Rückgang bei Rotwein - Trend zu Weißwein

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Der Trend geht weiterhin zum Weißwein. «Wir haben weltweit einen Rückgang von Rotweinen», sagt der Sprecher des Deutschen Weininstituts (DWI) in Bodenheim bei Mainz, Ernst Büscher. Bundesweit machten Weißweine heute 70 Prozent des Weinbaus aus. «Anfang der Nullerjahre waren es noch nur 63 Prozent gewesen.»

Rotwein gelte als schwerer und alkoholhaltiger als Weißwein, das Gesundheitsbewusstsein sei gewachsen. «Die Welt verlangt insgesamt nach leichteren und fruchtigeren Weißweinen», sagt der DWI-Sprecher. Das helfe vielen deutschen Winzern auch im Export. Gerade in Rheinland-Pfalz und Hessen ist der Anteil etwa der weißen Riesling-Rebsorte hoch.

Rot als Farbe des Glücks

Beispielsweise in China ist deutscher Weißwein laut Büscher inzwischen mehr gefragt. «Rotwein geht dort dagegen zurück, obwohl die Farbe Rot als Farbe des Glücks in China gilt», sagt der Experte. Aber gerade jüngere Generationen im Reich der Mitte bevorzugten mittlerweile oft Weißwein. 

2025 gab es Büscher zufolge in Deutschland rund 102.000 Hektar Rebfläche. Das waren etwa 1300 weniger als im Vorjahr. «Das Gros des Rückgangs ist mit rund 800 Hektar auf Baden-Württemberg entfallen», erläutert Büscher. Das hänge auch mit dem dortigen hohen Anteil von Rotwein zusammen. 

Rückgang der Rebfläche

Bundesweit betraf 2025 der Rückgang von Rebflächen laut dem DWI-Sprecher binnen Jahresfrist die roten Sorten mit einem Minus von 791 Hektar, die Weißweinsorten dagegen nur mit einem Verlust von 539 Hektar. In Rheinland-Pfalz und Hessen dominiert auch insgesamt der Anbau von weißen Weinen. (dpa)


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