. Die Produktstrategie setzt auf radikale Exklusivität: Die Auflage ist streng limitiert auf lediglich 1.000 handnummerierte Tafeln in Deutschland. Die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) für die 150-Gramm-Tafel liegt bei 14,99 Euro.

Ritter Sport brachte seine Limited Edition "Matcha Strawberry" bereits am 25. September 2025 auf myrittersport.com sowie in den Schokowelten in Berlin und Waldenbuch in den Verkauf. Das 100-Gramm-Quadrat ist als zugänglicher Trendartikel positioniert. Es besteht aus knackiger weißer Matcha-Schokolade mit einer erfrischenden Erdbeer-Joghurt-Füllung und gefriergetrockneten Erdbeerstückchen. Die Limitierung ist zwar nicht auf eine konkrete Stückzahl begrenzt, aber die Edition ist nur für kurze Zeit erhältlich. Die UVP liegt mit 2,49 Euro für die 100-Gramm-Tafel im unteren Preissegment. Zur Einführung war eine reichweitenstarke Social-Media-Kampagne geplant.

Matcha als verbindender Trendfaktor

Beide Schokoladenriesen greifen mit der Zutat Matcha einen anhaltenden Trend auf. Der pulverisierte Grüntee aus Japan ist bekannt für seine belebenden Eigenschaften und seine Verwendung in den jeweiligen weißen Schokoladen dient als Basis für die Komposition mit Erdbeere. Während Lindt die Matcha-Qualität als "Ceremonial Grade" hervorhebt, betont Ritter Sport die Verwendung echten Matcha-Pulvers und natürlicher Zutaten.

Lindt-Launchtermine im Überblick

Der Verkaufsstart der Lindt Tokyo Style Chocolade erfolgt gestaffelt: Am 8. November in Düsseldorf, am 10. November in Dresden, am 11. November in München, am 12. November in Stuttgart, am 13. November in Metzingen. Am 14. November starten Hamburg und Ingolstadt, gefolgt von Berlin, Frankfurt und erneut Düsseldorf am 15. November.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die anhaltende hochsommerliche Hitze lässt manchen Wein besser schmecken - hat aber auch zunehmend Schattenseiten. Im Großen und Ganzen überwiegen aber noch die positiven Auswirkungen der Klimaerwärmung, so das Deutsche Weininstitut.

Das Statistische Bundesamt verzeichnet für das erste Halbjahr 2026 einen Rückgang der gewerblichen Fleischproduktion in Deutschland. Während die Schweine- und Rindfleischerzeugung nahezu unverändert bleibt, sinkt das Geflügelfleischaufkommen deutlich.

Das Hotelgeschäft von Sabre wächst zweistellig: Im zweiten Quartal 2026 legte der hotelbezogene Umsatz um elf Prozent zu. Der Reisetechnologiekonzern steigerte auch den Gesamtumsatz und hob seine Prognosen für Pro Forma Adjusted EBITDA und Free Cash Flow an.

 

Ein möglicher mehrheitlicher Einstieg von Henkell International bei Maison Pommery kommt vorerst nicht zustande. Die Exklusivgespräche endeten ohne Einigung, während Pommery zugleich eine zusätzliche Finanzierung über 42,8 Millionen Euro vereinbart hat.

Manche kriegen schon beim Anblick Kopfweh, andere nie genug davon. Die Rede ist von Aperol Spritz, einem Trendgetränk seit Jahren - mit eigenen Songs und vielen Fans. Wie konnte es so weit kommen?

Schon wieder fällt die Statistik für die deutschen Bierbrauereien bitter aus. In der ersten Hälfte des laufenden Jahres haben sie mit 3,85 Milliarden Litern noch einmal 2,2 Prozent weniger Bier verkaufen können als im ohnehin schon sehr schwachen Vorjahr.

Beim Hopfen geht es noch viel schneller nach unten - und trotzdem gibt es noch zu viel. Zwei Kontinente trotzen dem Abwärtstrend. Und in Deutschland droht ein Brauereienschwund.

Die Warenhauskette erhält nach Wochen der Unruhe frisches Geld. Doch die Warenhauskette will ihr Filialnetzes verkleinern. In diesen Städten müssen Standorte um ihre Zukunft zittern.

Die Fachmesse Alles für den Gast erweitert ihr Konzept für 2026 um neue Themenwelten, Veranstaltungsformate und zusätzliche Aussteller. Im Mittelpunkt der Veranstaltung in Salzburg steht das Zusammenspiel von Künstlicher Intelligenz und persönlicher Gastlichkeit.

Sie sind vergleichsweise leicht und gelten als gute Speisebegleiter: Leichtere Weine im Kabinett-Stil aus Deutschland sind nach Einschätzung von Fachleuten im In- und Ausland zunehmend gefragt.