Wie erregt ein Plakat möglichst viel Aufmerksamkeit?

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Wie sorgen Hoteliers und Gastronomen für möglichst viel Aufmerksamkeit, mit wenig Aufwand? Plakate sind nach wie vor ein Eyecatcher, wenn sie richtig gestaltet werden. Kostengünstig und dennoch ein Marketing-Coup – die richtigen Schrift- und Bildsprache sorgt für Aufmerksamkeit. Mit folgenden Tipps gestaltet jeder seine Plakatwerbung noch smarter.

1. Botschaftern Zielgruppe definieren

Ein Plakat erfüllt gleich mehrere Aufgaben: informieren, auffordern, überzeugen, vielleicht auch provozieren. Jeder Mensch tickt anders und deshalb sind die Zielgruppen für Gastronomen und Hoteliers so unterschiedlich. Bei der Plakaterstellung ist deshalb wichtig, zunächst die Zielgruppen klar zu skizzieren.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus rief beispielsweise eine Kampagne ins Leben, in der eine gut gelaunte Frau mittleren Alters auf ihrem Fahrrad zu sehen ist. Damit können sich deutschlandweit Millionen Betrachter identifizieren: Denn wer freut sich nicht auf Sommer, das Freiluft-Erlebnis in den Städten und fährt nicht gerne Rad? Die Plakatwerbung muss zum eigenen Kundenwunsch passen. Wer sich beispielsweise mit seiner Hotellerie oder Gastronomie auf Senioren konzentrieren möchte, sollte bei der Werbung unbedingt Senioren abbilden oder für sie ansprechende Schriften/Motive wählen.

2. Schrift und Text wählen

Die Plakate können ganz unterschiedlich in zahlreichen Formaten und Schriften gestaltet werden. Damit die Botschaft gut zur Geltung kommt, sollten auch Text und Schrift optimal aufeinander abgestimmt sein. Dabei gilt es die durchschnittliche Betrachtungsdauer eines Plakates im Hinterkopf zu halten: unter zwei Sekunden. Je schneller die Botschaft beim Betrachter ankommt, desto besser.

Geht es um die Plakatgestaltung, ist ein Praxistest vor dem Druck empfehlenswert. Wie gut ist die Headline zu lesen? Nehmen Betrachter die Überschrift unter zwei Sekunden wahr oder dauert es länger? In letzterem Fall ist eine Überarbeitung der Headline unbedingt notwendig, um den gewünschten Aufmerksamkeitseffekt mit dem Plakat zu erzielen.

Befinden sich auf dem Plakat weitere Textbestandteile, sollten auch diese gut leserlich und schnell greifbar sein. Deshalb die Schriftgröße, -art und Farbe optimal wählen und keine dunkelgrau oder schwarze Schrift auf einem dunklen Untergrund setzen.

3. Motive und Bildsprache definieren

McDonald‘s hat es mit seiner Plakatwerbung geschafft, überdimensionale Aufmerksamkeit zu erregen. Im Fokus steht eine dampfende Kaffeetasse, welche zum Kaffeegenuss im Schnellrestaurant einlädt. Bildhafte Sprache und Motivauswahl sind bei der Plakatgestaltung ebenso wichtig. Schließlich soll es ein echter Eyecatcher werden und nicht in der breiten Masse der Plakatwerbungen verschwinden. Bilder sind wichtig, denn unser Gehirn nimmt sie besser wahr und speichert sie besser als bloße Textbausteine.

Damit das Bild gut zur Geltung kommt, prominent platzieren und alle anderen Informationen rundherum arrangieren. Wichtig: Weniger ist bei der Bildsprache mehr. Am besten ein Bild auswählen und dies in den Fokus rücken. Aber Vorsicht, denn einige Bildnisse sind verboten. Die Abbildung von Tabak wird beispielsweise nicht mehr im öffentlichen Raum gestattet.

4. Kontraste und Farben richtig einsetzen

Farben haben eine Kraft, welche häufig unterschätzt wird. So kann Grün für Freude sorgen oder Rot stimulieren. Bei der optimalen Plakatwerbung sind die Farben und Kontraste deshalb äußerst wichtig. Wer auffallen möchte, sollte sich durch die Farbgebung absetzen. Reizvolle Kontraste stechen sofort ins Auge. Ist die Plakatwerbung vor allem in der grauen Innenstadt zu finden, darf es ruhig etwas mehr Farbgebung sein. Warum die Werbebotschaft nicht durch Rot oder Gelb auf einem dunklen Untergrund in den Fokus rücken? Geht es um Werbebotschaften, die Wohlbehagen vermitteln sollen, sind Orange, Gelb oder Grün ideale Farben, die unser Emotionszentrum ansprechen.

5. Die richtigen Emotionen wecken

Werbung lebt davon, Emotionen beim Betrachter zu erzeugen. Textaussagen haben diese Wirkung, aber Gesichter noch viel mehr. Menschen wirken auf Menschen, vor allem mit positiven Gesichtsausdrücken. Um nachhaltig Aufmerksamkeit zu erzielen, eignen sich Gesichter auf Werbeplakaten besonders. Gesichter von glücklichen Kunden oder die Gesichter der eigenen Mitarbeiter schaffen Vertrauen, wirken persönlicher und laden zum Verweilen ein. Wer keinen Service oder Persönlichkeit in den Fokus rücken möchte, sondern für Produkte wirbt, geht anders vor. Das Gesicht zeigt beispielsweise durch die Augenbewegungen zum beworbenen Produkt. Dies sollte im Fokus stehen, durch eine Vergrößerung oder durch eine auffällige Färbung.

6. Den Absender der Werbebotschaft nicht vergessen

Häufig ist die Botschaft auf Plakaten zwar klar, jedoch fehlt der „Absender“. Damit aus der bloßen Betrachtung eine Aktion wird, müssen die (künftigen) Kunden wissen, an wen sie sich wenden können. Das Logo sollte deshalb stets klar kenntlich sein. Ein Wiedererkennungswert beim Logo hilft, Botschaften rascher zu vermitteln, sich effizienter am Markt zu positionieren. Empfehlenswert: Das Logo sollte so gewählt sein, dass es auch bei größerer Entfernung gut sichtbar ist.

7. Die Standortwahl ist entscheidend

Der Standort ist neben dem Inhalt des Plakates essenziell für den Erfolg. Belebte Straßen oder Kreuzungen sind optimale Standorte, um beispielsweise ein breites Publikum anzusprechen. Je größer die genutzte Werbefläche, desto kostenintensiver. Deshalb am besten genau kalkulieren, wie viel Budget für die Plakatierung bereitsteht und dies bei der Standortwahl berücksichtigen. Manchmal sind mehrere kleinere Plakatierungen an unterschiedlichen Standorten deutlich besser, beispielsweise ein breiteres Kundenklientel anzusprechen. Für Aufmerksamkeit sorgen beispielsweise Plakate, die zusätzlich beleuchtet sind. Sie lassen sich auch im Dunkeln gut lesen und sind auf tristen Straßen ein Hingucker im wahrsten Sinne des Wortes. Der Fokus der Autofahrer oder Fußgänger wird durch die Illumination unweigerlich auf die Plakatbotschaft gerichtet und das ist der Erfolg, der gewünscht ist.

Diese Fallstricke bei der Plakatwerbung unbedingt beachten

Die Plakatwerbung ist gut geplant, ein echter Hingucker und wird endlich in der Öffentlichkeit präsentiert. Aber Vorsicht, denn hier können einige Fallstricke lauern. Nicht jeder darf überall Plakate aufhängen, denn die Bundesländer und Kommunen haben dafür ihre eigenen Vorschriften. Wer diese nicht kennt, läuft Gefahr, wertvolle Werbebotschaften wieder abnehmen und schlimmstenfalls sogar ein Ordnungsgeld zahlen zu müssen. Bevor die Platzierung beginnt, bestenfalls beim Bau-/Ordnungsamt nachfragen und die aktuellen Bedingungen einholen.

Der Inhalt auf dem Plakat spielt eine ebenso wichtige Rolle. Wer im Außen wirbt, darf an einigen Standorten mit bestimmten Produkten nicht werben. Vor Tankstellen oder einem Verbrauchermarkt dürfen beispielsweise nur Plakate hängen, welche die Produkte bewerben, die er auch tatsächlich in dieser Verkaufsstelle erworben werden können. Für Wahlplakate gelten Ausnahmeregelungen, u. a. eine größere Akzeptanz bei der der Standortwahl, aber auch zeitliche Fristen für Plakatierung.


 

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