Weinlese am Atomkraftwerk in Tschechien

| Industrie Industrie

Auf dem Gelände des umstrittenen tschechischen Atomkraftwerks Dukovany hat erstmals eine Weinlese stattgefunden. Dabei kamen rund 700 Kilo Trauben der Sorten Rheinriesling und Sauvignon blanc zusammen, wie die Betreibergesellschaft CEZ mitteilte.

Der Weinberg befindet sich knapp unterhalb der Kühltürme, aber außerhalb des umzäunten Sicherheitsbereichs des Meilers südwestlich von Brno (Brünn). Er kann von Touristen besichtigt werden.

Sowohl die Trauben als auch der fertige Wein würden im Labor auf Radioaktivität überwacht, sagte Kraftwerkssprecher Jiri Bezdek am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Der fertige Rebensaft werde nicht in den Verkauf kommen, sondern nur zu besonderen Anlässen gereicht oder verschenkt. Die Region Südmähren, in der sich das Kraftwerk befindet, ist für ihren Anbautradition bekannt.

Umweltschützer sehen das mehr als 35 Jahre alte Atomkraftwerk indes als Sicherheitsproblem. Die Anlage verfügt über vier Druckwasserreaktoren des sowjetischen Bautyps WWER 440/213. Dukovany liegt rund 100 Kilometer nördlich von Wien und 200 Kilometer östlich von Passau. Tschechien plant langfristig den Bau eines neuen, fünften Kernkraftwerksblocks an dem Standort. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Rational sagt Teilnahme an Messe Intergastra 2022 ab

Angesichts der gegenwärtigen Corona-Lage hat sich Rational gegen eine Teilnahme an der Intergastra im Februar 2022 entschieden. Der Marktführer für Kochsysteme in Gastronomieküchen zeigte sich traurig und frustriert und will nun weitere Online-Formate auflegen.

Deutsches Weininstitut sorgt für Weine bei der Berlinale

Da die 72. Internationalen Filmfestspiele Berlin als Präsenzveranstaltung stattfinden werden, wird das Deutsche Weininstitut als "Official Supplier" wieder dafür sorgen, dass auf allen offiziellen Veranstaltungen deutsche Weine ausgeschenkt werden.

 

Beyond Meat stürzt nach schwachen Zahlen an der Börse ab

Der für seine veganen Burger bekannte US-Fleischersatzhersteller Beyond Meat hat Anleger mit einer schwachen Geschäftsprognose geschockt. Die Aktie stürzte in der letzten Woche nachbörslich zeitweise um fast 20 Prozent ab.

Eiswein - Winzer warten auf den Dauerfrost

Kinder warten auf Schnee, mutige Winzer auf frostige Nächte. Denn für gefrorene Trauben und damit Eiswein muss es knackig kalt sein. Doch hängen die Beeren zu lange, droht der Kompost.

„Kompostierbare“ Kaffeekapseln - Foodwatch mahnt Darboven ab

„Kompostierbar“ und „biologisch abbaubar“ sollen die „Mövenpick Green Cap“ vom Kaffeekonzern J. J. Darboven sein. Tatsächlich seien die Kaffeekapseln laut Foodwatch alles andere als umweltfreundlich: Abfallunternehmen könnten sie weder kompostieren noch recyceln – sondern müssten sie verbrennen, so die Kritik.

Fleischersatz - Michael Käfer und Joko Winterscheidt investieren in Greenforce

Die Greenforce AG verfolgt ihr Ziel, einer der führenden Anbieter von pflanzlichen Food-Alternativen in Europa zu sein. Nun hat sich das Unternehmen namhafte Investoren an Bord geholt: Moderator Joko Winterscheidt sowie Michael Käfer beteiligen sich.

Messewirtschaft will Planungssicherheit durch «Messe-Machbar-Regeln»

Die Corona-Pandemie hat auch die Messewirtschaft hart getroffen. Allein 2021 wurden in Deutschland rund 270 der geplanten 380 Messen abgesagt. Damit es 2022 wieder besser läuft, hat der Branchenverband jetzt seine Forderungen an die Politik vorgelegt.

Zuversicht bei Sektkellerei Henkell Freixenet

Knallen bei Henkell Freixenet bald wieder kräftig die Sektkorken? Noch steht das wichtige Weihnachts- und Silvestergeschäft an. Mehr Freiheiten für Tourismus und Gastronomie im Jahresverlauf sowie die schwungvolle Nachfrage nach Prosecco lassen den Umsatz steigen.

Schlanke Weine, viel Aroma: Der Weinjahrgang 2021 in den deutschen Anbaugebieten

Der „Wonnemonat“ der Winzer war im Weinjahr 2021 nicht der Mai, sondern der September: Das Deutsche Weininstitut hat sich in den 13 deutschen Anbaugebieten umgehört, wie sich dort der Weinjahrgang entwickelt hat.

Heimtextil 2022 wegen Corona abgesagt

Vor dem Hintergrund der Pandemielage wird die Heimtextil in der zweiten Januarwoche abgesagt. Die Messe Frankfurt prüft, ob ein neues Angebot im Sommer 2022 parallel zum Messeduo Techtextil/Texprocess gestaltet wird. Die später stattfindende Messe Ambiente soll stattfinden.