Accor-Chef Bazin kündigt Rückzug bis spätestens 2028 an

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Der Vorstandsvorsitzende des französischen Hotelkonzerns Accor, Sébastien Bazin, will sein Amt spätestens im Mai 2028 abgeben. Das kündigte Bazin während der Hauptversammlung in Paris an. „Dies wird meine letzte Amtszeit sein“, sagte Bazin nach Angaben des Unternehmens.

Bazin erklärte demnach, er habe dies bereits mit dem Verwaltungsrat abgestimmt. Gleichzeitig machte er deutlich, dass ein früherer Wechsel möglich sei, falls ein geeigneter Nachfolger gefunden werde. „Wenn der Verwaltungsrat vorher die richtige Person findet, können wir meine Amtszeit möglicherweise früher beenden“, sagte Bazin.

Accor startet frühzeitig konkrete Vorbereitungen für Nachfolge an Konzernspitze

Die Nachfolgeplanung läuft bereits. Bazin erklärte während der Hauptversammlung, jetzt sei der Zeitpunkt gekommen, „die Grundlagen“ für den Führungswechsel zu schaffen. Dabei gehe es unter anderem um die Frage, welches Profil ein künftiger Vorstandsvorsitzender mitbringen solle. Zudem verwies er auf interne Talente innerhalb des Unternehmens sowie mögliche externe Kandidaten.

Die Suche nach einem Nachfolger wird vom Nominierungs- und Vergütungsausschuss des Verwaltungsrats geleitet. Vorsitzender des Gremiums ist Bruno Pavlovsky. Unterstützung erhält der Ausschuss nach Unternehmensangaben von externen Beratern. Auch die stellvertretende Verwaltungsratsvorsitzende Isabelle Simon sei in den vergangenen sechs Monaten in den Prozess eingebunden gewesen. Die endgültige Entscheidung liege beim Verwaltungsrat.

Bazin verweist auf Technologiekompetenz künftiger Unternehmensführung bei Accor

Während der Hauptversammlung äußerte sich Bazin auch zu den Anforderungen an die künftige Unternehmensführung. Nach seinen Worten hoffe er, dass sein Nachfolger ein stärkeres Verständnis für technologische Entwicklungen mitbringe. Hintergrund seien unter anderem Veränderungen durch Künstliche Intelligenz im Hotelgeschäft. Bazin sagte laut den vorliegenden Angaben, er selbst sei „nicht in der Lage“, die technologische Entwicklung vollständig vorauszusehen.

Der Manager steht seit August 2013 an der Spitze von Accor. Nach Unternehmensangaben hatte Bazin zuvor verschiedene Führungspositionen in den Bereichen Hotellerie, Finanzwirtschaft und Immobilien inne. Während seiner Amtszeit weitete Accor sein Markenportfolio von 13 auf 48 Marken aus.

Aktionäre stimmen teilweise gegen Vergütung des Accor-Vorstandsvorsitzenden

Neben der angekündigten Nachfolgeplanung sorgte auch die Vergütung des Vorstandsvorsitzenden für Diskussionen auf der Hauptversammlung. Nach Angaben von Bloomberg lehnten rund 40 Prozent der Aktionäre Bazins Vergütungs- und Bonuspaket ab. Die entsprechende Resolution wurde dennoch mit knapp unter 60 Prozent Zustimmung angenommen. Im Vorjahr hatte die Zustimmung laut Bloomberg noch bei 89 Prozent gelegen.

Ungeachtet der angekündigten Veränderungen an der Unternehmensspitze betonte Bazin laut Mitteilung, Accor werde seinen strategischen Kurs fortsetzen. Dazu zählten unter anderem Entscheidungen rund um die Lifestyle-Marke Ennismore sowie der weitere Ausbau des Geschäfts in Indien. Nach Unternehmensangaben betreibt Accor dort derzeit 70 Hotels, weitere 70 Häuser befänden sich in Planung.

Text erstellt mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz.


 

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