Schneefall beendet Grünkohlernte

| Industrie Industrie

Der viele Schnee hat die Grünkohlernte für viele Landwirte im Oldenburger Land frühzeitig beendet. «Es lag einfach zu viel Schnee auf dem Acker, sodass wir die Ernte abgebrochen haben», berichtet Gottfried Gerken aus Langförden bei Vechta. 

Der Landwirt baut das Wintergemüse auf bis zu 80 Hektar an. Die restlichen fünf Prozent seien auf dem Acker geblieben, die Qualität sei nicht mehr gut genug gewesen. Es sei nicht nur ihm so gegangen, die benachbarten Landwirte hätte dasselbe Problem. Die Felder werden jetzt der Natur überlassen, erst nach Frostende würden die Reste zerkleinert und umgegraben. Der Anbau des neuen Gemüses beginnt erst Ende Mai. 

Ganz unzufrieden ist Gerken aber nicht: «Vor zwei Jahren war es viel schlimmer mit dem Hochwasser.» Die Überschwemmungen auf den Feldern hätten 20 Prozent des Anbaus vernichtet. 

Frost macht Winterkohl bekömmlicher

Eigentlich macht der Grünkohl sich die niedrigen Temperaturen zunutze, wenn er im Winter noch auf dem Feld steht. Die Pflanze wandelt bei niedrigen Temperaturen Kohlenhydrate in Zucker um, mit dem Ziel, sich vor Frost zu schützen. Auch wird der Winterkohl so bekömmlicher, heißt es vom Landvolk. Grünkohl gehört zudem zu den Kohlsorten mit dem höchsten Gehalt an Vitamin C und enthält zudem viel Vitamin K. 

Die Saison der Grünkohl-Touren geht sogar bis in den März hinein. «Wir haben noch einige Grünkohl-Essen vor uns», erzählt Gerken. «Bei uns gehören auf jeden Fall Pinkel, Speck und Kassler dazu.» Die Felder würden derzeit vom Wild genutzt, um sich zu verstecken und zu naschen. Auch Tauben fänden dort Nahrung. 

Laut dem Landesamt für Statistik wurden in Niedersachsen 2024 auf einer Anbaufläche von 383 Hektar Grünkohl angebaut. Das Bundesland liegt damit auf Platz zwei – hinter Nordrhein-Westfalen mit 601 Hektar. Bundesweit bauten 1.169 Betriebe auf 1.197 Hektar Grünkohl an und ernteten fast 24.000 Tonnen des gesunden Gemüses. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Pressemitteilung

Mit dem Award „Spüler des Jahres“ rückt Winterhalter die Menschen ins Rampenlicht, die im Hintergrund dafür sorgen, dass in Gastronomieküchen alles läuft. Im Rahmen der Rolling Pin Convention wurde Marco Tardt vom Restaurant L.A. Jordan in Deidesheim zum „Spüler des Jahres 2026“ gekürt.

Nach monatelangen Verhandlungen steht fest: Die Porzellanmanufaktur Kahla wird ihren Betrieb zum Jahresende einstellen. Der Insolvenzverwalter zieht Bilanz.

Nach einem sehr sonnigen Sommer haben die Winzer im Südwesten eine hervorragende Traubenqualität in die Weinkeller bekommen. Die große Hitze und Trockenheit sorgte aber für drastische Ernteeinbußen.

Pressemitteilung

Südtirol steht im Zeichen zertifizierter Nachhaltigkeit. Mit unserem ersten internationalen GreenSign Community Circle im Hotel Rogen am 24. September 2026 haben wir einen Meilenstein gesetzt und zeigen, wie geprüfte Nachhaltigkeit wirtschaftlich profitabel wird.

Pressemitteilung

GreenSign Hotel stärkt sein internationales Zertifizierungsnetzwerk: Künftig führen drei renommierte, unabhängige Zertifizierungsstellen – VERIS Certifications, TÜV Rheinland Cert und Control Union Certifications – die Audits in spezifischen Märkten durch. So schafft GreenSign mehr regionale Nähe und effizientere Prozesse auf dem Weg zur anerkannten GreenSign Hotel Zertifizierung.

Deutschland ist ein zentraler Standort der europäischen Kaffeewirtschaft. Eine aktuelle Studie beziffert deren Wirtschaftsleistung auf 70,2 Milliarden Euro und die Zahl der damit verbundenen Arbeitsplätze auf rund 517.000.

Pressemitteilung

Nach erfolgreicher Pilotphase ist Click & Collect im Deutsche Bank Park an neun Kiosken verfügbar. Supreme Sports Hospitality betreibt den Service gemeinsam mit Eintracht Frankfurt und entwickelt ihn kontinuierlich weiter. Ziel: kürzere Wartezeiten und ein noch angenehmeres Stadionerlebnis. Entwickelt und umgesetzt wurde das Projekt gemeinsam mit Innovationspartner New Spice.

Russland hat das Geschäft der Metro AG unter vorübergehende Zwangsverwaltung gestellt. Der Konzern bleibt formal Eigentümer seiner russischen Tochtergesellschaft, hat nach eigenen Angaben aber keine operative Kontrolle mehr.

Der schwächelnde Bierabsatz führt bei der Warsteiner-Brauerei zu einem herben Personalabbau. Wie die Haus Cramer Gruppe als Eigentümer der Brauerei mitteilte, sollen bis Jahresende 125 Arbeitsplätze wegfallen. Die Anzahl der Jobs wird dadurch auf rund 600 sinken. 

Sazerac plant ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für sämtliche Aktien der Berentzen-Gruppe. Geboten werden 5,55 Euro je Aktie; nach einem erfolgreichen Vollzug beabsichtigt der Bieter ein Delisting.