KFC plant eine weltweite Modernisierung und stellt eine neue strategische Ausrichtung vor. Das Unternehmen kündigt eine Umgestaltung der Speisekarte, eine überarbeitete Markenidentität sowie modernisierte Restaurantkonzepte an. Die Umsetzung dieser Maßnahmen startet zunächst in Großbritannien und Irland, bevor die Expansion im Laufe des Jahres 2026 auf Australien und die USA sowie anschließend auf das gesamte globale Netzwerk ausgeweitet wird.
Die Modernisierungsmaßnahmen sollen schrittweise in den mehr als 34.000 Restaurants des Unternehmens umgesetzt werden, die sich auf über 150 Länder verteilen. Der globale Geschäftsführer von KFC, Scott Mezvinsky, erklärt, das nächste Kapitel bringe neue Energie und Ausdruckskraft in die Kernbereiche der Marke, während man gleichzeitig den Fokus auf Geflügelprodukte lege und das weltweite Kundenerlebnis neu gestalte.
Ausweitung der Soßen- und Getränkeangebote
Ein wesentlicher Schwerpunkt der erneuerten Strategie liegt auf der Einführung neuer Soßen und Getränke. KFC erprobte bereits seit Ende 2024 ein spezielles Konzept in den US-Bundesstaaten Florida und Texas, dessen Erkenntnisse nun in die Hauptmarke einfließen. Das Unternehmen gründete zudem ein Innovationszentrum mit einer globalen Auswahl von mehr als 20 Soßen, darunter Varianten wie Chimichurri Ranch und Hot Honey Habanero. In Südafrika und Indien wurden Produkte eingeführt, bei denen Geflügelteile komplett in Soßen getaucht werden. In den kommenden Wochen folgen in Großbritannien und Irland neue Geflügelteile sowie neun Soßen.
Das Unternehmen stützt diese Ausrichtung auf Marktforschungsdaten. Laut einem Bericht von Technomic berücksichtigen 34 Prozent der Verbraucher das Angebot an Soßen und Würzmitteln vor einem Restaurantbesuch. Interne Untersuchungen des Mutterkonzerns Yum Brands zeigen zudem, dass Soßen eine um 2,4-mal höhere Wahrscheinlichkeit aufweisen, Begeisterung bei den Kunden auszulösen, als andere Speisen.
Darüber hinaus gewinnen Getränke an Bedeutung im Sortiment. Die globale Getränkeplattform Kwench, die unter anderem Eiskaffee und Limonaden umfasst, wurde bereits an ausgewählten Standorten in Großbritannien und Irland eingeführt. Im Jahr 2026 erfolgt der Übergang von der Testphase in das dauerhafte Menü in Australien und Kanada. Für den US-Markt wird der zeitliche Ablauf der Einführung derzeit noch geprüft.
Aktualisierung des Markenauftritts
Die Produktänderungen gehen mit einer Überarbeitung der visuellen Identität einher, die die Verpackungen, die Werbung und das Design der Restaurants betrifft. Die Gestaltung soll an die moderne Kultur angepasst werden, während der Firmengründer Colonel Sanders im Zentrum bleibt. Der bekannte Eimer des Unternehmens erhält eine dezente optische Anpassung.
Die Modernisierung der Standorte erfolgt über Neubauten sowie Renovierungen bestehender Filialen. Ein neuer Prototyp namens Open House soll im Spätsommer 2026 in McKinney im Bundesstaat Texas eröffnen. Die US-Präsidentin von KFC, Catherine Tan-Gillespie, teilt mit, dass dieses Konzept neben einer veränderten Produktpräsentation auch Tischbedienung, einen Autoschalter und Abholoptionen umfassen wird. Ein weiteres, zweistöckiges Restaurant soll im Herbst 2026 in Dubai eröffnen.
Die Modernisierungsmaßnahmen folgen auf die Verlegung des US-Hauptsitzes von Louisville im Bundesstaat Kentucky nach Plano im Bundesstaat Texas, die vor etwas mehr als einem Jahr stattfand. Diese räumliche Nähe zum Mutterkonzern Yum Brands soll die globale Zusammenarbeit erleichtern.
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