Steuerschwindel mit Bier und Softdrinks - Mehrjährige Haftstrafe

| Industrie Industrie

Wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe muss ein ehemaliger Betreiber eines Flensburger Getränkehandels drei Jahre und neun Monate in Haft. Das Landgericht Kiel verurteilte den 55-Jährigen am Montag in 30 Fällen wegen Hinterziehung von dänischer Mehrwert- und Biersteuer und in 38 Fällen wegen Beihilfe dazu. Dabei gingen die Richter nach Angaben eines Gerichtssprechers von einem Steuerschaden in Höhe von rund 5,1 Millionen Euro aus.

Mit dem Urteil folgte die 3. Wirtschaftsstrafkammer dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Der Verteidiger hatte keinen konkreten Antrag gestellt. Zwei Monate der Gesamtfreiheitsstrafe gelten wegen rechtsstaatswidriger Verfahrensverzögerung als bereits vollstreckt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Mann hat nach Überzeugung des Gerichts die Steuern durch Scheingeschäfte hinterzogen. Er zeigte sich nach Auffassung der Staatsanwaltschaft vor Gericht in einer von ihm selbst verlesenen Erklärung geständig.

Der Fall wurde in Kiel verhandelt, weil das Flensburger Landgericht keine eigene Wirtschaftsstrafkammer hat. Den Angaben der Staatsanwaltschaft zufolge hatte der Angeklagte dänische Mittäter, die aber in Kiel nicht vor Gericht standen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Jägermeister stemmt sich gegen die flaue Nachfrage nach Hochprozentigem: Trotz weltweit rückläufiger Spirituosenmärkte habe sich das Unternehmen gegen den Trend behauptet und Marktanteile gewonnen, wie die Mast-Jägermeister SE in Wolfenbüttel mitteilte.

Der französische Konzern Groupe SEB streicht weltweit 2100 Stellen, um auf sinkende Gewinne im Jahr 2025 zu reagieren. Besonders betroffen sind auch Werke und Arbeitsplätze in Deutschland: An drei Traditionsstandorte ist zudem geplant, die Fertigung von Kochgeschirr, Backformen und Messern einzustellen.

Brandenburgs Spargelbauern setzen auf einen frühen Start in die Saison. An Ostern soll das erste Gemüse geerntet sein. Doch die Landwirte bangen um ihre Konkurrenzfähigkeit.

Der deutsche Weinmarkt steht unter Druck: Im Jahr 2025 sanken Absatz und Umsatz um jeweils sieben Prozent. Während die Zahl der Käuferhaushalte stabil blieb, griffen die Verbraucher seltener zu. Deutsche Erzeuger konnten ihren Marktanteil trotz der schwierigen Rahmenbedingungen leicht steigern.

Mit 4,5 Millionen Tonnen erreichte die deutsche Gemüseernte 2025 einen historischen Rekordwert. Vor allem Speisezwiebeln und der ökologische Anbau verzeichneten signifikante Zuwächse, während Nordrhein-Westfalen seine Position als wichtigstes Anbaubundesland behauptete.

Startschuss für ein millionenschweres Bauprojekt: In der Düsseldorfer Ulmenstraße entsteht bis 2027 ein neuer Metro Großmarkt. Der Standort setzt auf ein nachhaltiges Energiekonzept und soll die Versorgung der regionalen Gastronomie langfristig sichern.

Die Internorga 2026 in Hamburg präsentiert ihr Rahmenprogramm. Von Trendanalysen auf der Open Stage bis hin zu Fachkongressen über Nachhaltigkeit und Digitalisierung bietet die Messe Impulse und Lösungen für die Herausforderungen der Branche.

Die Finalisten für den Internorga Zukunftspreis 2026 wurden bekannt gegeben. Neun Unternehmen aus den Bereichen Food, Technik und Gastgewerbe konkurrieren im März in Hamburg um die Auszeichnung für besondere Innovationskraft und Nachhaltigkeit.

Mineralwasser mit Geschmack und stilles Wasser: Das sind 2025 Wachstumstreiber beim Gerolsteiner Brunnen gewesen. Vor allem Wasser ohne Kohlensäure habe überdurchschnittliche Zuwächse erzielt, teilte das Unternehmen mit.

Eigentlich machen niedrige Temperaturen Grünkohl bekömmlicher. In diesem Jahr haben ihm jedoch viele Schneefälle zugesetzt. Einige Bauern beenden die Erntesaison vorzeitig. Das Wintergemüse wird bis Ende März in geselliger Runde gegessen.