PALUX AG beendet Insolvenz in Eigenverwaltung

| Industrie Industrie

Die PALUX AG, Hauptgesellschaft der GUSTATUS-Gruppe und Hersteller von Großküchen für Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung, hat das im Dezember 2024 eingeleitete Eigenverwaltungsverfahren abgeschlossen. Das Amtsgericht Crailsheim fasste am 30. September 2025 den Beschluss zur Aufhebung des Verfahrens zum 1. Oktober 2025. Mit der Beendigung des gerichtlichen Verfahrens lässt die Gruppe die Insolvenz hinter sich und kann wieder eigenständig agieren.

Verfahren betraf fünf Gesellschaften der GUSTATUS-Gruppe

Die GUSTATUS Holding GmbH hatte im Dezember 2024 die Eigenverwaltung für Teile der Gruppe beantragt. Im Februar 2025 wurden die Verfahren eröffnet. Betroffen waren neben der PALUX AG auch die PhoeniKs Vertriebs GmbH und die PhoeniKs Produktion GmbH in Gelsenkirchen, die SERVATOR Service Line GmbH in Igersheim sowie eine interne Dienstleistungsgesellschaft. Die Eigenverwaltung ist ein gerichtliches Sanierungsverfahren zum Erhalt von Unternehmen, bei dem das Unternehmen unter Aufsicht eines Sachwalters weitergeführt wird.

Die Geschäftsleitung wurde von den Generalbevollmächtigten Prof. Dr. Peter Neu und Thorsten Kapitza von der Kanzlei ATN d´Avoine Teubler Neu beraten. Sachwalter war Rechtsanwalt Ilkin Bananyarli von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH, unterstützt durch Rechtsanwalt Stefan Meyer.

Ilkin Bananyarli kommentierte den Abschluss der Verfahren: „Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten war sehr gut. Die Gruppe kann neu aufgestellt und positiv in die Zukunft blicken. Die Eigenverwaltung war in diesem Fall ein passendes Instrument zur Sanierung. Und auch für die Gläubiger haben wir die bestmögliche Lösung erzielt.“ Prof. Dr. Peter Neu ergänzte: „Gemeinsam haben wir verschiedene Restrukturierungsmaßnahmen umgesetzt. Wir mussten zahlreiche Herausforderungen meistern, aber die Eigenverwaltung ist sehr gut gelaufen.“

Umsetzung von Restrukturierungsmaßnahmen und Personalanpassung

Am 15. September 2025 stimmte die Gläubigerversammlung dem Insolvenzplan zu, nachdem der Gläubigerausschuss den Plan bereits angenommen hatte. Zuvor hatte das Unternehmen Restrukturierungsmaßnahmen umgesetzt.

Diese Maßnahmen umfassten eine Straffung des Produktprogramms und eine Neuausrichtung des Vertriebs. Der Vertrieb erfolgt nun über Handelspartner, anstatt einer direkten Belieferung der Kunden. Um Umsatz- und Kostenniveau in Einklang zu bringen, war ein Mitarbeiterabbau als notwendig erachtet worden. Aktuell beschäftigt die Gruppe 180 Mitarbeiter, davon 120 in Bad Mergentheim und rund 60 an den übrigen Standorten. Der Großteil der Produktion findet weiterhin am Standort Bad Mergentheim bei der PALUX AG statt.

Stabile Auftragslage gemeldet

Aktuelle Geschäftszahlen belegen nach Unternehmensangaben eine stabile Auftragslage und einen Umsatz leicht über den Erwartungen.

Bernd Schell, der Vorstandsvorsitzende, erklärte: „Das erfolgreiche Ende des Verfahrens ist der entscheidende Meilenstein. Wir haben nun Planungssicherheit und eine zukunftsfähige Ausrichtung der Gruppe mit einer vielversprechenden Strategie.“ Dr. André Schröer, Aufsichtsratsvorsitzender, fügte hinzu: „Die vergangenen zehn Monate waren für alle Beteiligten sehr intensiv. Die Anstrengungen haben sich gelohnt, da unsere Gruppe die Insolvenz hinter sich lassen kann. Wir sind für die Zukunft gut aufgestellt.“

Die GUSTATUS-Gruppe wird als einer der Marktführer im Segment der Entwicklung, Produktion und des Vertriebs von Geräten und Einrichtungen für professionelle Küchen genannt.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Pressemitteilung

Mit dem Award „Spüler des Jahres“ rückt Winterhalter die Menschen ins Rampenlicht, die im Hintergrund dafür sorgen, dass in Gastronomieküchen alles läuft. Im Rahmen der Rolling Pin Convention wurde Marco Tardt vom Restaurant L.A. Jordan in Deidesheim zum „Spüler des Jahres 2026“ gekürt.

Nach monatelangen Verhandlungen steht fest: Die Porzellanmanufaktur Kahla wird ihren Betrieb zum Jahresende einstellen. Der Insolvenzverwalter zieht Bilanz.

Nach einem sehr sonnigen Sommer haben die Winzer im Südwesten eine hervorragende Traubenqualität in die Weinkeller bekommen. Die große Hitze und Trockenheit sorgte aber für drastische Ernteeinbußen.

Pressemitteilung

Südtirol steht im Zeichen zertifizierter Nachhaltigkeit. Mit unserem ersten internationalen GreenSign Community Circle im Hotel Rogen am 24. September 2026 haben wir einen Meilenstein gesetzt und zeigen, wie geprüfte Nachhaltigkeit wirtschaftlich profitabel wird.

Pressemitteilung

GreenSign Hotel stärkt sein internationales Zertifizierungsnetzwerk: Künftig führen drei renommierte, unabhängige Zertifizierungsstellen – VERIS Certifications, TÜV Rheinland Cert und Control Union Certifications – die Audits in spezifischen Märkten durch. So schafft GreenSign mehr regionale Nähe und effizientere Prozesse auf dem Weg zur anerkannten GreenSign Hotel Zertifizierung.

Deutschland ist ein zentraler Standort der europäischen Kaffeewirtschaft. Eine aktuelle Studie beziffert deren Wirtschaftsleistung auf 70,2 Milliarden Euro und die Zahl der damit verbundenen Arbeitsplätze auf rund 517.000.

Pressemitteilung

Nach erfolgreicher Pilotphase ist Click & Collect im Deutsche Bank Park an neun Kiosken verfügbar. Supreme Sports Hospitality betreibt den Service gemeinsam mit Eintracht Frankfurt und entwickelt ihn kontinuierlich weiter. Ziel: kürzere Wartezeiten und ein noch angenehmeres Stadionerlebnis. Entwickelt und umgesetzt wurde das Projekt gemeinsam mit Innovationspartner New Spice.

Russland hat das Geschäft der Metro AG unter vorübergehende Zwangsverwaltung gestellt. Der Konzern bleibt formal Eigentümer seiner russischen Tochtergesellschaft, hat nach eigenen Angaben aber keine operative Kontrolle mehr.

Der schwächelnde Bierabsatz führt bei der Warsteiner-Brauerei zu einem herben Personalabbau. Wie die Haus Cramer Gruppe als Eigentümer der Brauerei mitteilte, sollen bis Jahresende 125 Arbeitsplätze wegfallen. Die Anzahl der Jobs wird dadurch auf rund 600 sinken. 

Sazerac plant ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für sämtliche Aktien der Berentzen-Gruppe. Geboten werden 5,55 Euro je Aktie; nach einem erfolgreichen Vollzug beabsichtigt der Bieter ein Delisting.