Bericht - Bernold Schroeder tritt wohl als Kempinski-Chef ab

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Kempinski benötigt schon wieder einen neuen Chef. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, wolle der aktuelle CEO Bernold Schroeder „überraschend seinen Vertrag nicht verlängern“. Schroeder leitet den Konzern seit Dezember 2020.

Schroeder habe, nach Angaben der Zeitung, den Aufsichtsrat darüber informiert, dass er seinen laufenden Vertrag nicht verlängern und spätestens im April 2024 ausscheiden werde. Schroeder wolle sich neuen Aufgaben in der internationalen Hotellerie widmen, berichtet die Süddeutsche. Der Ausstieg komme überraschend, einen Nachfolger gebe es noch nicht, sagt die Zeitung, die keine Stellungnahme von Kempinski zu dem Thema erhalten hat. Gegenüber Tageskarte bat eine Sprecherin von Kempinski um Verständnis dafür, dass Kempinski sich dazu nicht äussere.

Bernold Schroeder trat 2017 als stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Chief Operating Officer Europe bei Kempinski ein. Zuvor war er in leitenden Positionen in wichtigen Wachstumsmärkten bei Pan Pacific Hotels (Singapur), Jin Jiang International (Shanghai) sowie bei Banyan Tree Hotels & Resort tätig.

Schroeder übernahm Kempinski von Martin Smura im Dezember das Hotelunternehmen verließ. Zuvor hatten hospitalityinside und Tageskarte über inhaltliche Differenzen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat informiert.

Nach dem Abgang von Reto Wittwer 2014, der Kempinski in seinen fast 20 Jahren als CEO von einer mittelständischen Hotelgruppe zu einer Weltmarke in der Luxus-Hotellerie geführt hat, wurde es unruhig bei Kempinski. Wittwers wechselnden glücklosen Nachfolgern gelang es nicht, die Geschicke des Unternehmens in ruhiges Fahrwasser zu bringen. Dies gelang auch Martin Smura nicht, der am 1. Juli 2019 als neuer CEO das Ruder der Kempinski-Gruppe übernahm. Ihm folgte Schroeder, der nun ebenfalls das Unternehmen verlassen wird, wenn die Informationen der Süddeutschen Zeitung richtig sind.


 

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