Teehaus Ronnefeldt: Frank Holzapfel gestorben

| Industrie Industrie

Frank Holzapfel, Gesellschafter des Teehandelsunternehmen der J.T. Ronnefeldt KG. ist gestorben. Am 16. November sollte Frank Holzapfel die 64. Brillat Savarin-Plakette verliehen worden. Die FBMA hat die große Gala nun abgesagt und nimmt die Ehrung posthum in kleinen Rahmen vor.

Wie es in einer Mitteilung von Ronnefeld heißt, habe Holzapfel mit Charisma, Visionen und unternehmerischem Weitblick die Marke zur internationalen anerkannten Brand für hochwertigen Tee entwickelt.

Frank Holzapfel übernahm 1984 das traditionsreiche Teehaus Ronnefeldt von Herwarth Westphal, dem Enkel von Carl Rudolf Ronnefeldt. Dessen Urgroßvater Johann Tobias hatte das Teehandelsunternehmen 1823 in der historischen Altstadt von Frankfurt gegründet. Der erfolgreiche Werbe- und Marketingprofi Frank Holzapfel, der zuvor in Agenturen große Marken und Firmen beraten hatte, erkannte das Potenzial der Marke Ronnefeldt und baute sie in den Folgejahren konsequent und strategisch aus. Er positionierte die Marke Ronnefeldt wieder zurück zu ihrem Ursprung als Genuss- und Luxusprodukt für die Vier- und Fünf-Sterne-Hotellerie, die Top-Gastronomie und den gehobenen Fachhandel. Er formte das Unternehmen und dessen Image in den darauffolgenden Jahren wesentlich und startete den Export in neue Märkte wie Osteuropa, Russland, Naher Osten und Asien. Dabei beharrte Frank Holzapfel auf dem extrem hohen Qualitätsanspruch, den schon die Ronnefeldt-Generationen vor ihm pflegten: Das Unternehmen kauft und verarbeitet ausschließlich hochwertige Blatt-Tees aus den besten Teegärten der Welt. Die Erfolgsstory führte unter der Leitung von Frank Holzapfel zu einer Verdoppelung der Arbeitsplätze und zum neuen Produktionsstandort in Worpswede. Anfang 2000 gründeten Frank Holzapfel und sein Sohn Jan-Berend die Ronnefeldt TeaAcademy®, ein visionärer Schritt mit einem einzigartigen internationalen Ausbildungsprogramm. Hier werden TeaMaster® Silber und Gold in professioneller Teekultur, dem Handling und Service sowie in Persönlichkeitstrainings ausgebildet. Im Jahr 2012 übergab Frank Holzapfel das Unternehmen seinem älteren Sohn Jan-Berend, der bereits seit 2005 als Geschäftsführer tätig ist. 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Amazon Fresh muss Herkunft von Obst und Gemüse eindeutig kennzeichnen

Der Online-Lebensmittelhändler Amazon Fresh muss die Herkunft von Obst und Gemüse besser kennzeichnen. Das Landgericht München hat einer entsprechenden Klage von foodwatch stattgegeben. Der Online-Shop hatte für zahlreiche Produkte bis zu 13 mögliche Ursprungsländer aufgeführt.

Frisches Geld: Delivery Hero will sich Milliarden am Kapitalmarkt beschaffen

Der Essenslieferant Delivery Hero will sich frisches Geld besorgen. Mit Wandelanleihen und einer Kapitalerhöhung sollen insgesamt rund 2,1 Milliarden Euro erlöst werden. Mit dem Geld will Delivery Hero die Übernahme des südkoreanischen Branchenkollegen Woowa bezahlen.

Warsteiner verkaufte weniger Bier - Rückgang unter Branchenschnitt

Die Privatbrauerei Warsteiner hat im vergangenen Jahr weniger Bier verkauft. Mit 1,6 Prozent sei das Minus beim Absatz aber geringer ausgefallen als in der gesamten Branche mit 2,5 Prozent, teilte das sauerländische Familienunternehmen mit.

UFS gibt Pflanzen Hauptrolle auf den Tellern

Neben Vegetariern und Veganern fordern vor allem Flexitarier einen bewussteren Konsum und Umgang mit Fleisch. Gäste wünschen sich mehr pflanzliche Anteile auf dem Teller. Unilever Food Solutions hat Lösungen für Gastronomen entwickelt.

Metro erzielt mehr Umsatz

Der Handelskonzern Metro hat im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres zugelegt. Der Umsatz im fortgeführten Geschäft stieg im Ende Dezember beendeten Quartal um 2,2 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte.

Bitburger investiert in Fleischersatz

Bitburger hat sich über seine Beteiligungsgesellschaft Bitburger Ventures in ein Start-up das kein Bier, sondern einen Fleischersatz herstellt, eingekauft. Das Berliner Unternehmen Mushlab ersetzt tierisches durch Pilze.

Registrierkassen: Erste zertifizierte Technische Sicherheitseinrichtungen (TSE) verfügbar

Seit dem 1. Januar 2020 gilt die Kassensicherungsverordnung . Das „Kassengesetz“ fordert zertifizierte Technische Sicherheitseinrichtungen (TSE) in jeder Kasse. Jetzt sind die ersten TSEn verfügbar. Überprüfungen durch Finanzbehörden finden noch nicht statt. [DEHOGA Merkblatt-Download]

Weinbauverband fordert mehr Tempo für Novelle des Weingesetzes

Der Präsident des Deutschen Weinbauverbands, Klaus Schneider, hat das Landwirtschaftsministerium zu mehr Tempo bei der Novelle des Weingesetz aufgefordert. Bei einer weiteren Verzögerung würden junge Winzer «ihr Ding selbst machen» und eigene Profile für ihre Weine entwickeln

So viel Qualitätswein wie seit 2011 nicht mehr

Die Weinbaubetriebe in Rheinland-Pfalz haben für den Jahrgang 2019 so viel Qualitätsweine zur amtlichen Prüfung eingereicht, wie seit 2011 nicht mehr. Die Menge an Flaschenweinen stieg im Vergleich zu 2018 um 5,3 Prozent.

Lieferando-Mutter Takeaway gewinnt den Bieterkampf um Just Eat

Der niederländische Lieferdienst Takeaway.com hat sich in der monatelangen Bieterschlacht um den britischen Konkurrenten Just Eat durchgesetzt. Takeaway ist auch der Mutterskonzern von Deutschlands größtem Lieferdienst Lieferando.