Tomatenketchup-Test: Heinz hinten, ein Bio-Ketchup schmeckt am besten

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Die Stiftung Warentest hat Tomatenketchup untersucht. Das Ergebnis: 14 von 19 Tomatenketchups sind gut, fünf befriedigend. Am besten schmeckt den Testern ein Bio-Ketchup, er kostet 36 Cent für 100 Milliliter. Aber schon ab 16 Cent gibt es guten Tomatenketchup für die gleiche Menge. Spezielle Kinderketchups haben keine Vorteile und sind oft teurer als herkömmliche. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest bei ihrem aktuellen Ketchup-Test.

Die Warenteser haben 19 Tomatenketchups – von bekannten Marken wie Heinz, Kraft und Werder Feinkost, von Handels- und Discountermarken wie Aldi, Lidl und Rewe sowie Bio-Ketchups von Alnatura oder Rapunzel untersucht. Vor allem die Ketchups von Bioanbietern und deutschen Lebensmittelherstellern überzeugen im Test. Auch Eigenmarken des Handels sind gut. Sie alle lassen die vier geprüften Produkte des amerikanischen Konzerns Kraft Heinz hinter sich. Drei von ihnen schneiden nur befriedigend ab, unter anderem, weil sie dominant essigsäuerlich schmecken. Zwei der Heinz-Produkte enthalten außerdem den geringsten Anteil an Tomaten. „Kinderketchup braucht kein Kind“, sagt Sara Waldau von der Stiftung Warentest.

Im Detail: Am besten bewerteten die Tester die Bio-Ketchups von Alnatura, Bio Zentrale und Denn's Biomarkt. Am schlechtesten schnitten der zuckerreduzierte Heinz-Ketchup (Note 3,1) und der Heinz-Kinderketchup (Note 3,4) ab. 
Bei den Ketchups vom Discounter wurde die Tomantensoße von Lidl besten bewertet. Penny, Aldi Nord und Süd liefen ferner. Hinweise, dass Hersteller unreife Früchte oder Glutamat einsetzen, fanden die Tester nicht. Pestizide wiesen sie in Bioprodukten gar nicht nach, in den meisten anderen nur in Spuren. Keime oder gentechnisch veränderte Bestandteile waren auch kein Problem.

Kinder können getrost den Ketchup essen, der der ganzen Familie schmeckt.
Wichtigste Zutat bei Ketchup ist Tomatenmark. Hinzu kommen Zucker, Essig und je nach Rezeptur verschiedene Gewürze. Die Tomate muss laut Stiftung Warentest aber stets im Vordergrund bleiben. Die europäischen Hersteller hätten sich Qualitätsanforderungen auferlegt – und die schreiben mindestens sechs Prozent Tomatentrockensubstanz vor. Alle Produkte im Test halten das auch ein. Aus der Tomatentrockensubstanz konnten Tester der Stiftung zudem Rückschlüsse auf den Tomatenanteil ziehen. Die Unterschiede sind erstaunlich: So reicht der Tomatenanteil bei den Ketchups im Test von schmalen 149 Gramm pro 100 Milliliter Ketchup bis zu stolzen 272 Gramm.

Ketchup ganz ohne Zucker gibt es nicht
Auch die Zuckergehalte im Test unterscheiden sich deutlich: Sie reichen beim klassischen Ketchup von 14 Gramm bis 27 Gramm Zucker pro 100 Milliliter. Einige Anbieter haben auch Produkte mit deutlich weniger Zucker. Vier Ketchups im Test enthalten Süßstoffe, drei davon auch Zucker. Werder setzt bei seinem kalorienreduzierten gar keinen Zucker zu. Ganz ohne kommt aber auch er nicht aus: Tomaten selbst enthalten schon ein paar Gramm Zucker. Da Ketchup meist nur in kleinen Portionen gegessen wird, hat die Stiftung Warentest den Zuckergehalt nur berechnet, nicht bewertet. Gezuckerte Getränke und fettiges Essen tragen deutlich mehr zum Zucker- und Kalorienkonto bei als Ketchup. 


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