Rebsaft verschnitten?: Möglicher Weinskandal in Rheinhessen

| Industrie Industrie

Die deutsche Weinwirtschaft steht möglicherweise vor einem großen Betrugsskandal: Die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach ermittelt gegen acht Beschuldigte aus Rheinhessen. Sie sollen unter anderem konventionellen Wein als Biowein verkauft haben. Dabei geht es nicht um wenige Flaschen, sondern um eine Menge in „Richtung von einer Million Liter“, so der Leitendende Oberstaatsanwalt Michael Brandt.

Ferner sollen verschiedene Weine vermischt und dann als Weine aus Einzellagen und reinen Rebsorten auf den Markt gebracht worden sein. Aus diesem Grund hat die Staatsanwaltschaft in Bad Kreuznach wegen des Verdachts des banden- und gewerbsmäßigen Betrugs und der Irreführung nach dem Wein- und Ökolandbaugesetz ein Verfahren eingeleitet.

Hauptbeschuldigter ist nach Angaben des Oberstaatsanwalts Michael Brandt der ehemalige Geschäftsführer einer rheinhessischen Weinkellerei. Der Betrug soll bei einer Weinkontrolle aufgefallen sein.

Aktuell werde versucht, den Warenstrom bis hin zum Abnehmer zu klären, so der Oberstaatsanwalt. Dies sei ein aufwendiges Geschäft, berichtet die „Allgemeine Zeitung“. „Das Verfahren wird noch eine ganze Zeit in Anspruch nehmen“, sagte Brandt. Geständnisse gebe es keine. Doch angesichts der Indizien sei man darauf nicht angewiesen, zitiert die Zeitung weiter.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Nach dem starken Preisanstieg in den vergangenen Jahren wird Kaffee nun wieder günstiger. Die Handelsketten senken die Preise ihrer Eigenmarkenprodukte um bis zu 50 Cent pro Packung.

Pilzkrankheiten und Touristenschwund oder Blühwiesen und Lavendelanbau? Welche Risiken und Chancen Brachen in Weinbergen haben. Schrumpfen die Rebflächen in der Weinbaukrise?

Der Trend geht weiterhin zum Weißwein. «Wir haben weltweit einen Rückgang von Rotweinen», so der Sprecher des Deutschen Weininstituts. Bundesweit machen Weißweine bereits 70 Prozent des Weinbaus aus.

Es wird immer weniger Bier getrunken. Der Braukonzern um Warsteiner zieht seine NRW-Bierproduktion am Stammsitz zusammen. Zwei Brauereien sind betroffen. Die Gewerkschaft NGG wirft Wortbruch vor.

Die METRO AG hat im ersten Halbjahr 2025/26 Umsatz und bereinigtes EBITDA gesteigert. Wachstumstreiber blieb nach Unternehmensangaben vor allem das Belieferungsgeschäft, während die Transformation in Deutschland das Ergebnis belastete.

Das Auswärtige Amt und das Deutsche Weininstitut haben 25 Weine und Sekte ausgewählt, die 2026 in den deutschen Auslandsvertretungen weltweit ausgeschenkt werden. Die Auswahl basiert auf einer Blindverkostung von knapp 500 eingereichten Proben.

Emirates präsentiert sich erneut als Partner beim Ball des Weines in Wiesbaden. Das Unternehmen unterstreicht dabei seine langfristige Strategie, die Investitionen von über einer Milliarde US-Dollar und die Lagerung von Millionen Weinflaschen in Frankreich umfasst.

Die Weinbranche in Deutschland sucht neue Wege, um junge Zielgruppen zu erreichen. Studien und neue Formate zeigen, in welchen Situationen die Generation Z Wein konsumiert – und welche Ansätze die Branche verfolgt.

Mit dem neuen Workwear Check bietet GREIF Mietwäsche ab sofort ein digitales Planungstool, das die Zusammenstellung und Kostenkalkulation von Berufskleidung so einfach macht wie nie zuvor. In wenigen Minuten lassen sich individuelle Outfits für ganze Teams konfigurieren – inklusive transparenter, unverbindlicher Kostenübersicht.

Wein in 0,75-Liter-Mehrwegflaschen: Das System soll auch national ausgerollt werden. Binnen zwölf Monaten peilen die Initiatoren 2,5 bis 3 Millionen Flaschen an – doch der Handel bremst noch.