Bitburger-Chef Dahm räumt seinen Platz

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Mitten in der schwierigen Phase kräftig steigender Rohstoff- und Energiepreise räumt der Chef der Bitburger Braugruppe seinen Platz in der Führungsetage. Die Trennung von Axel Dahm (59) erfolge bereits zum Monatsende, teilte das in der siebten Generation geführte Familienunternehmen am Donnerstag überraschend mit. Der Schritt wird mit unterschiedlichen strategischen Auffassungen begründet. Einen Nachfolger gibt es den Angaben zufolge noch nicht.

«Beide Seiten haben sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht, aber mit Blick auf die großen, aktuellen Anforderungen haben wir uns aufgrund der unterschiedlichen strategischen Auffassungen zu diesem Schritt entschlossen», sagte der Vorsitzende der Aufsichtsgremien der Bitburger Unternehmensgruppe, Dieter Heuskel, in einer Mitteilung.

Bitburger zählt zu den größten Braugruppen in Deutschland. Zu ihr gehören die Marken Bitburger, König Pilsener, Königsbacher, Köstritzer, Licher und Nette. Mit der Benediktiner Weißbräu GmbH besteht eine Vertriebspartnerschaft. Der Umsatz war 2021 erneut gesunken. Das Minus betrug 2,7 Prozent auf 634 Millionen Euro.

Die Bitburger Braugruppe litt in der Pandemie wie die gesamte Branche unter den Einschränkungen in der Gastronomie und bei Veranstaltungen. Vor allem die Stammmarke Bitburger und König Pilsener wurden nach Angaben für das Jahr 2020 hart getroffen. Bitburger war mit neuen Produkten allerdings auch nicht so erfolgreich wie etwa Veltins.

Dahm war seit September 2016 Geschäftsführer Marketing, Vertrieb und Strategie sowie auch Sprecher der Geschäftsführung der Braugruppe. In seiner Amtszeit trennte sich Bitburger auch von einigen Aktivitäten. Bitburger gab im Oktober 2020 den Verkauf der Wernesgrüner Brauerei im sächsischen Vogtland an Carlsberg Deutschland mit Wirkung zum 1. Januar 2021 bekannt. Mit Beginn des Ukraine-Kriegs stoppte Bitburger alle Investitionen in Russland und den Export dorthin.

Seit Anfang Mai setzte die Braugruppe im deutschen Heimatmarkt zwar Preiserhöhungen um, die schon im vergangenen Jahr angekündigt worden waren. Allerdings gilt das nicht für alle Marken. Dahm machte in den vergangenen Wochen auch deutlich, dass diese moderate Preiserhöhung angesichts der jüngsten Kostenexplosion nicht ausreichen werde. (dpa)


 

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